Die Fünfte Jahreszeit im Waldkindergarten
Bad Wurzach – Mit dem Besuch der Narrenzunft d´ Langjupp Seibranz begann im Waldkindergarten die bunteste Jahreszeit nach dem Herbst. Zwei Vertreterinnen, Diana Minsch und Kerstin Stehmer, überraschten die Kinder mit einem liebevoll gestalteten Figurentheater über die Sage von der Langjupp („Dugget eich – d´ Langjupp schleicht!“). Ob, die große alte Frau mit dem langen Rock immer noch durch die Wälder zwischen Zeil und Seibranz schleicht?
Gesehen haben die Kinder sie bis jetzt noch nicht. Aber schnell mal in die Rolle d´Langjupp schlüpfen, bitte gern. Und schon wurde freudenstrahlend die aufwendig geschnitzte Maske auf den Kopf gesetzt. Ab diesem Tag wurde es immer bunter im Waldkindergarten. Kostümierte und geschminkte Kinder, Rätsel, Lieder und Spiele zur fünften Jahreszeit füllen ab jetzt das Tagesprogramm.
Am Mittwoch vor dem Gumpigen Donnerstag, half zur närrischen Einstimmung auf die morgige Fasnetfeier das Quatsch- und Bewegungslied „Tschu Tschu Wa“ und statt eines Narrenbaumstellens, schmückten die Kinder die Obstbäume vor den Bauwagen mit selbsthergestellten bunten Bommeln, vielen Luftballons und Luftschlangen.
Im Zeichen des Zirkus
Der Gumpige Donnerstag stand ganz im Zeichen des Zirkus. Das farbenfrohen Schwungtuch zwischen den Bäumen aufgehängt, die Bänke kreisförmig darunter und tata, schon trafen sich alle in der Manege und lauschten der Zirkusmusik und den Ausführungen der Zirkusdirektorin. Doch wer kommt denn da? Clown Froni möchte mit der Zirkusdirektorin wetten. Kein Problem. Nicht nur die Kinder mussten herzhaft lachen, als Froni versuchte zwei Klobürsten zu balancieren. Doch danach war Schluss mit Gucken, es galt nun, selbst Kunststücke und Fertigkeiten an den vier Stationen auszuprobieren. Denn die eigentliche Hauptaufführung gestalteten die Kinder zu ihrer eigenen Überraschung selbst. Beim Seiltanz auf der Slackline mit einem Schirm in der Hand, Riesenseifenblasen zaubern, Popowackeln beim Tanzen oder beim Jonglieren von Tüchern, Tellern und Diabolos, fand jedes Kind etwas, das es gern vorführen wollte. Das war ein großes Staunen und es gab lauten Applaus. Clown Froni ließ es sich zum Abschluss auch nicht nehmen, noch eine letzte Wette abzuschließen und trickste die Zirkusdirektorin aus, an das Glas Wasser zu gelangen ohne dabei den über das Glas gestülpten Hut zu berühren.
Doch alles hat irgendwann ein Ende, denn nur die Wurst hat zwei. Und somit geht die schöne Fasnetzeit im Waldkindergarten am Aschermittwoch mit dem Kehraus und dem Verbrennen der Fasnetdeko zu Ende. Und ein genussvoller Ausklang am Lagerfeuer mit einem Stockbrot in der Hand, bietet Raum für einen Austausch zwischen den Kindern und den pädagogischen Fachkräften über die nächsten möglichen und spannenden Projekte im Wald.
















