Energieteam nimmt Arbeit auf
Bad Waldsee – Ein wichtiger Schritt für die strategische Weiterentwicklung des kommunalen Klimaschutzes ist getan: Am Montag, 9. Februar, traf sich das Energieteam der Stadt Bad Waldsee zur Auftaktsitzung im Rahmen des Projekts „Zukunftskommune“. Dem Gremium gehören Bürgermeisterin Monika Ludy, Klimaschutzmanager Michael Kreis, Vertreter verschiedener Fachbereiche der Verwaltung sowie Mitglieder der Gemeinderatsfraktionen an.
Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Oberschwaben, stellte das neue Programm vor. „Zukunftskommune“ löst den bisherigen European Energy Award ab, der seit Anfang 2026 in Deutschland nicht mehr angeboten wird. Ziel ist es, Kommunen mit einem schlanken, messbaren System auf dem Weg zur Energieautarkie und Klimaneutralität zu begleiten.
Grundlage bildet eine strukturierte Bestandsanalyse mit anschließender Maßnahmenplanung und regelmäßiger Fortschrittskontrolle. Vorgesehen sind Arbeitstreffen, Sachstandsberichte sowie der Austausch mit anderen teilnehmenden Kommunen.
Acht Handlungsfelder
Die Analyse bewertet acht zentrale Handlungsfelder, darunter Strom, Wärme, Mobilität, Energieeffizienz, nachhaltiges Bauen und Klimaanpassung. Die Stadt bezieht bereits vollständig Ökostrom; der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix der Gesamtgemarkung liegt bei rund 59 Prozent. Im Bereich Wärmeversorgung bestehen weiterhin Entwicklungspotenziale, etwa beim Ausbau von Nahwärmenetzen.
In weiteren Bereichen wurden bereits Maßnahmen angestoßen, darunter der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden, die Elektrifizierung des Fuhrparks sowie Verbesserungen der Rad- und Fußwegeinfrastruktur. Ziel ist es, die bestehenden Klimaschutzaktivitäten künftig stärker zu bündeln, transparent darzustellen und messbar weiterzuentwickeln.
Maßnahmeliste
Die geplante Maßnahmenliste umfasst zusätzliche Photovoltaikprojekte, erneuerbare Wärmeversorgung, nachhaltiges Bauen sowie Vorhaben zur Förderung klimafreundlicher Mobilität und zur Sensibilisierung von Bürgerschaft und Schulen.
„Praxisorientierter Ansatz, konkrete Maßnahmen”
Bürgermeisterin Monika Ludy begrüßt den Start des Projekts ausdrücklich: „Ich freue mich sehr, dass wir nun mit der Zukunftskommune starten. Besonders überzeugt mich der praxisorientierte Ansatz, der uns hilft, konkrete Maßnahmen strukturiert umzusetzen. Gleichzeitig ermöglicht das Projekt einen direkten Vergleich mit anderen Kommunen – hier können wir voneinander lernen.“ Sie sehe darin einen deutlichen Mehrwert für die Stadt und blicke positiv auf die weitere Zusammenarbeit.













