Jugendgemeinderat informierte zur Landtagswahl
Leutkirch – Bei der anstehenden/vergangenen Landtagswahl gilt erstmals das neue Wahlalter ab 16 Jahren. Der Jugendgemeinderat hatte im Vorfeld ein umfassendes Informationsangebot für alle Erstwählerinnen und Erstwähler in Leutkirch auf die Beine gestellt.
Bei der anstehenden Landtagswahl gilt erstmals das neue Wahlalter ab 16 Jahren. Der Jugendgemeinderat hatte im Vorfeld ein umfassendes Informationsangebot für alle Erstwählerinnen und Erstwähler in Leutkirch auf die Beine gestellt. Neben einer Podiumsdiskussion, einem Politik-Talk bei Spaghetti und einem Brief an alle Erstwähler bot er auch Führungen für Schulklassen durch die Ausstellung „Hey KI, wen wähl’ ich im Ländle?“ an. Für diese Ausstellung erstellte eine KI Bilder auf Grundlage der Wahlprogramme der Parteien. Stephan Wandinger, Leiter der örtlichen Volkshochschule, hatte die Ausstellung nach Leutkirch geholt und den Jugendgemeinderat eingeladen, sie gemeinsam zu nutzen.
„Die KI hat ihre Grenzen”
„Guten Morgen“, begrüßt Michl Mendler die zehnte Klasse der Otl-Aicher-Realschule. Er ist zweiter Sprecher des Jugendgemeinderates und möchte den Schülerinnen und Schülern heute Grundlagen an die Hand geben, um eine informierte Wahlentscheidung treffen zu können. Zunächst erklärt er, wie die Landeszentrale für politische Bildung bei der Konzeption der Ausstellung vorgegangen ist. „Eine KI – in diesem Fall ChatGPT – wurde mit dem Wahlprogramm gefüttert und sollte dieses in ein Bild übersetzen. Was ihr hier seht, sind also Möglichkeiten, wie die Zukunft aussehen könnte, wenn nur diese eine Partei 100 Prozent ihrer Vorhaben umsetzt. Koalitionen und weitere Einflüsse der Realität fließen dabei natürlich nicht mit ein.“ Bei näherer Betrachtung der Bilder kommen schnell Fragen auf: So fehlen bei den Grünen Windräder. Und die Drohnen bei der CDU – wofür stehen sie genau? „Die KI hat ihre Grenzen, und manchmal ist sie sich selbst nicht ganz sicher“, kommentiert Mendler. Interessant wird es auch bei der Frage, was sich in einem Bild überhaupt nicht darstellen lässt. Steuerpolitik, Finanzpolitik oder Bildungspolitik – die Liste ist lang und umfasst viele Themen, die für die politische Gestaltung der Zukunft eine zentrale Rolle spielen.
Dennoch empfinden die Klassen die Ausstellung als sehr hilfreich. Sie zeigt wichtige Politikfelder und die unterschiedlichen Ausrichtungen der Parteien und macht sie durch die Bildform besonders greifbar. So entsteht ein Zugang zu dem breiten Themenfeld Politik, mit dem die Jugendlichen nun erstmals als aktive Wählerinnen und Wähler in Berührung kommen.
„Meine Schüler haben noch lange diskutiert“
Am Ende der Führung soll jede Klasse zwei Parteien auswählen, deren Aussagen anschließend noch einmal genauer betrachtet werden. Beliebte Kombinationen sind etwa CDU und Grüne oder Linke und AfD. Danach geht es zurück in die Schule. „Meine Schüler haben noch lange danach darüber diskutiert“, berichtet eine Lehrerin. Offenbar konnte das Interesse an Politik geweckt werden.











