Haidgauer Narren starteten mit Kuhschwanzlüften
Haidgau – Traditionell startete die Haidgauer Narrenzunft Chadaloh mit Wago und Wolfsleib, Hugibold, Pebo und dem namensgebenden Chadaloh am Dreikönigstag nach dem Angelus-Läuten mit dem „Kuhschwanzlüften“ in die Fünfte Jahreszeit, in diesem Jahr erstmals von einer Haidgauer Fasnetsmusi unterstützt.
Zunftmeister Daniel Wassner freute sich bei seiner Begrüßung, dass viele Haidgauer, aber auch närrische Gäste etwa von der „Gettezunft“ aus Reute, Unterschwarzacher Schwaazer Butzen, ebenso aus dem tiefsten Allgäu von der NZ Lachende Kuh, von den Riedmeckelern aus Bad Wurzach wie auch Narrenfreunde aus Bergatreute, Aichstetten und Gebrazhofen nach Haidgau gekommen waren.
Und weil Konkurrenz das Geschäft belebt, freute er sich auch darüber, dass auch einige Mitglieder der Hoiger Sippe den Weg durchs Schneegestöber zum Rathaus gefunden hatten.
Von – künstlichem – Nebel umwabert stieg der Schwarznarr „Wolfsleib“, vom stiergesichtigen „Wago“ mit seiner Laterne und lautem Klopfen an die Pforte der Wolfshöhle geweckt, aus selbiger gegenüber des Rathauses. Gemeinsam machten sie sich auf die Suche nach den anderen Narren, die dann von allen Seiten zu ihrem närrischen Treiben zum Haidgauer Rathausplatz strömten. Dort erwartete sie die Hoigamer Fasnetsmusi, die unter anderem mit dem von Klaus Wachter komponierten Haidgauer Narrenmarsch die neue, knackig kurze Fasnetssaison mit einläutete.
Mit den alljährlichen von Zunftmeister Daniel Wassner vom Behnalädele des Rathauses herabgesprochenen magischen Worten: „Etz, Ihr Narra, springet zua, und hollet`n raus den Schwanz von dr Kuh!“ wurden die 307 Tage in den Truhen ruhenden Häser vollends zum Leben erweckt und namensgebenden Accessoires zum kräftigen Auslüften hervorgeholt.
Jubiläums-Feuerschale
Und während die Hästräger auf der Straße zur Musik der Hoigamer Fasnetsmusi tanzten, scharten sich die Besucher bei den eisigen Temperaturen gerne um die neue – natürlich mit den Haidgauer Masken verzierte – Jubiläums-Feuerschale.
Der Zunftmeister nutzte die Gelegenheit, seine Narren, aber auch die Besucher, zu den Veranstaltungen der Zunft einzuladen. Am Samstag, 7. Februar, findet um 14.00 Uhr der Haidgauer Umzug statt. Am Gumpigen findet dann wie immer der Kinderumzug und abends Weiberball im Schützenhaus statt. Am Fasnetssamstag, 14. Februar, wird der große Zunftball steigen, ehe man die Fasnet am Fasnetsdienstag zum Ende der Saison am 17. Februar wieder „vergraba“ wird.
Nicht fehlen durften auch in diesem Jahr die Verhaltensregeln seitens des „Chefs“, etwa dass ein Haidgauer Narr seinen Kuhschwanz niemals als Waffe einsetzen und er sich nie auf die Straße setzen wird. Auch einige deftige Fasnetssprüche durften natürlich nicht fehlen. „Selig send dia Mutterkend, dia Dag ond Nacht im Wirtshaus send!“„Lieber Narr sei nicht dumm, und hur´ nicht in d´r Fasnet rum, denn über ois sei dir im klara, dei Alte, dia dut alls erfahra, noch kriagsch des Nudelholz an Birn, noch hosch a Beila an deim Hirn, do basst koi Mask ond au koin Deckel, no bleibsch drhoim und bisch dr Seckel.“
Der Zunftmeister bedankte sich danach noch bei allen an der Organisation des Fasnetsauftaktes Beteiligten. Auch der Feuerwehr fürs Absperren der Straße, dem „Thekenpersonal“ für die Versorgung mit kalten und warmen Getränken sowie der eigens für den Abend gegründeten Fasnetsmusi galt sein Dank.
Neue Mitglieder
Nach der Jubiläumssaison wächst die Narrenschar. So sind Dominic Käppeler, Elmar Baiber und Paul Mohr als passive Mitglieder dazugestoßen. Als Narrensoma aufgenommen wurden Leon Kopf und Elias Käppeler, in die Narrenjugend Hannah Lupfer, Florian Lupfer, Linus reich und Elias Herdrich, zu den „Junggebliebenen“ gesellte sich Armin Lupfer. Nach der Selbstvorstellung einiger Neumitglieder öffnete danach das Schützenhaus St. Hubertus zum Fasnets-Startschuss seine Tür für Narren und Besucher, um die diesjährige Fasnet gebührend zu begrüßen.
Text und Bilder: Uli Gresser
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