Infos zur angestrebten Bahn-Elektrifizierung Aulendorf – Kißlegg
Aulendorf – Schnellere Fahrzeiten, weniger Umstiege und modernere Züge: Eine Elektrifizierung der Bahnstrecke Aulendorf–Kißlegg verspricht spürbare Verbesserungen für Fahrgäste. Welche Chancen sich daraus für die Region unter welchen Bedingungen ergeben, wird in einer öffentlichen Informationsveranstaltung der Aulendorfer SPD in Kooperation mit der SPD-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben vorgestellt (12. Januar, 19.30 Uhr, “Rad” in Aulendorf). Mit dabei: Regionalverbandsdirektor Dr. Wolfgang Heine. Nachstehend die Mitteilung der SPD:
Der Interessenverband „bodo-Ringzug – Umsteigefrei vom Allgäu über das Schussental bis an den Bodensee“ treibt die Planungen zur Elektrifizierung und zum Ausbau der Bahnstrecke Aulendorf–Kißlegg aktiv voran. Ziel sind direktere, schnellere und zuverlässigere Zugverbindungen, unter anderem mit verbesserten Anschlüssen und möglichen neuen Direktverbindungen zwischen Allgäu, Schussental und Bodensee.
Die notwendige Elektrifizierung zwischen Aulendorf und Kißlegg erfordert Investitionen von rund 100 Millionen Euro. Die Hauptanteile der Finanzierung übernehmen Bund und Land; auf die Region entfällt ein Anteil von etwa acht Millionen Euro. Der Kreistag Ravensburg hat beschlossen, die aktuellen Planungen zu unterstützen und übernimmt dabei die Hälfte der regionalen Kosten. Der verbleibende Betrag soll von den betroffenen Kommunen entlang der Strecke zwischen Aulendorf und Kißlegg getragen werden. Dir betroffenen Gemeinderäte werden sich Anfang 2026 mit dem Thema befassen.
Perspektivisch könnten Fahrgäste von weniger Umstiegen, dem Einsatz moderner elektrischer Züge und einer höheren Betriebsstabilität profitieren. Die weiteren Schritte – von der Detailplanung bis zur Umsetzung – hängen jedoch von laufenden Abstimmungen, Genehmigungsprozessen und Förderentscheidungen ab. Neben den erwarteten Verbesserungen gibt es auch kritische Stimmen zu Kosten, Finanzierungsanteilen der Kommunen sowie zum zeitlichen Horizont und der Art der Umsetzung. Diese Fragen sollen bei der Informationsveranstaltung offen benannt und gemeinsam diskutiert werden.
Namhafte Teilnehmer
Diese Fragen diskutieren wir am Montag, 12. Januar, ab 19.30 Uhr im Raum „Konvent“ des Gasthauses „zum Rad“ in Aulendorf im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung zusammen mit Dr. Wolfgang Heine, Verbandsdirektor des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben und Geschäftsführer des Interessenverbands „bodo-Ringzug“. An der Diskussion beteiligt sich neben Walter Riester (Ex-Bundesminister), Heike Engelhardt (Kreisvorsitzende) und Rosa Hübner (Landtagskandidatin) auch Martin Jopke, der unter anderem bei „Pro Bahn Bodensee-Oberschwaben“ sowie bei „Pro Bahn Vorarlberg“ aktiv und ein profunder Kenner der regionalen Bahnlandschaft ist.
Wir freuen uns über „Informationen aus erster Hand“ und einen konstruktiven Austausch und laden herzlich zu dieser Veranstaltung ein.
Dr. Ernst Deuer, Kreisrat im Landkreis Ravensburg und Mitglied der SPD-Fraktion in der Verbandsversammlung des Regionalverbands (RVBO)
Norbert Zeller, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Verbandsversammlung des Regionalverbands (RVBO)
Anm. d. DBSZ-Red.: Mitteilungen / Stellungnahmen von (kommunal)politischen Vereinigungen / Akteuren enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Wir gestalten im Hinblick auf die kommenden Wahlen Berichte von politischen Akteuren in der Optik von Leserbriefen, also mit kursiv gesetztem Titel.













