Konzert des Salvatorkollegs auf dem Gottesberg
Bad Wurzach – Die Fachschaft Musik des Salvatorkollegs gab am Samstag, 24. Januar, ein gelungenes Konzert zum Jahreswechsel in der Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg. Bläserensemble, Vokalensemble, Gitarrenquartett und Chor konzertierten gemeinsam mit schuleigenen Solisten mit Musik von Klassik über experimentell bis Pop.
Während bereits in vielen Orten in der Region die Fasnet Einzug gehalten hat, konzertierten die Schüler des Salvatorkollegs unter dem Motto „Omnia tempus habent (Alles hat seine Zeit)“ in der Gottesbergkirche noch in gänzlich weihnachtlicher Atmosphäre. Kein Wunder, dass die Schulband nach der Begrüßung durch Schulseelsorger Pater Mariusz gemeinsam mit dem Vokalensemble das etwa einstündige Konzert passend mit „The sound of silence“, dem Evergreen von Simon & Garfunkel, eröffnete.
Solisten, Chor und Textrezitationen
Nach „Somewhere over the Rainbow“ aus dem Film „Der Zauberer von Oz“, ebenfalls von der Schulband gespielt, schritt Corinna Föhr als Rezitatorin von Texten aus dem Zyklus „Concerto di voci“ von Carl Orff, unter den pochenden Klängen der großen, von Hannah Gräber geschlagenen, Trommel durch den Mittelgang der Kirche nach vorne. „Alles hat seine Zeit, jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit, Geborenwerden und Sterben … Töten und Heilen … Weinen und Lachen … Suchen und Finden … Lieben und Hassen, Krieg und Frieden,“ heißt es darin unter anderem. Diese auf den biblischen Texten des Buches Prediger basierende Texte nahm anschließend der an beiden Seiten der Kirche postierte Chor bei seinem Sprechgesang mit auf. Bei den Textrezitationen des Chores beteiligt waren: Mia Haser, Neviah Häfele, Feline Miller, Leonie Geiss, Hannah Geyer, Elisa Sauter, Corinna Föhr, Marian Eiden, Severin Vogt, Kilian Binzer, Vitus Vogt, Timo König, Alisa Gentner und Jonna Radke.
Mit der hervorragend interpretierten „Sonate in G-Moll“ von Johann Sebastian Bach geleiteten Anna Butscher an der Querflöte und Bernadette Vogt am Piano die Atmosphäre wieder in ruhigere Gefilde. Später zeigten die Beiden noch einmal mit „Aria“ von John Rutter ihr großes musikalisches Können.
Noch zweimal trat der Chor mit Textrezitationen auf: Mit „Zeit des Tanzens“ im Mittelgang und „Zeit des Untergangs“ an den Seiten. Dazwischen konzertierte das Gitarrenensemble um Gisela Hecht mit Corinna Gut, Valerie Gut und Nora Mangler u.a. mit zwei Menuetten und „All in the Garden green“ einem von John Playford 1650 geschriebenen Renaissance-Tanz.
Musikalische Leitung durch Christine Braig
Bei „Haniel“ einem auf Klezmer-Musik basierenden Stück des zeitgenössischen deutschen Komponisten Peter Przystaniak konnte sich Elise Kazmaier mit ihrer Violine, neben Christine Braig am Piano, der musikalischen Gesamtleiterin dieses Konzertes, auszeichnen.
Engelsgleiche Stimmen bot das Vokalensemble bei den beiden John Rutter Stücken „The Peace of God“ und „I will sing with the spirit“ sowie „Caresse sur l´ocean“ bei dem sich Elise Kazmeier und Hannah Gräber als Solistinnen auszeichnen konnten. Als drittes Stück hatte das Vokalensemble von John Rutter „I will sing with the spirit“ einstudiert. Auch „Aria“, das Anna Butscher mit ihrer Querflöte und Bernadette Vogt am Klavier danach präsentierten, stammt aus der Feder des englischen Komponisten und Dirigenten, der vor wenigen Monaten im benachbarten Rot an der Rot aus Anlass des Klosterjubiläums einen Auftritt hatte, ehe Schulleiter Klaus Amann einige Schlussworte zu dem Konzert und Pater Mariusz ein Gebet sprachen.
Damit war das Konzert jedoch noch nicht zu Ende: Vokalensemble, Schulchor sowie Elise Kazmaier und Anna Butscher sangen und spielten gemeinsam ein weiteres John Rutter-Stück: Give me wings. Corinna Föhr ließ danach mit einer weiteren Rezitation aus Omnia tempus habent das Konzert noch nachklingen.
Der Eintritt für das Konzert war frei, aber alle Beteiligten freuten sich über großzügige Spenden, die zum einen der Blindenschule der Venerini Schwestern in Assam Indien, zum anderen weiteren musikalischen Schulprojekten der Fachschaft Musik zugute kommen werden.
Text und Bilder: Uli Gresser
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