Skip to main content
ANZEIGE
„Hoiger Fasnet? – Wia Küssle vom Glück!“

Perfektes Wetter beschert Narrensprung Haidgau riesigen Zuschauerandrang



Foto: Ulrich Gresser
Die beiden Sonja Schrecklein Doubles und Straßenansager Günther Angele und Alexander Wild mit einem Ampfelbronner Holzwurm

Haidgau –„Hoig’r Fasnet? Wia Küssle vom Glück!“ So lautet das Motto der Haidgauer Narrenzunft Chadaloh, die am Samstagnachmittag (3.2.) mit rund 2500 Hästrägern und Musikanten ihren traditionellen Narrensprung feierte – und bei bestem Kaiserwetter bekam man ein Ahnung davon, warum.

Wer an diesem Tag mit dem Auto das „Hoigamer Narrennest“ anfuhr, musste früh dran sein oder er hatte noch einen weiten Fußweg vor sich: Im Süden mussten die Besucher fast in Kimpfler parken, im Westen ging es kurz nach der Abfahrt von der L314 kaum noch weiter. Bereits ab dem Aufstellungsplatz in der Ehrensberger Straße säumten die zahllosen Besucher in mehreren Reihen den Umzugsweg, um beim Defilee der 40 Zünfte und 25 Musikgruppen hautnah dabei zu sein. Da lachte das Herz von Zunftmeister Daniel Wassner, dem beim Zunftmeisterempfang am Vormittag bereits eine große Ehrung widerfahren war. War doch die Ehrentribüne sehr gut mit Vorstandsmitgliedern des Alemannischen Narrenrings (ANR) gefüllt. Apropos ANR: Im nächsten Jahr feiern die Chadalohs ihren 50. Geburtstag und werden dann das Freundschaftstreffen des ANR ausrichten.

ANZEIGE

Sonja im Doppelpack

Unten auf der Straße versorgten wieder Günther „Turbo“ Angele, Wassners Zunftmeisterkollegen und Alex Wild mit Kopftüchern und Hexennasen als nimmermüde Sonja Schrecklein-Doubles das selbstredend verkleidete Publikum mit den Narrenrufen der Hästräger. Im Mittelpunkt ihres neckischen Geplänkels stand in diesem Jahr die Regionen-Einteilung des ANR, wo die Haidgauer und die Heimatzunft der Ellwanger Bahwaldbohle von Turbo Angele beispielsweise der Region Allgäu zugeschlagen war, obwohl die Orte geografisch fast im Herzen Oberschwabens liegen …

Pünktlich um 14.00 Uhr starte der närrische Lindwurm mit der Musikkapelle Haidgau an der Spitze, gefolgt von Narrensamen, Wachtmeister und Fasnetslader der gastgebenden Chadalohs. Nach dem musikalischen Intermezzo der Vogter Schalmeien folgten mit den Vogter Heufressern, der Baienfurter Henkerhaus Zunft und den Doraweibla aus Dornstadt die Patenzünfte der Chadalohs. Natürlich nicht fehlen durfte die Haidgauer „Konkurrenz“, die Haisterkircher “Z …-Sippe, die in der vergangenen Saison im Zuge des Political-Correctness-Wahns einen Teil ihres Namens eingebüßt hat.

ANZEIGE

Stammgäste beim Haidgauer Sprung sind etwa die Narrenzunft Laudonia Lauingen, die närrische Heimat von Co-Ansager Alex Wild, die Narrenzunft Ulm oder die Oberkochener Schlagga-Wäscher, die jedes Jahr die längsten Anfahrtswege auf sich nehmen, um in Haidgau „vom Glück geküsst zu werden“. Ebenfalls immer dabei: Die Narrenzunft Ochsenhausen mit ihrem urigen Roale und dem weiblichen Pendant, dem Rankenweible.

Mit den größten Abordnungen waren die unzähligen Jordanhexen aus dem benachbarten Bergatreute (Berengar-alles klar) und die Eberhardzeller Zeller Schwarze Katz sowie die Nibelgauer (Hoorig, hoorig isch dia Katz) aus Leutkirch gekommen. Aber auch die klangvolle Ravensburger Schwarze Veri Zunft und die Kisslegger Hudelmale zeigten sich den Haidgauer Narren in Bestform. Ebenfalls Stammgäste beim Haidgauer Sprung sind – und mit ihrem Narrenruf „No it hudla“ durchaus zeitgemäß – die Aitracher Narrenzunft mit Roiweible und Kelleweible mit ihrer Backspezialität, der Ofanudel.

