Skip to main content
ANZEIGE
NaturTipp des BUND Baden-Württemberg

Gefährliche Gartenhelfer: Mähroboter gefährden Igel & Co.



Foto: Uwe Steib
Eine große und oft tödliche Gefahr für Igel: Mähroboter.

Baden-Württemberg – Mähroboter sind bei vielen Gartenbesitzer*innen beliebt. Schließlich nehmen sie ihnen Arbeit ab. Die Geräte sparen zwar Zeit, aber der BUND Baden-Württemberg bewertet ihren Einsatz äußerst kritisch und macht auf Gefahren aufmerksam.


Viele Gartenbesitzer*innen holen im März wieder den Rasenmäher aus Schuppen, Keller oder Garage. Weil Gras zwischen fünf und zehn Grad Celsius anfängt zu wachsen, folgen viele leider der immer noch gängigen Empfehlung, so früh schon zum ersten Mal zu mähen. Dabei ist es für einen gesunden und lebendigen Garten besser, das Gras einfach wachsen zu lassen. Eine willkommene Hilfe bei der Gartenarbeit sind in vielen Gärten inzwischen auch Mähroboter – aber für viele Tiere stellen diese eine tödliche Gefahr dar.

ANZEIGE

Nächtlicher Einsatz wird Tieren zum Verhängnis

Häufig fahren die Geräte unbeaufsichtigt durch die Gärten und bergen dabei erhebliche Risiken. „Handelsübliche Mähroboter stellen eine Gefahr für Tiere dar. Durch die rotierenden Klingen werden zahlreiche Kröten, Eidechsen oder Grashüpfer schwer verletzt oder getötet“, erklärt Lilith Stelzner, Naturschutzreferentin beim BUND Baden-Württemberg. Sogar Igel sind immer wieder betroffen. Besonders fatal ist es, wenn die Geräte nachts im Einsatz sind. „Viele Tiere sind in der Dämmerung oder nachts aktiv, um Nahrung zu suchen, und damit besonders gefährdet. Dazu kommt, dass etwa Igel bei Gefahr nicht flüchten, sondern sich einrollen und auf ihre Stacheln zur Verteidigung vertrauen. Das wird ihnen bei der Begegnung mit Mährobotern leider viel zu oft zum Verhängnis“, erläutert die Naturschutzexpertin.

Gefahr für Artenvielfalt

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hatte vor kurzem Zahlen veröffentlicht, die zusammen mit zahlreichen Igel-Auffangstationen gesammelt wurden. Seit September 2022 haben die Forscher bundesweit 370 dokumentierte Fälle von Schnittverletzungen an Igeln untersucht. Fast die Hälfte der gefundenen und gemeldeten Tiere (47 Prozent) überlebten die Verletzung nicht. Neben dem unnötigen Leid für die Tiere sind die Geräte damit auch eine Gefahr für die Artenvielfalt. Denn die Bestände der Igel sind rückläufig. Deswegen stehen sie seit 2020 auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Arten für Deutschland.

ANZEIGE

Weniger mähen, mehr Vielfalt

Der BUND Baden-Württemberg empfiehlt, am besten keine Mähroboter im eigenen Garten einzusetzen. Wer nicht auf sie verzichten will, sollte die Geräte aber zumindest nur tagsüber und so selten wie möglich einsetzen. „Wer die Artenvielfalt im eigenen Garten schätzt, sollte ohnehin nur zwei- bis dreimal im Jahr mähen oder zumindest auf einem Teil der Gartenfläche etwas Wildnis zulassen“, rät Lilith Stelzner. Nektar- und pollenhaltige Wildkräuter wie Klee, Margeriten, Wiesensalbei, Kriechender Günsel oder Ehrenpreis vertragen keinen häufigen Schnitt, sind aber wichtig für Wildbienen und Schmetterlinge. Außerdem hilft höheres Gras an heißen Tagen, dass der Boden nicht zu stark austrocknet. Zusätzliche Laub- oder Reisighaufen als wilde Ecken im Garten bieten perfekte Verstecke für Amphibien oder Reptilien – für einen buntblühenden Garten voller Leben statt ödem Stoppelrasen.




