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Ravensburg Towerstars

Towerstars erkämpfen auch in Bad Nauheim knappen 3:2-Sieg



Foto: Frank Enderle

Ravensburg – Die Ravensburg Towerstars haben dem verdienten Heimsieg gegen die Düsseldorfer EG drei weitere Punkte in Bad Nauheim folgen lassen. Das Team von Coach Bo Subr siegte wie schon am Freitag mit 3:2 und musste in den Schlussminuten erneut hart um den Erfolg kämpfen.

Die Towerstars bekamen eine gewisse Vorwarnung, denn die von Ex-Towerstars-Trainer Peter Russell gecoachten Roten Teufel aus Bad Nauheim hatten am Freitag in Krefeld zwar mit 3:4 verloren, der vierte Gegentreffer fiel allerdings erst 45 Sekunden vor Schluss. Dennoch präsentierten sich die Oberschwaben von Beginn an sehr gut abgestimmt und arbeiteten bereits in der neutralen Zone effektiv. Das galt zunächst auch für den EC Bad Nauheim, der sich in der 6. Minute erfolgreich gegen ein strafzeitbedingtes Powerplay wehrte. Das Team von Coach Bo Subr konnte ab der zweiten Hälfte des Startabschnitts den Druck auf das gegnerische Tor immer weiter erhöhen.

Nachdem Fabio Sarto nach neun Minuten aus aussichtsreicher Position noch gescheitert war, brachte Robbie Czarnik seine Farben in der 11. Minute in Führung. Einen schnellen 3-gegen-2-Konter schloss der Towerstars-Kapitän nach starker Vorarbeit von Denis Pfaffengut und Marvin Schmid mustergültig ab. Nicht einmal zwei Minuten später erhöhte Mark Rassell gar auf 0:2 – hier hatte die erste Sturmreihe eine Kombination entschlossen zu Ende gespielt. In der Schlussphase des Startdrittels wurden die Gastgeber zwar deutlich bissiger im Vorchecking, die Towerstars brachten die Zwei-Tore-Führung aber souverän in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt hatte Alex-Olivier Voyer schon nach knapp zwei Minuten den dritten Treffer per Alleingang auf dem Schläger, doch Jerry Kuhn im Tor der Kurstädter konnte den beim Abschluss leicht versprungenen Puck entschärfen. Wie zu erwarten war, agierte Bad Nauheim im zweiten Drittel mit mehr Tempo und überbrückte die neutrale Zone schneller – das Spiel wurde damit offener. Zwar überstanden die Towerstars eine Strafzeit gegen Simon Sezemsky in der 34. Minute schadlos, dennoch mussten sie wenig später den Anschlusstreffer hinnehmen.

Gerade hatten die Gastgeber eine Unterzahl überstanden und konnten eine träge Ravensburger Rückwärtsbewegung eiskalt durch Ex-Towerstars-Stürmer Justin Volek zum 1:2 nutzen. Die Antwort der Towerstars folgte entschlossen und zu einem taktisch günstigen Zeitpunkt. 65 Sekunden waren im zweiten Drittel noch auf der Uhr, als ECBN-Keeper Jerry Kuhn einen Schuss von Matej Mrazek nach vorne abprallen ließ und Fabio Sarto zum 1:3 einschob.

Die Towerstars wussten bereits aus den Erfahrungen des Spiels gegen Düsseldorf am Freitag, dass eine Führung mit zwei Treffern weit von einer Vorentscheidung entfernt ist. Diese Einschätzung sollte sich bestätigen. Zwar verteidigten die Oberschwaben im Schlussdrittel ihre Zone weitgehend souverän und kamen selbst immer wieder zu guten Möglichkeiten, eine Strafzeit gegen Alex-Olivier Voyer in der 54. Minute sollte die Partie aber noch einmal spannend machen.

Die Hausherren hatten zunächst Probleme, sich im Powerplay in Position zu bringen, dann jedoch kam Parker Bowles an der blauen Linie zum Schuss und der Puck schlug im linken Torwinkel ein. Knapp fünf Minuten waren noch zu spielen, die Towerstars meisterten diese Phase aber mit Kampf. Auch als die Kurstädter 71 Sekunden vor Schluss zu einem Bully vor dem Ravensburger Tor kamen und den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahmen.

Das erste 6-Punkte-Wochenende der neuen Hauptrunde war unter Dach und Fach und bescherte den Towerstars in der noch jungen Tabelle den Sprung auf Platz 4. „Wir hatten einen guten Start und aus zwei schnellen Kontern gleich zwei Tore gemacht. Man hat aber erneut gesehen, was passiert, wenn man danach nicht mehr so entschlossen weiterspielt“, betonte Towerstars-Coach Bo Subr und ergänzte: „Wir müssen 60 Minuten lang scharf sein, daran müssen wir definitiv noch arbeiten.“ Rote-Teufel-Trainer Peter Russell war hingegen weniger zufrieden und fasste prägnant zusammen: „Die Towerstars haben wirklich ein Top-Team, allerdings haben wir auch zugelassen, dass es wie ein Top-Team spielen kann.“
 

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