ANZEIGE

Nicht gerade zartfühlend gingen die Ellwanger Bahwaldbohle mit den beiden Hexennasen-tragenden Ansagern um: Mit ihrer Spezialität, den Erdnüssen, stopften sie beiden für einige Augenblicke im Wortsinne das „Maul“. Mit seinen akrobatischen Fähigkeiten glänzen konnte Hexe Alex(andra): Angesichts der hübschen Gardemädchen der Landjugend-Garde aus Unterschwarzach wagte er auch einmal einen Spagat. Der Haidgauer Zunftmeister Daniel Wassner bekam von den Neuravensburgern beim „Bärenkegeln“ eine kräftige Abfuhr: Während sie bei ihrer Zunftmeisterin brav wie die Kegel umfielen, wurden die „Schübe“ des Haidgauer Narrenmeisters von den putzigen Bären nur mit einem Kopf-zur Seite-neigen quittiert.

In diesem Jahr schafften es nur zwei Bad Wurzacher Narrenzünfte, eine Einladung für den Narrensprung in Haidgau zu ergattern: Da wären zum einen die Narrengilde Unterschwarzach, für die die Haidgauer bei der Aufnahme in den ANR Pate standen, sowie die Seibranzer Langjuppen, die in diesem Jahr ihre neue Figur, den Wandersmann, der Öffentlichkeit präsentierten.

ANZEIGE

Was wäre Fasnet und ein Umzug ohne Musik: Die Hoigamer Stroaßa Hup´r, die Riedspatza Bad Wurzach und der Fanfarenzug aus der Riedstadt vertraten neben der Musikkapelle Haidgau die Farben Bad Wurzachs. Aus der näheren Umgebung waren mit dem Fanfarenzug Graf Humbrecht aus Eberhardzell, den Schalmeien aus Ellwangen, der Lumpenkapelle Urbach und dem zunfteigenen Fanfarenzug aus Bergatreute einige weitere Gruppen dabei. Dazu gesellten sich noch viele weitere Guggamusiken, Lumpenkapellen, Schalmeien und Fanfarenzüge, die nach dem Umzug in der Halle und auf den Straßen noch weiter für Stimmung sorgten.

Nach dem Umzug ging es in der Festhalle und in den beiden Discozelten noch lange rund, ehe im Dorf erst spät getreu dem vor einigen Jahren wegen der sparsamen Straßenbeleuchtung eingeführten Motto „Fast Nacht in Haidgau“ wieder die verdiente Ruhe einkehrte.

Viele Bilder in unserer Galerie

ANZEIGE


BILDERGALERIE

Fotos: Ulrich Gresser

NEUESTE BEITRÄGE

Bad Wurzach
19.30 Uhr, Kursaal

Heute Abend versammeln sich die Kurhaus-Genossen

Bad Wurzach (rei) – Es ist die große Bad Wurzach-Initiative: die Belebung des Kurhauses durch eine Genossenschaft. Mehr als 1200 Anteile zu je 500 € waren von Bad Wurzacher Bürgern und Vereinigungen, Institutionen und Unternehmen gezeichnet worden. Das Projekt, auf den Weg gebracht von sieben Gründern, stößt auf größtes Interesse in der Kurstadt und wird getragen von einem breiten Wohlwollen. Das Team der Genossenschaft „bespielt“ den Kursaal mit einer Vielzahl unterschiedlichster Veranstaltu…
19.00 Uhr, Maria Rosengarten

Gemeindewahlausschuss tagt am 9. Februar

Bad Wurzach – Am nächsten Montag, 9. Februar,  findet die erste öffentliche Sitzung des Gemeindewahlausschusses anlässlich der Bürgermeisterwahl am 26. April statt. Die Sitzung im vonSitzungssaal Maria Rosengarten beginnt um 19.00 Uhr. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
Narrensprung Arnach

Beste Laune und sehr viele närrische Besucher

Arnach – Zum dritten Mal organisierte die 1999 gegründete Narrenzunft der Schoafböck Arnach ihren eigenen Narrensprung und zum dritten Mal war Zunftmeister Andreas Kowalewski „Chef de Mission“, der nach dieser Saison sein Amt abgeben wird.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 3. Februar 2026
Zunftmeisterempfang der Narrenzunft Schoafböck Arnach

