Samuel Bosch tritt zur OB-Wahl am 8. März an
Ravensburg (rei) – Samuel Bosch, 23-jähriger Öko-Aktivist, der seit fünf Jahren im Altdorfer Wald lebt, unter einfachsten Bedingungen, in Baumhäusern, aus Protest gegen Kiesabbau, getragen von einer nennenswerten Unterstützerbasis – dieser Außenseiter tritt bei der Oberbürgermeisterwahl in Ravensburg an. Beobachter räumen dem Outlaw, der wiederholt mit dramatischen Aktionen wie waghalsigen Enthüllungen von Bannern in schwindelerregender Höhe aufgefallen war und deshalb auch schon in Kontakt mit der Justiz geraten ist, wenig Chancen ein, den seit 16 Jahren amtierenden Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp bei der Wahl am 8. März zu schlagen. Vermutlich auch der jugendliche Kandidat selbst nicht. Ihm geht es wohl um etwas anderes: ein Zeichen zu setzen in Sachen Klimagerechtigkeit. In seiner heute (9.2.) um 19.43 Uhr verbreiteten Pressemitteilung schreibt Samuel Bosch Folgendes:
„Seit Jahren setzen wir uns in Ravensburg für Klimagerechtigkeit ein. Der glücklichste Moment dabei war, als der Gemeinderat einstimmig den Klimakonsens beschloss. Dieser besagt, dass Ravensburg sein gerechtes CO2-Budget zum 1,5-Grad-Limit einhalten möchte und dafür angemessene Maßnahmen ergreift. Doch leider ist seitdem fast nichts passiert. Ravensburg hat sich nicht als Klimastadt, sondern als Stadt der bloßen Verbal-Ökologie hervorgetan: Also viel reden – wenig tun. An der Spitze der Misere steht als Ober-Verbalökologe der Oberbürgermeister Daniel Rapp, doch auch große Teile des Gemeinderats blockieren lieber als zu ermöglichen.“
“Auch im Sozialen gibt es Nachholbedarf”
Weiter schreibt Bosch: „Auch bei sozialen Themen gibt es in Ravenburg ordentlich Nachholbedarf. Steigende Mieten, Leerstand, Kitagebühren und vieles mehr sind die Folgen.“
“Eine Option für die Opposition”
Für die „nichtklimagerechte Politik“ in Ravensburg sei zuvorderst Daniel Rapp verantwortlich. Bosch: „Der einzige aussichtsreiche Kandidat bei dieser Wahl ist für diese nicht klimagerechte Politik der letzten Jahre verantwortlich. Das kann man nicht so stehen lassen! Um Wähler:innen, die sich eine schnellere und sozialgerechtere Klimapolitik wünschen, sichtbar zu machen und der Opposition eine Option zugeben, habe ich, Samuel Bosch, mich für den 8. März in Ravensburg zur Oberbürgermeisterwahl aufstellen lassen. Ich denke, man darf angesichts der Klimakrise nichts unversucht lassen. Das Thema Klimagerechtigkeit gehört auf den Tisch und in die Mitte der Diskussion! In die Mitte allen Handelns gehört natürlich vor allem der Klimakonsens und damit die lokale Verkehrs-, Energie- und Wärmewende, aber auch die sozial gerechte Gestaltung dieses Wandels.“
Unter https://rav-klima-gerecht.de hat Samuel Bosch im Internet sein Wahlprogramm hinterlegt.

Dem Klima-Aktivisten Samuel Bosch hat das Oberschwaben-Magazin „Blix“ die Titelgeschichte der Januar-/Februar-Ausgabe gewidmet.





