CDU mit 37,2 % klar vor den Grünen (25,8 %)
Bad Waldsee (rei) – Anders als im Land liegt die CDU in Bad Waldsee klar vor den Grünen: Die Christdemokraten holten in Bad Waldsee 37,2 Prozent; auf die Grünen entfielen hier 25,8 Prozent, was deutlich unter dem Landesergebnis liegt (30,2 Prozent).
Wie überall im Verbreitungsgebiet der Bildschirmzeitung lag Raimund Haser auch in Bad Waldsee bei den Erststimmen deutlich über dem Ergebnis seiner Partei: Auf ihn entfielen in Bad Waldsee 43,3 Prozent der Erststimmen, seine stärkste Kontrahentin Petra Krebs von den Grünen holte 22,4 Prozent. Haser konnte damit seinen persönlichen Stimmenanteil gegenüber 2021 um sage und schreibe 15 Prozentpunkte steigern – und das bei gestiegener Wahlbeteiligung. Die Differenz zwischen Erststimmenanteil der CDU und Zweitstimmenanteil der CDU darf Raimund Haser als persönlichen Erfolg verbuchen.
Hier das Ergebnis der Landtagswahl in Bad Waldsee (Zweitstimmen = Parteienwahl; in Klammern der Unterschied zu 2021):
CDU: 37,2 Prozent (+ 8,9)
Grüne: 25,8 Prozent (- 8,8)
AfD: 19,9 Prozent (+ 10,4)
SPD: 3,6 Prozent (- 2,3)
FDP: 4,3 Prozent (- 6,9)
Linke: 2,8 Prozent (+ 0,4 )
BSW: 1,2 Prozent (nicht angetreten)
Nachstehend das Ergebnis bei den Erststimmen (Personenwahl):
Raimund Haser, CDU: 43,3 Prozent
Petra Krebs, Grüne: 22,4 Prozent
Carmen Haug, AfD: 20,7 Prozent
Rosa Hübner, SPD: 4,9 Prozent
Daniel Derscheid, FDP: 4,9 Prozent
Sophie Heiß, Linke: 3,8 Prozent
Carmen Haug (AfD), wohnhaft in Bad Waldsee, lag mit ihrem Erststimmen-Anteil von 20,7 Prozent nur unwesentlich über dem Bad Waldseer Zweitstimmenanteil ihrer Partei (19,9 Prozent). Da es nur sechs Wahlkreisbewerber gab, im Wahlkreis aber 23 Parteien / Listen antraten, kann ein personenbezogener Effekt bei Carmen Haugs Erststimmenergebnis nicht herausgelesen werden. Auf der Landesliste der AfD auf Platz 8 platziert, zieht sie in den Landtag ein (die AfD holte insgesamt 35 Mandate, davon 34 Listenmandate).
Die Wahlbeteiligung lag in Bad Waldsee mit 70,6 Prozent über dem Landesschnitt (69,6 Prozent).

18.00 Uhr im Engelsaal (Altbau des Neuen Rathauses): Die Auszählung beginnt. Foto: Erwin Linder
Raimund Haser (CDU) gewann das Direktmandat im Wahlkreis Wangen-Illertal (WK 68) klar mit 43,7 Prozent vor Petra Krebs (Die Grünen) mit 22,3 Prozent und Carmen Haug (AfD) mit 20,0 Prozent; er holte somit das Mandat von Petra Krebs (Die Grünen) zurück, die vor fünf Jahren gesiegt hatte (Haser war damals als stimmenstarker Verlierer über die Zweitauszählung in den Landtag eingerückt). Vor zehn Jahren war das Duell Haser – Krebs zugunsten des CDU-Politikers ausgegangen. Damals zog Petra Krebs über die Zweitauszählung in den Landtag ein. Diesmal war sie über die Landesliste abgesichert (was bei Haser faktisch nicht der Fall war).
Besonders starke Ergebnisse im Verbreitungsgebiet der Bildschirmzeitung hatte Haser in Bad Wurzach (49,6 Prozent), Aichstetten(48,9 Prozent), Kißlegg (48,6 %), Leutkirch (46,4 %) und Aitrach (45,3 %). In Bad Waldsee erreichte er die oben genannten 43,3 %, in Isny 38,8 % und Aulendorf 35,1 %. Im Wahlkreis Wangen-Illertal insgesamt entfielen 43,7 Prozent der Erststimmen auf ihn. Raimund Haser erzielte damit das drittbeste Ergebnis aller 56 direkt gewählten CDU-Landtagsabgeordneten – nach Manuel Hagel (47,1 Prozent; Wahlkreis Ehingen) und Thomas Dörflinger (46,4 Prozent; Wahlkreis Biberach)