NEUESTE BEITRÄGE

Vom 11. bis zum 24. März im Landratsamt Ravensburg

Wanderausstellung „Integration im Landkreis Ravensburg – Geschichte der Vielfalt“

Kreis Ravensburg – Was geht in einem Menschen vor, der alles Vertraute zurücklässt, um in einem neuen Land neu anzufangen? Vom 11. bis zum 24. März 2026 gibt die Wanderausstellung „Integration im Landkreis Ravensburg – Geschichte der Vielfalt“ im Foyer des Bürgerbüros im Landratsamt Ravensburg darauf eine Antwort: Sie gibt der Statistik ein Herz und den Zahlen ein Gesicht.
Ab jetzt kann man abstimmen

Bad Wurzach im Rennen um Deutschlands schönsten Wanderweg 2026

Bad Wurzach – Seit dem 2. März läuft die bundesweite Publikumswahl um den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 2026“. Der „Moor-Weg – Ried pur erleben“ in Bad Wurzach ist offiziell nominiert und zählt zu den zehn besten Tagestouren Deutschlands.
Das März-Blatt in Bernd Mauchs Alt-Kißlegg-Kalender

Bilder von Wiggenreute, wie es früher war

Kißlegg-Wiggenreute – Das März-Blatt in Bernd Mauchs Alt-Kißlegg-Kalender ist dem Kißlegger Teilort Wiggenreute gewidmet. Ortsheimatpfleger Bernd Mauch schreibt:
Organisatoren und Künstler stellten das Programm der Wangener Festspiele 2026 vor

Flotte Pariser Komödie und Grimm‘sches Märchen

Wangen – Bis zur ersten Premiere bei den Wangener Festspielen des Jahres 2026 ist es noch etwas hin. Beim Pressegespräch des Festspielvereins mit Oberbürgermeister Michael Lang und den künstlerisch Verantwortlichen wurde aber klar, dass die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen – und dass sich die Wangener wieder auf einen attraktiven Festspielsommer freuen können.
Meet & Greet als Karrierestart am 12. März um 13.00 Uhr

Das Fachzentrum Liebenau stellt sich vor

Meckenbeuren-Liebenau – Unter dem Motto „Meet & Greet“ bietet die Stiftung Liebenau am 12. März um 13.00 Uhr eine ungezwungene Möglichkeit an, das Haus St. Raphael für Menschen mit Behinderungen im Fachzentrum Liebenau kennenzulernen.

MEISTGELESEN

Entwendeter Bankautomat wurde ungeöffnet im Wald aufgefunden

Einbruch in der Volksbankfiliale Arnach

Arnach – In der Nacht von Freitag auf Samstag (6.3./7.3.) um 2.51 Uhr versuchten zwei bislang unbekannte Täter auf dreiste Art und Weise, den Bankautomaten in der Volksbankfiliale Arnach zu stehlen. Die Täter befestigten einen Spanngurt um den Bankautomaten und hängten diesen an einen VW Golf an. Anschließend gaben sie Gas, zogen den Bankautomaten aus der Bank und schleiften ihn über die Straße Richtung Hagenjörges in ein nahegelegenes Waldstück (bei der Arnacher Kläranlage). Die zeitnah eint…
Landesmeisterschaft

Fünffacher Triumph für die Haarwerkstatt aus Kißlegg

Kißlegg – Großer Jubel bei der Landesmeisterschaft 2026 des Fachverbands für Friseure und Kosmetik Baden-Württemberg: Ramona Egger aus der Haarwerkstatt in Kißlegg sicherte sich gleich dreimal Gold – und darf sich nun dreifache Landessiegerin nennen.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 5. März 2026
Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Dietmanns

Mann bei Arbeitsunfall tödlich verunglückt

Bad Wurzach-Dietmanns – Bei einem Arbeitsunfall auf einem Gehöft bei Dietmanns ist am Donnerstagmittag (5.3.) ein 68-Jähriger tödlich verunglückt.
Ausführlicher Bericht über die Eröffnung

Auto-Fink setzt BMW-Tradition in Leutkirch fort

Leutkirch – In Leutkirch öffnet mit der Firma Fink wieder ein BMW-Autohaus. Im Vorfeld erhielten Vertreter der Stadt Einblicke in neueste Trends bei der Digitalisierung von Kraftfahrzeugen. Am Samstag, 7. März, bot ein Tag der offenen Tür Besuchern von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr Aktionen und ein Gewinnspiel rund um die moderne Mobilität. Natürlich gehörte auch die Vorstellung des neuesten Modells iX3 aus dem Hause BMW dazu. Der Standort, Beim Hammerschmied 12, befindet sich im Gewerbegebiet an de…

TOP-THEMEN

Bad Wurzach – Seit dem 2. März läuft die bundesweite Publikumswahl um den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 202…
Kißlegg-Wiggenreute – Das März-Blatt in Bernd Mauchs Alt-Kißlegg-Kalender ist dem Kißlegger Teilort Wiggenreute gewid…
Wangen – Bis zur ersten Premiere bei den Wangener Festspielen des Jahres 2026 ist es noch etwas hin. Beim Pressegespr…

VERANSTALTUNGEN