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Flex-, Singe-, und Streicherklassen tragen Früchte

Adventliches Konzert des Gymnasiums Bad Waldsee



Foto: Sabine Volkwein /Gymnasium Bad Waldsee
Liv Uhl am Mikrophon, Anna Müller und Milo Dietrich – alle Unterstufe.

Bad Waldsee – Seit einigen Jahren ist nun absehbar, dass das besondere Musikkonzept am Gymnasium Bad Waldsee Früchte trägt. Die beiden großen Konzerte im Schuljahr zeigen, wie viele Schüler und Schülerinnen an den musikalischen Ereignissen beteiligt sind und somit auch ein großes Publikum mit sich bringen.

In der letzten Schulwoche vor Weihnachten, am 17. Dezember, präsentierte die Musikfachschaft um das Team Hans-Georg Hinderberger und Christiane Höfer in St. Peter, was die drei Musikklassen der Unterstufen (5-7), der große Chor der älteren Schülerinnen sowie das Schulorchester sich im ersten Halbjahr des Schuljahres 25/26 erarbeitet haben. Neben Traditionells aus Österreich, Frankreich, Spanien, den USA und der Ukraine waren mehrere Weihnachtsarrangements aus der Feder Hans-Georg Hinderbergers selbst sowie Stücke Händels und Svobodas zu hören.

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Drei frischgebackene Solisten

Von Anfang an hatte die Zuhörerschaft etwas zu bestaunen, denn bereits die Sänger und Sängerinnen der 5-7. Klassen Frau Höfers öffneten mit ihrem Gesang „ein kleines Türchen Hoffnung“ – ein Wunsch, den Hans-Georg Hinderberger in seiner Begrüßungsansprache geäußert hatte. Der Gesang berührte nicht nur, weil an die 80 Kinder vor Christiane Höfer standen und die Stücke vollmundig erklingen ließen. Nach wenigen Minuten präsentierte sie drei frischgebackene Solisten/Solistinnen der Unterstufe, welche selbstbewusst und ergreifend „Maria durch ein Dornwald ging“ sangen (Milo Dietrich, Liv Uhl und Anna Müller).

Die Musikfachschaft mit unterstützenden Lehrkräften muss an diesem Abend Erfahrung, Fachwissen, pädagogisches Können, aber auch körperliche Fitness unter Beweis stellen, denn in Windeseile müssen logistische Handgriffe getätigt, Notenständer/Instrumente neu formatiert, gestimmt und der Überblick behalten werden, an die Kirchenorgel und wieder zurück gerannt (dazwischen gespielt) und dabei für alle Mitwirkenden präsent und konzentriert geblieben werden. Und das nach anstrengenden Probentagen und in Anbetracht dessen, dass natürlich nicht alle Kinder bereits beim ersten Ton die Muse küsst und auch nicht alle begeisterte Sänger/Sängerinnen sind, jedoch alle eine der Musikklassen wählen müssen. Darauf kommt es aber auch nicht an, denn wer den Konzertabend aufmerksam verfolgt, wird feststellen, dass tatsächlich Dabeisein alles ist. Miteinander fiebern, Einsätze richtig hinbekommen, auf die „geheimen“ Zeichen und Verabredungen achten, Pointen und Endpunkte setzen, das Publikum überraschen mit dem eigenen Leuchten, Licht und Highlights, sich als Teil der Musikgemeinschaft fühlen dürfen, lernen, den anderen zuzuhören, wenn man selbst nicht mehr dran ist, gebührend Applaus und Aufmerksamkeit spenden. Vor allem aber geht es auch darum, zeigen zu können, was man selbst schon nach wenigen Wochen auf Geige, Bratsche oder Cello spielen kann, dass es wie Musik klingt und natürlich auch, dass man Ausdauer braucht, nicht alles gleich klappt. Alles Großartige im Leben braucht eben Geduld und Zeit – eine wichtige Erkenntnis für das (spätere) Leben als Teenager und Erwachsener – echtes Können kann auch ohne Strom.

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Höhepunkte des Schulalltags

So sei der Schulleitung und dem Kollegium gedankt für die Unterstützung der nötigen Probenzeiten, denn die Konzerte sind Höhepunkte des Schulalltags und echte Kraftspender für alle. Die Arrangements geben den Streicheranfängern erste Mitmachgelegenheiten und Erfahrungen in einem musikalisch Ganzen. Die Titelauswahl für den großen Mädchenchor zeigte erneut deren wachsende Sicherheit und Professionalität in Mehrstimmigkeit und Nuancierungen. „Vuelie“ aus „Frozen“, ihr erstes Stück des Abends, beeindruckte schon, als die Mädchen von links und rechts selbstbewusst das Licht auf die Bühne trugen. Die Mädchengruppe hat sich zu einem verbundenen Team entwickelt, was ihnen eine Tiefe und Innigkeit verleiht, welche das ukrainische Weihnachtstraditional zum Highlight werden ließ. Ähnliches Können begegnete den Zuhörenden beim Auftritt des Orchesters. Die Register können sich sehen lassen, auch durch die Hilfe Pius Buchers, der an dem Abend als einziger Posaunist tatkräftig unterstützte. Das Zusammenwirken der Streicher, Bläser, Perkussionisten und des Klaviers war ein echter Genuss. Gedankt sei hier auch für die Unterstützung den Kolleginnen Uta Schäfer (Sopran), Katja Walz (Geige), Milena König (Kontrabass), der Musikerin Salome Hänsler (Geige) sowie dem stellvertretenden Schulleiter Matthias Romer (Streichinstrumente). Vom „Little Drummer Boy“ bis zum Finale mit allen Mitwirkenden in Händels „Halleluja“ erlebten die Zuhörer und Zuhörerinnen wieder einen feinen Konzertabend und konnten zufrieden dem Weihnachtsfest entgegensehen.

Nächste Termine

Gerne begrüßen Musiker/innen und Sänger/Sängerinnen das Publikum am 9. Mai beim Europatag in Bad Waldsee sowie am 8. Juli beim Sommerkonzert in der Stadthalle.

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