Die EBS hat nun eine Schulsozial- und Seelsorgestelle
Bad Waldsee – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde konnte das Projekteam Sozialarbeit an der Eugen-Bolz-Schule (EBS) die neue Sozialarbeiterin Michaela Abele willkommen heißen. Sie tritt ihre Stelle am 1. Februar an.

Michaela Abele, die neue Schulsozialarbeitern an der Eugen-Bolz-Schule. Foto: Erwin Linder
Wie die Schule betonte, ist eine Schulsozialarbeit dringend erforderlich, um den pädagogischen Aufgaben gerecht zu werden und den Schülerinnen und Schülern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Das Verhalten der Schüler mache dies mehr und mehr notwendig. Leider erhielten katholische und freie Schulen in Baden-Württemberg keine staatlichen Zuschüsse für die Einrichtung von Schulsozialarbeit. Daher wollen die Schulen in freier Trägerschaft gegen diese Ungleichbehandlung klagen.
Finanzierung für vier Jahre gesichert
Um jedoch sofort zu handeln und nicht auf eine langfristige Lösung zu warten, wurde eine Initiative zur Einrichtung einer Schulpastoral/Sozialarbeitsstelle ins Leben gerufen. Die Schule hat eine Konzeptvorlage erstellt, die vom Schulstiftungsbeirat genehmigt wurde und auf die speziellen Bedürfnisse der katholischen Schule zugeschnitten ist. Es konnte bereits eine Finanzierung über vier Jahre gesichert werden, dank der Unterstützung von Einzelpersonen, kirchlichen Einrichtungen und Stiftungen. Davon steuert die Bischof-Moser-Stiftung 30.000 Euro pro Jahr, die Familie Hymer 150.000 Euro, die Eltern 7000 Euro, die KSK 5000 Euro, die Familie Nold, die Kirchengemeinde, die Kleiderstube und andere Spender zusammen 9000 Euro bei.
Peter Niedergesäss, ehemals Stiftungsratsvorsitzender, hat mit dieser Initiative einen wichtigen Beitrag geleistet getan, um die schulische und soziale Unterstützung der Schüler zu gewährleisten. Sein Engagement für die Zukunft der Kinder und die schnelle Umsetzung der sozialen Maßnahmen ist lobenswert und verdient große Anerkennung.
Andreas Geyer, derzeitiger Vorsitzender des Fördervereins der EBS, begrüßte die Gäste, dankte den großzügigen Förderern und nannte es einen Grund zu feiern.
Sandra Weber, Gemeindereferentin der katholischen Kirche in Bad Waldsee, sprach auch vom Bedürfnis der Schüler nach Begleitung und einer Anlaufstation. In der EBS, einer privaten katholischen Schule, wird Schulsozialarbeit aber auch als seelsorgerische Aufgabe gesehen, dadurch unterscheidet sie sich von der Sozialarbeit an staatlichen Schulen.
Stiftungsrat Oberbürgermeister Matthias Henne hieß Frau Abele herzlich willkommen und Gerhard Rauscher von der Bischof-Moser-Stiftung erläuterte die Bedeutung der Seelsorge in der Sozialarbeit. „Wir als katholische Christen müssen die Menschen dort abholen, wo sie uns mit ihren Sorgen und Nöten brauchen.“
Michaela Abele, Mutter von zwei Kindern, brachte zu ihrer Vorstellung den Schulrucksack ihres Sohnes mit. „So kommen die Schüler zu Schule. Mit einem Rucksack gefüllt mit Schulsachen, aber auch mit ihren ganz persönlichen Sorgen und Anliegen. Ich möchte ihnen ein Angebot machen, damit sie gut durchs Leben kommen.
Der Arbeitsvertrag für die Stelle der Schulsozialarbeit an der EBS wurde zwischen Frau Abele und der Caritas geschlossen. Angelika Hipp-Streicher, Fachleitung Soziale Hilfen bei der Caritas, sprach von der Verantwortung, die wir alle in den Zeiten des Umbruchs und der Veränderung übernehmen müssten. „Das Projekt ist auf vier Jahre ausgelegt. Wir sind sicher, dass es in dieser Zeit gut auf die Beine kommt und weitergeführt werden kann.“ Frau Abele, die Sozialarbeit und Religion studierte, sei ein Glücksfall für die Besetzung dieser Stelle.
Ein Schulrundgang und eine Kaffee-Tafel beschlossen die Feierstunde.
Erwin Linder












