Skip to main content
ANZEIGE
Dem Alten Schloss gewidmet

Dezember-Blatt in Bernd Mauchs Altkißlegg-Kalender



Foto: BM
Vom zugefrorenen Zellersee aus gesehen. 1951.

Kißlegg – Das Dezember-Blatt in Bernd Mauchs Altkißlegg-Kalender ist dem Wolfegger Schloss gewidmet. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird es als das Alte Schloss bezeichnet, da es bereits zwischen 1560 und 1570 unter Hans Ulrich von Schellenberg erbaut wurde. Bernd Mauch stellt das Dezember-Blatt wie folgt vor:

Mit seinen Staffelgiebeln und vier runden Ecktürmen, direkt am Zellersee gelegen, ragte das Alte Schloss weithin sichtbar in die Landschaft. Von 1717 bis 1721 wurde es durch Graf Ferdinand von Schellenberg aufwendig innen ausgebaut. Beim Innenausbau wirkten bedeutende Künstler mit wie der Füssener Baumeister Johann Georg Fischer, die Stuckateure Hans Herkommer, Nikolaus Berti und Antoni Frast, die Maler Franz Anton Erler und Martin Reiser, der Maurermeister Hans Wieland aus Emmelhofen und weitere bedeutende Handwerksmeister dieser Zeit. Einige Räume wurden besonders wertvoll ausgestaltet.  Schöne Stuckdecken mit Muschelornamenten, ein Alkoven, der von zwei einen doppelten Rundbogen tragenden Marmorsäulen flankiert wird. In einem Erkerraum befindet sich eine Stuckdecke mit einer allegorischen Darstellung sowie Wandfresken von 1580.

Angrenzend an das Schloss wurde in den 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts das „Lustwäldele“ mit seinen schönen Baumgruppen und prächtigen alten Bäumen angelegt. In der Mauer desselben wird ein Bild des heiligen Rochus verehrt, das eine vor einigen Jahren entwendete Statue des Pestheiligen ersetzt.

Bis in die 40er-Jahre des vorigen Jahrhunderts war das Schloss von Adligen der zuerst Schellenberg’schen, dann Wolfegger Linie bewohnt. In den Nebengebäuden waren die Bediensteten untergebracht. In den Folgejahren waren Teile des Schlosses vermietet, in der Kriegs- und Nachkriegszeit waren viele Familien untergebracht, die aus den großen Städten aufs Land geflüchtet waren. Zeitzeugen berichteten, dass es innerhalb der Schlossmauern im Winter bitterkalt war und dass die Eisblumen an den Fenstern sich wochenlang hielten. Hunger und Entbehrungen verbargen sich hinter den Mauern.

Im Dritten Reich war eine zeitlang eine Abteilung der NS-Organisation Todt dort untergebracht. Diese Organisation unter der Führung von Fritz Todt war unter anderem für den Bau des Westwalls und der Reichsautobahnen zuständig. Hier in Kißlegg aber auch zuständig für die Verwaltung des nahegelegenen Reichsarbeitsdienstlagers.

ANZEIGE

Die Galerie von Dorothea und Ewald Schrade

Seit 1951 ist das Schloss wieder von der gräflichen Familie bewohnt. Teile der Gebäude sind aber in der Nachkriegszeit bis heute immer wieder unterschiedlich genutzt worden. Ein Geigenbauer und ein Besenmuseum fanden ihre Bleibe und am besten in Erinnerung sind  noch Dorothea und Ewald Schrade, die ab 1972 mit ihrer Schlosshofgalerie viele namhafte Künstler wie Shmuel Shapiro, Manfred Dörner und Walter Stöhrer nach Kißlegg zogen, die dort ihre Werke in Ausstellungen präsentierten und viele Workshops ins Leben riefen. Heutzutage ist ein Teil des Schlosses als Seminar- und Tagungszentrum buchbar.

Ansicht von Süden 1941.

ANZEIGE

Ansichtskarte von 1902.

Schloss mit Achbrücke um 1905.

ANZEIGE

Schloss mit Achbrücke um 1908.

Die „Schloßhofgalerie” wurde von dem Galeristen-Ehepaar Schrade herausgegeben, das auch eine Galerie in Lindau betrieb.

ANZEIGE

Westansicht 1964.

Winter 1946.

ANZEIGE

NEUESTE BEITRÄGE

Kisslegg
Am 19. Februar im Bankettsaal des Neuen Schlosses

Informationsabend über die kommunale Wärmeplanung

Kißlegg – Am 19. Februar wird der Bürgerschaft der Wärmeplan der Gemeinde Kißlegg in einer Entwurfsfassung vorgestellt. Die Präsentation erfolgt im Bankettsaal des Neuen Schlosses; sie beginnt um 19.00 Uhr. Nachstehend die Einladung vom Seiten der Gemeinde und der Ablaufplan für den Info-Abend:
Übergabe des Förder-Bescheides

505.862,40 Euro für Flurbereinigung Rempertshofen

Kißlegg – Freitagnachmittag, 23. Januar kurz nach 16.00 Uhr im Neuen Schloss Kißlegg. Ministerialdirektorin Isabel Kling vom Ministerium für den ländlichen Raum Baden-Württemberg übergibt Bürgermeister Dieter Krattenmacher ein Schriftstück. Es dürfte nicht allein den Gemeindechef freuen. Der Schriftzug auf diesem Papier bestätigt Kißlegg einen Landeszuschuss von 505.862,40 Euro für die Flurbereinigung Rempertshofen.
Im DRK-Heim an der Parkstraße

