Mitmach-Krippenspiel an Heiligabend in St. Martin
Eintürnenberg – Wie in allen Kirchengemeinden in der Region wurde auch in St. Martin in Eintürnenberg an Heiligabend ein Krippenspiel aufgeführt. Aus der Not eine Tugend machend wurde es in diesem Jahr ein ganz Besonderes: Weil in Eintürnen in diesem Jahr nur vier Kinder die Erstkommunion empfangen hatten, wurde das Mitmach-Krippenspiel mit Viertklässlern ergänzt und alle Kinder konnten sich in die Schar der Engel einreihen, die vor dem Hochaltar ihr Lager aufgeschlagen hatten.
Aber nicht nur die Kinder durften sich aktiv an der Handlung beteiligen, sondern auch alle anderen Besucher des von Pastoralreferent Matthias Winstel geleiteten Wortgottesdienstes waren als Chor in die Handlung des vom Kirchengemeinderat einstudierten Spiels mit eingebunden.
Heinz Schele dirgierte als Chorführer von der Kanzel herab die Besucher, während Sabine Sailer und Widia Kiefer die Weihnachtsgeschichte nach Lukas erzählten und Elke Kreck die Fäden des Spieles als Regisseurin in den Händen hielt. Eine weitere Besonderheit: Die Darsteller brauchten keinen Text zu lernen, nur die einzelnen Szenen pantomimisch darstellen.
Und so machten sich, nachdem Kaiser Augustus den Erlass, dass alle Bewohner seines Reiches sich in Steuerlisten eintragen lassen sollten, der Zimmermann Josef mit seiner hochschwangeren Frau Maria auf den Weg von Nazareth nach Bethlehem, seiner Geburtsstadt. Maria war zuvor ein Engel erschienen, der ihr verkündet hatte, dass sie Jesus gebären werde. In Bethlehem angekommen, erwies sich die Herbergsuche als äußerst schwierig: Ausgerechnet der Wirt des „Zum guten Hirten“ war sehr fremdenfeindlich eingestellt und jagte das Paar vom Hof, der nächste Wirt nahm, als er die Schwangerschaft Marias bemerkte, seine Zusage für eine Übernachtungsmöglichkeit zurück. Beim dritten scheiterte es am mangelnden Geld. Doch wenigstens ließ er Maria und Josef in einem Stall übernachten, wo es warm war und wo Maria dann Jesus gebar.
Diese Herbergsuche wurde sehr anschaulich mit einem Zug der Kinder durch die Kirche dargestellt, ehe das Paar direkt vor beim Hochaltar seinen Platz fand, mit den Hirten zu ihren Füßen.
Die Hirten hatten, wie heutzutage noch immer das fahrende Volk, keinen guten Ruf und mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Deswegen wurden sie auch auserkoren, als erste per Engel die Verkündigung von der Geburt Jesu zu erfahren. Der Stern geleitete sie zu dem Stall, wo sie das Kind in der Krippe liegend vorfanden.
Dann war es Zeit, um mit dem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“, von Natalie Schele an der Orgel begleitet, die Geschichte abzuschließen.
Nach den von den Kindern verlesenen Fürbitten für Frieden und dass es allen Kindern auf der Welt besser gehen möge, wies Matthias Winstel vor dem Weihnachts-Segen auf das Friedenslicht aus Bethlehem hin, von dem sich jeder eine kleine Flamme mit nach Hause nehmen konnte. Gemeinsam sangen die Besucher am Ende des Spiels mit den Kindern, ehe das Friedenslicht aus Bethlehem zuhause in den Familien für Freude sorgte.
Bericht und Bilder: Uli Gresser
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