Die „Prinz Erwin“ lief vom Stapel
Bad Waldsee – Am Gumpigen Dunschtig zur Narrenzeit um 11.11 Uhr wurde eines der bestgehüteten Geheimnisse der Fasnet 2026 enthüllt: Die „Prinz Erwin“, das Narrenschiff der Waldseer Prinzengruppe, „lief vom Stapel“.
Mehr als 800 freiwillige Arbeitsstunden und ein halber Finger stecken in diesem nigelnagelneuen Narrenschiff. „Mein ganzes Schreinerleben bin ich ohne die geringste Verletzung durchgekommen. Aber jetzt beim Narrenschiff, zack, die Säge abgerutscht und im Krankenhaus konnte der halbe Finger nicht mehr angenäht werden”, erzählt Gere Frick, der jetzt neuneinhalbfingrige Schiffsbauer.
Vor einer großen Menschenmenge trotzte die Prinzengruppe dem Nieselregen und nahm ihr neues Gefährt mit bester Laune und viel Musik in Besitz. Eine perfekte Bühne für den Hofmarschall. Weil das Narrenschiff doch um etliches größer ist als das bisherige Prinzen-Gefährt, stellt sich die Frage, wie kommt die „Prinz Erwin“ denn ums Hirscheck rum. Flugs wurde ein neuer Narrenspruch kreiert: „Numm um’s Eck.“
Der Umzug heute wird’s zeigen, wie die Narren die Ecken umschiffen.
Text und Foto: Erwin Linder
Frage der fasnetsunkundigen Redaktionsleitung in Bad Wurzach: Warum heißt die „Prinz Erwin“ Prinz Erwin? Ist das Schiff am Ende gar nach Dir benannt, lieber Erwin Linder?
Um 12.30 Uhr kommt die Antwort unseres Reporters an der Fasnetsfront: „Es kennt sei”, sagt „Erre” Linder, „es kennt sei, dass das Narrenschiff nach Erwin Hymer benannt ist.” Zur Erläuterung: Es geht die Sage, Gerda Hymer, des Caravan-Pioniers Witwe, habe die Herstellung des Fasnetsgefährts mit einer Geldspritze befördert.
Noch eine Frage der neugierigen Redaktionsleitung: Etz isch Hochfasnet. Aber – Achtung, Wermutstropfen – irgendwann ist alles vorbei. Und dann wird die wunderschöne Fasnet zu Grabe getragen. Wer macht dabei den Fasnetspfarr’? Das ist das nächste Geheimnis der Waldseer Fasnet 2026.