Begegnungscafé mit netten Gesprächen und Lebensmittelausgabe

Kißlegg – Zeit und Lust auf nette Begegnungen? Jeden 1. Montag im Monat gibt es ab sofort ein Begegnungscafé von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Die Mitarbeiter von foodsharing und des Roten Kreuzes laden alle Menschen, egal ob groß oder klein, ins Rot-Kreuz-Heim in Kisslegg ein (am Schloss-Park, Parkstraße 11).
Gemeinderats-Sondersitzung zu den gestiegenen Kosten bei der „Löwen“-Sanierung

Bei drei Millionen ein Deckel

Kißlegg – Mittwochabend, 28. Januar. Ab 18.00 Uhr tagt der Gemeinderat Kißlegg im Esther-Saal des Neuen Schlosses. Einziger Tagesordnungspunkt: die „Löwen”-Sanierung. Dafür will der Gemeinderat auch künftig nicht mehr als drei Millionen Euro aus der Rathauskasse ausgeben. Kostensteigerungen des Bauprojekts sind demnach durch Umschichtungen im Haushalt und durch mehr Zuschüsse von außen abzufangen. Außer Peter Killat (SPD), der die feste Beschränkung auf drei Millionen ablehnte, stimmen alle R…
Kommentar

Kißlegg auf Kurs

Mittwochabend, 28. Januar ‘26. Gemeinderatssitzung im Neuen Schloss. Dabei befassen sich die Gewählten ausschließlich mit einem Punkt. Nämlich der „Löwen”-Sanierung. Sie findet inzwischen über die Grenzen des Zwei-Schlösser-Orts hinaus Beachtung. Jetzt pochen die Rätinnen und Räte auf stärkere Kostenkontrolle. Heißt: Mehr als drei Millionen Euro sollen aus der Gemeindekasse für den „Löwen” nicht fließen. Auf dieser Grundlage liegt CDU-Ratsmitglied Michael Fick wohl richtig, wenn er am Mittwo…
ANZEIGE

MEISTGELESEN

Kißlegg
Feneberg

Großteil der Einkaufsgutscheine wieder uneingeschränkt einlösbar

Kempten – Die Feneberg Lebensmittel GmbH informiert, dass Einkaufsgutscheine aus dem Edeka-Verbund, welche direkt in den Feneberg-Märkten (dazu zählen auch Filialen unter dem Namen „Kaufmarkt”) erworben wurden und die die Logos der Kooperationspartner auf der Rückseite abgebildet haben, ab sofort wieder uneingeschränkt und in allen Feneberg-Märkten eingelöst werden können.
Jugend musiziert in Wangen

Junge Talente zeigten, was in ihnen steckt

Wangen – Wintersonne über dem verschneiten Allgäu, glitzernde Dächer und leise Töne aus offenen Fenstern – Wangen hatte am Wochenende 24./25. Januar ganz im Zeichen der Musik gestanden. Der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ verwandelte die Stadt in einen Treffpunkt junger Künstlerinnen und Künstler, die mit Herzblut und Können antraten.
Rettungshubschrauber im Einsatz

Unfall bei Waldarbeiten Nähe Dürren

Wangen – Ein Großaufgebot der Feuerwehr, der Rettungsdiensts und der Bergwacht ist am Dienstagnachmittag (27.1.) zu einem Waldstück bei Krähenberg (Nähe Brauerei Farny) ausgerückt. Ein 32-Jähriger war bei Baumfällarbeiten und dem anschließenden Verrücken mit Hilfe eines Traktors von einem Baum erfasst und dabei schwer verletzt worden. Nach der aufwendigen Bergung aus dem unwegsamen Gelände wurde der Verletzte von einem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik gefloge…
Wir sind nicht allein – Leben im Weltall

Am 5. Februar multimediales Konzertereignis in St. Verena

Bad Wurzach – Am Donnerstag, 5. Februar, um 20.00 Uhr wird das Konzert „Wir sind nicht allein – Leben im Weltall“ in St. Verena in Bad Wurzach stattfinden. Veranstalterin ist die katholische Kirchengemeinde. Vorverkauf im Pfarrbüro St. Verena Bad Wurzach (13 €); an der Abendkasse kostet der Einritt 16 €.Die Künstler beschreiben das Konzert so:
Gemeinderats-Sondersitzung zu den gestiegenen Kosten bei der „Löwen“-Sanierung

Bei drei Millionen ein Deckel

Kißlegg – Mittwochabend, 28. Januar. Ab 18.00 Uhr tagt der Gemeinderat Kißlegg im Esther-Saal des Neuen Schlosses. Einziger Tagesordnungspunkt: die „Löwen”-Sanierung. Dafür will der Gemeinderat auch künftig nicht mehr als drei Millionen Euro aus der Rathauskasse ausgeben. Kostensteigerungen des Bauprojekts sind demnach durch Umschichtungen im Haushalt und durch mehr Zuschüsse von außen abzufangen. Außer Peter Killat (SPD), der die feste Beschränkung auf drei Millionen ablehnte, stimmen alle R…

TOP-THEMEN

Kisslegg
Kißlegg – Am 19. Februar wird der Bürgerschaft der Wärmeplan der Gemeinde Kißlegg in einer Entwurfsfassung vorgestell…
Kißlegg – Freitagnachmittag, 23. Januar kurz nach 16.00 Uhr im Neuen Schloss Kißlegg. Ministerialdirektorin Isabel Kl…
Wangen – Wintersonne über dem verschneiten Allgäu, glitzernde Dächer und leise Töne aus offenen Fenstern – Wangen hat…

Einzelhandel, Dienstleistungen und Handwerk in Allgäu-Oberschwaben

VERANSTALTUNGEN

Kisslegg