Großer Bahnhof für scheidenden Zunftmeister Andreas Kowalewski

Arnach – Zum dritten Mal veranstaltete die Narrenzunft Schoafböck Arnach ihren Narrensprung. Beim Zunftmeisterempfang in der Festhalle vor dem Narrensprung wurden die Leistungen von Andreas „Kowa“ Kowalewski, in dessen Amtszeit als Zunftmeister diese Narrensprünge fielen und der nach der Saison sein Amt abgeben wird, von allen Seiten gewürdigt.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 3. Februar 2026
Restrukturierung bei LISSMAC – Pressemitteilung des Unternehmens

60 Stellen sind weggefallen

Bad Wurzach – Die LISSMAC Maschinenbau GmbH mit Sitz in Bad Wurzach hat ihre Restrukturierung abgeschlossen. Abgebaut wurden rund 60 Arbeitsplätze. Im vergangenen Sommer, als der Bad Wurzacher Handels- und Gewerbeverein (HGV) das Unternehmen besuchte, hatte die Geschäftsleitung gegenüber der Bildschirmzeitung die Zahl der Bad Wurzacher LISSMAC-Beschäftigten mit 350 beziffert. Nachstehend die Pressemitteilung von Seiten des Unternehnens:
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Bad Wurzach
Restrukturierung bei LISSMAC – Pressemitteilung des Unternehmens

60 Stellen sind weggefallen

Bad Wurzach – Die LISSMAC Maschinenbau GmbH mit Sitz in Bad Wurzach hat ihre Restrukturierung abgeschlossen. Abgebaut wurden rund 60 Arbeitsplätze. Im vergangenen Sommer, als der Bad Wurzacher Handels- und Gewerbeverein (HGV) das Unternehmen besuchte, hatte die Geschäftsleitung gegenüber der Bildschirmzeitung die Zahl der Bad Wurzacher LISSMAC-Beschäftigten mit 350 beziffert. Nachstehend die Pressemitteilung von Seiten des Unternehnens:
Ausführlicher Bericht

Bad Wurzach lehnt Biosphärengebiet ab

Bad Wurzach (dbsz) – Bad Wurzach steigt aus dem Prüfprozess zur Schaffung eines Biosphärengebietes in Oberschwaben aus. Mit 17 zu 4 Stimmen wurde am Montagabend (13.10.) in der Gemeinderatssitzung der Antrag der CDU-Fraktion angenommen. Ein Antrag der zweiköpfigen Fraktion der Grünen auf Vertagung einer Beschlussfassung wurde mit derselben Mehrheit abgelehnt. Die Entscheidung Bad Wurzachs gilt als schwerer Rückschlag für den Prozess, verfügt die Stadt doch mit dem Wurzacher Ried über ein Herz…
Stadtkämmerer Kunz hat die Geschäftsführung übernommen

Stadt muss den Kurbetrieb mit 1,5 Millionen Euro stützen

Bad Wurzach – Der in Schieflage geratene Städtische Kurbetrieb rechnet für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Defizit von 1,54 Millionen Euro, wofür die Stadtkasse geradestehen muss. Am 1. Januar hat Stadtkämmerer Stefan Kunz die kommissarische Geschäftsführung beim Kurbetrieb übernommen.
Leserbrief

Fragwürdige Sehnsucht nach dem „Wurzacher Turm”

Zum Artikel „Stadt muss den Kurbetrieb mit 1,5 Millionen Euro stützen” (DBSZ am 28.1.)
von Erhard Hofrichter
veröffentlicht am 28. Januar 2026
Fachschaft Musik glänzte

Konzert des Salvatorkollegs auf dem Gottesberg

Bad Wurzach – Die Fachschaft Musik des Salvatorkollegs gab am Samstag, 24. Januar, ein gelungenes Konzert zum Jahreswechsel in der Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg. Bläserensemble, Vokalensemble, Gitarrenquartett und Chor konzertierten gemeinsam mit schuleigenen Solisten mit Musik von Klassik über experimentell bis Pop.
mit Bildergalerie
veröffentlicht am 30. Januar 2026

TOP-THEMEN

Bad Wurzach
Bad Wurzach (rei) – Es ist die große Bad Wurzach-Initiative: die Belebung des Kurhauses durch eine Genossenschaft. Me…
Wangen – Wintersonne über dem verschneiten Allgäu, glitzernde Dächer und leise Töne aus offenen Fenstern – Wangen hat…
Bad Wurzach – Der in Schieflage geratene Städtische Kurbetrieb rechnet für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Defizit…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

VERANSTALTUNGEN

Bad Wurzach