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Nachtrag zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Robert Stützle

Jahrzehnte im Dienst der Allgemeinheit



Foto: Uli Gresser
Robert Stützle, frischgebackener Ehrenbürger, trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Rechts neben Bürgermeisterin Alexandra Scherer Frau Stützle.

Bad Wurzach – Im Rahmen des diesjährigen Neujahrsempfanges der Stadt Bad Wurzach wurde der ehemalige Gemeinderat Robert Stützle für sein großes ehrenamtliches Engagement von Bürgermeisterin Alexandra Scherer zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Die Bildschirmzeitung „Der Wurzacher“ hat darüber noch in der Nacht nach der Ehrung berichtet. Hier nun unser ausführlicher Bericht:

Mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde würdigt die Stadt Personen, die sich im Ehrenamt in außerordentlicher Weise Verdienste um die Stadt, um die Menschen, die hier leben, erworben haben. Es ist die höchste Auszeichnung, die Bad Wurzach zu vergeben hat. Alois Fimpel, der sich als Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter um seine Heimatstadt verdient gemacht hat, sowie Bürgermeister a.D. Helmuth Morczinietz, dem diese Ehre bei seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jahre 2002 vom damaligen Ersten Bürgermeister Robert Stützle verliehen wurde, sind die beiden aktuell noch lebenden Ehrenbürger von Bad Wurzach.

„Heute habe ich nun die Ehre, die Ehrenbürgerwürde der Stadt Bad Wurzach an Herrn Robert Stützle zu verleihen und ihm dazu den Ehrenbürgerbrief der Stadt Bad Wurzach zu überreichen“, erklärte Bürgermeisterin Alexandra Scherer zu Beginn der würdigen Zeremonie. Dies erfolge auf Beschluss des Gemeinderates, der dies in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 17. November 2025 festgelegt hatte.

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Der Moment der Bekanntgabe: Robert Stützle (links) ist Ehrenbürger! Ganz rechts im Bild applaudiert Alois Fimpel, einer der beiden seitherigen lebenden Ehrenbürger. Der andere Ehrenbürger – Helmuth Morczinietz – konnte nicht anwesend sein.

Ein sich eher still und bescheiden freuender Ehrenbürger.

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Kommunalpolitisch, sozial-caritativ und kulturell engagiert

Robert Stützle habe sich diese Ehre unter anderem durch sein vielfältiges Mitwirken in der Kommunalpolitik verdient, sagte Bürgermeisterin Alexandra Scherer in ihrer Würdigung; Stützle war von 1999 bis 2014 Mitglied des Gemeinderates, davon von 2001 bis 2014 Erster Stellvertreter des Bürgermeisters; auch als Kreisrat (2014 – 2019) habe er sich immer aktiv für die Belange der Stadt eingesetzt. Seit 2020 ist er aktiv im Verein Füreinander-Miteinander, seit 2021 als dessen Vorsitzender. Seit deren Gründung im Jahre 2023 ist er Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Bad Wurzach; durch seine Beharrlichkeit hat er entscheidend in den Jahren zuvor mit zu deren Gründung beigetragen. Seit 2018 hilft er im Tafelladen mit. Seit 1991 ist er Stadtführer für die Bad Wurzach-Info, so im vergangenen Jahr auch bei Führungen zum Thema 500 Jahre Bauernkrieg. Seit 1995 ist er im Vorstand des Leprosenhausvereines aktiv. Eine weitere Aktivität: Seit 2022 ist er Jurymitglied der Stiftung Friedrich-Schiedel-Literaturpreis, nachdem er von 2001 bis 2023 in deren Beirat aktiv war.

„Lieber Herr Stützle, es ist gut, dass Sie 2017 in Ruhestand gegangen sind, denn anders wäre so viel ehrenamtliches Engagement gar nicht zu bewältigen. Ein so langes Wirken für das Gemeinwesen und so großer Einsatz über 35 Jahre ist wirklich bemerkenswert“, sagte Bürgermeisterin Alexandra Scherer bei der Verleihung.

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Die Übergabe des Ehrenbürgerbriefes.

Aus der Dankesrede Stützles

In seiner Dankansprache rekapitulierte der frischgebackene Ehrenbürger, wie er im Vorfeld des Neujahrsempfanges von der großen Ehrung erfahren hatte. Kurz vor dem 1. Advent sei er telefonisch zu einem Gespräch mit Frau Bürgermeisterin Scherer eingeladen worden und gefragt, ob er kurzfristig Zeit habe. „Die Zeit hatte ich – aber keine Vorstellung, um was es dabei gehen sollte.“ Mit allem habe er gerechnet, etwa dass die Bürgermeisterin ihn in einer gewichtigen Angelegenheit um Rat fragen würde – nur nicht damit. „Meine Frau konnte es ebenfalls kaum glauben“, sagte Stützle und fügte scherzend hinzu: „Sie kennt mich ja.“

In seiner Ansprache skizzierte er kurz seinen Lebenslauf: Geboren im Spital, behütet aufgewachsen in einer fürsorglichen Familie, habe er eine unbeschwerte Kindergartenzeit im St. Verena-Kindergarten bei Schwester Vera erleben dürfen. Nach der Grundschule besuchte er das Salvatorkolleg, das ihn sehr geprägt habe. Abgesehen von seiner Bundeswehrzeit, habe er immer in seiner Heimatstadt gelebt. Bereits während seiner Schulzeit habe er kürzere Auslandsaufenthalte (Griechenland und Marokko) gehabt und später auch noch einige andere Länder erleben dürfen. Aber nichts sei mit der oberschwäbischen Heimat, „mit der von Gletschern modellierten wunderschönen Landschaft, die Bad Wurzach und unsere Teilorte umgibt“, vergleichbar gewesen. Zum Ehrenamt gebracht hätten ihn Heinrich Fink, Hubert Heinrich und eben Helmuth Morczinietz, auch durch deren Vorbild. Die wichtigsten Vorbilder seien jedoch seine Eltern gewesen. Immer wieder sei er Menschen begegnet, die ihm vertraut, etwas zugetraut und auf ihn gesetzt hätten.

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„Unter vielen bin ich nur einer“

Robert Stützle dankte Bürgermeisterin und Gemeinderat für die Ehrung. Er wisse dies sehr zu schätzen. Bescheiden fügte er hinzu: „Legt man zugrunde, was allein in den zirka 200 Vereinen unserer Stadt von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männer geleistet wird, liegt offen zutage:  Unter vielen bin ich nur einer.“  An seine Frau gerichtet fügt er hinzu: „Und, liebe Ulrike, ohne Dich nur ein halber, höchstens.“

Robert und Ulrika Stützle (er nennt sie „Ulrike”).

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Eintragung ins Goldene Buch der Stadt

Im Anschluss an die Verleihung stand für Robert Stützle ein weiteres Highlight an: Er durfte sich als Ehrenbürger ins Goldene Buch der Stadt eintragen.
Text und Fotos: Uli Gresser

Nachstehend ein Link zu unserer Schnellmeldung, im „Wurzacher“ eingestellt bereits in der Nacht nach der Verleihung der Ehrenbürgerwürde (16.1.). Jenem Artikel angehängt ist die Dankesrede von Robert Stützle im Wortlaut.

Anm. d. Red. in eigener Sache: Die verspätete Veröffentlichung geht nicht zu Lasten unseres Reporters, der zeitig geliefert hat. Unsere kleine Redaktion ist derzeit verstärkt mit auswärtigen Aufgaben befasst.



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