Großer Andrang bei Cem Özdemir in Leutkirch
Leutkirch – Am 10. Januar trat Cem Özdemir, der Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl, bei einer Wahlveranstaltung in Leutkirch auf. Hier der Bericht von Seiten der Partei; auch die Zwischentitel stammen von der externen Autorschaft:
Die Malztenne der Brauerei Härle war am Samstagvormittag (10.1.) bis auf den letzten Platz gefüllt. Rund 300 Besucherinnen und Besucher kamen, um Cem Özdemir, den Grünen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, zu sehen. Das Interesse war dabei so groß, dass die Sitzplätze nicht mehr ausreichten und viele Menschen stehen mussten. Brauerei-Chef Gottfried Härle sagte, er habe in den vergangenen 20 Jahren noch nie so viele Gäste in der Malztenne erlebt. Die Veranstaltung, die von zahlreichen Polizisten gesichert wurde, verlief zu jeder Zeit friedlich.
Moderator Peter Aulmann begrüßte Özdemir unter großem Applaus auf der Bühne. Neben dem Grünen Spitzenkandidaten trat außerdem die Wangener Landtagskandidatin Petra Krebs als Rednerin auf, und auch die Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger war anwesend.
Politik für die Sache
In seiner Rede machte Özdemir deutlich, dass er der nächste Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden will – Stimmen, wonach der Wahlkampf bereits entschieden sei, spornten ihn dabei nur noch stärker an. Ein zentrales Thema seiner Rede war die zukünftige Rolle Europas in der Welt: „Wir brauchen ein starkes Europa“, betonte der 60-Jährige. Gerade in der für Baden-Württemberg so wichtigen Automobilindustrie könne man die Herausforderungen der Zukunft anders kaum bewältigen. Als Beispiel nannte Özdemir hier die Abhängigkeit von Batterien aus China. Deutschland habe hier Fehler gemacht, auf europäischer Ebene könne man diesen Rückstand aber noch aufholen. Hier schlug Özdemir auch die Brücke zur Mobilität der Zukunft. Die Umstellung auf Elektromobilität sei wichtig und müsse gemeinsam angegangen werden. Er warb dafür, politische Ideen nach ihrem Inhalt zu bewerten und nicht danach, von welcher Partei sie kommen. Er wolle Politik „für die Sache“ machen.
Austausch mit dem Publikum
Im Anschluss beantwortete Özdemir Fragen aus dem Publikum. Dabei ging es unter anderem um den Umgangston in politischen Debatten. Besonders in Sozialen Medien fehle ihm oft eine sachliche Diskussion. Deshalb sprach er sich erneut für ein Verbot von TikTok und Instagram für Jugendliche unter 16 Jahren aus. Zum Thema AfD sagte Özdemir, er wolle den Dialog mit deren Wählern suchen und sich mit den Sorgen der Menschen auseinandersetzen.
Petra Krebs nutzte ihren Auftritt, um eigene politische Schwerpunkte zu setzen. Sie betonte die Bedeutung von Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit und Gesundheitspolitik. Klimaschutz und soziale Fragen müssten zusammen gedacht werden, sagte die Landtagsabgeordnete, gerade auch mit Blick auf eine größere Chancengerechtigkeit für Frauen und jüngere Menschen.
Anm. d. DBSZ-Red.: Mitteilungen / Stellungnahmen von (kommunal)politischen Vereinigungen / Akteuren enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Wir gestalten im Hinblick auf die kommenden Wahlen Berichte von politischen Akteuren in der Optik von Leserbriefen, also mit kursiv gesetztem Titel.











