Die erste Werktagsmesse in der restaurierten Kapelle
Osterhofen – Die barocke Kapelle in Osterhofen erstrahlt in neuem Glanz. Aber sie ist mehr als ein bauliches Schmuckstück. Sie ist Gebetsstätte für die Leute am Ort und auch für die beiden altehrwürdigen Osterhofener Gebetsbruderschaften ist sie die traditionelle Heimstatt. Sieben Jahre lang war die Kapelle geschlossen gewesen – aus baupolizeilichen Gründen und wegen Verzögerungen bei der Restaurierung. Nun lebt die örtliche religiöse Praxis wieder auf.
Am 8. Januar kamen die Osterhofer erstmals wieder zu ihrer lange vermissten Donnerstagmesse zusammen. Um 9.00 Uhr versammelten sich nicht weniger als 37 Gläubige zur Feier einer Eucharistie. Pfarrer Stefan Werner war der Zelebrant. In seiner kurzen Predigt stellte er die Menschwerdung Gottes in den Mittelpunkt und warb darum, den Glauben an dieses Wunder zu bewahren. Franz Maucher, Vorstand der Jüngeren Marianischen Bruderschaft, hielt die Lesung. Mesnerin war Marianne Ploil.
Donnerstags alle zwei Wochen
Am Schluss des Gottesdienstes skizzierte Pfarrer Werner die künftige religiöse Nutzung. Demnach soll es im zweiwöchentlichen Wechsel eine Eucharistiefeier und eine von einem Laien-Team gestaltete Wort-Gottes-Feier geben. Das letzte Wort hierzu hat der Kirchengemeinderat von Haisterkirch in Absprache mit den Waldseer Pfarrern.
Die Osterhofener Donnerstagsmesse vom 8. Januar 2026 war nach der Bruderschaftsmesse der Jüngeren Marianischen Bruderschaft, gefeiert am 11. Dezember 2025, erst die zweite Eucharistiefeier nach der Restaurierung. Zur Wiedereröffnung am 7. Dezember 2025 hatte es eine Wortfeier gegeben.
Die Jüngere Marianische Bruderschaft (gegründet 1718) war nach der Langzeitunterbrechung erstmals am 11. Dezember 2025 wieder in „ihrer“ Kapelle zusammengekommen. Die Ältere Marianische Bruderschaft (von 1702) trifft sich am 12. Februar in der Kapelle zu ihrer Bruderschaftsmesse.
Die Osterhofener Kapelle „Mariä Opferung“ mit ihren wunderschönen Eustachius-Gabriel-Fresken wird auch über die religiöse Praxis hinaus genutzt. So hat der Männerchor Haisterkirch am 22. Dezember sein Haistergauer Adventssingen dort zum Abschluss gebracht.
Gerhard Reischmann












