Astrid Schröder zeigt „MALEREI ALS ZEICHNUNG“
Bad Waldsee – In der „kleinen galerie“ im Haus am Stadtsee in Bad Waldsee wird am 8. März um 11.00 Uhr die Ausstellung „MALEREI ALS ZEICHNUNG“ von Astrid Schröder eröffnet. Galerieleiter Axel Otterbach schreibt in der Einladung:
Wenn man sich mit der Kunst von Astrid Schröder beschäftigt, muss man sich zwangsläufig mit dem Phänomen der Linie auseinandersetzen. Die 1962 in Wilhelmshaven geborene Künstlerin, die in München studierte, zeigt in Bad Waldsee unter dem Titel MALEREI ALS ZEICHNUNG eine Auswahl ihrer Arbeiten aus den letzten Jahren.
Die Meinungen und die Gedanken zur Linie als elementares Gestaltungselement und Inbegriff des Zeichnerischen unterscheiden sich deutlich. Eugène Delacroix (1852) lehnt die Linie ab mit der Begründung, die gerade Linie kommt in der Natur nicht vor. Friedrich Hundertwasser (1958) hält die gerade Linie für unmenschlich und sogar für gottlos. Wassily Kandinsky (1926) hingegen sieht in der geometrischen Linie ein unsichtbares Wesen und den Sprung aus dem Statischen in das Dynamische.
Astrid Schröder „zeichnet“ mit dem Farbpinsel Linien. Diese verlaufen vertikal oder horizontal und werden streng parallel zueinander angeordnet. Störung als Strukturprinzip. Wiederholung von Linien, die durch „Störungen” in der Struktur hindurchgehen und dann in eine Art Ordnung zurückkehren, spiegelt ein zyklisches Bild von Kosmos und Chaos wider, das in vielen metaphysischen Konzepten zentral ist, Die Unregelmäßigkeiten in den Linien, das „Aus- dem-Tritt-Geraten”, können als Symbol für die Unvorhersehbarkeit und das Unkontrollierbare des Lebens und der Welt angesehen werden. Diese Störungen sind jedoch nicht chaotisch im negativen Sinne, sondern Teil eines größeren Ordnungsprozesses. Ähnlich wie in vielen metaphysischen Weltbildern, in denen Chaos und Unordnung als notwendige Teile des kosmischen Ganzen verstanden werden, erscheinen die „Fehler“ in Schröders Arbeit nicht als Widerspruch zur Ordnung, sondern als deren integraler Bestandteil.
Bis 19. April
Die Einführung hält Thomas Warndorf aus Singen. Die Ausstellung ist bis 19. April zu sehen.
Unter “Downloads” haben wir die Einladung hinterlegt















