Der erste Tätigkeitsbericht des neuen Jugendarbeiters Wdebat Arazar
Bad Wurzach – Im Verwaltungs- und Sozialausschuss des Bad Wurzacher Gemeinderates trug Wdebat Arazar, der am 1. Juni in Bad Wurzach als städtischer Jugendarbeiter seine Tätigkeit aufgenommen hat, vor kurzem seinen ersten Bericht vor und stellte sich dabei auch den Fragen der Gemeinderäte.
Arazar, den für ein Jahr der Anerkennungspraktikant Johannes Abt (bis 31.08.2026) bei der städtischen Jugendarbeit unterstützt, berichtete vor allem von der Arbeit in und für den Jugendtreff in der Grundschule, der am 20. September eingeweiht worden war. Er betonte, dass die Ausstattung des Treffs bereits unter der Beteiligung der Jugendlichen stattgefunden habe. Der Betrieb laufe an den Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag sehr gut. Auf Anfrage von Bernhard Schad (Freie Wähler), wie viele Jugendliche denn kämen, antwortet er: „Zu Beginn waren oft 30 bis 40 Jugendliche gekommen, inzwischen sind es 15 bis 20.“
Er habe zu Beginn seiner Tätigkeit sich erst einmal bei alle Schulen, auch bei der Schulsozialarbeit, auch bei der Polizei vorgestellt, für den Treff eine Hausordnung aufgestellt und die Homepage überarbeitet. Viele Projekte, die ausschließlich von den Jugendlichen angestoßen werden, sind praktisch für jedermann, also auch für die Eltern, immer einsehbar, was einige Räte als sehr positiv ansehen. Dazu zählen etwa Kino, Fußball oder auch ein Tischkickerturnier im Treff.
Das laufende Projekt „Bunt kickt gut“ habe sich gut etabliert. Die Städtische Jugendarbeit habe sich auch beim Kinderferienprogramm beteiligt und zeigte mit einem Stand Präsenz am verkaufsoffenen Sonntag im Oktober. Arazar erklärte, dass es ein Angebot für Hausaufgabenhilfe gebe. Mittwoch und Donnerstag seien die Tage der Kreativ-Projekte.
Ein Aktivenrat soll gebildet werden
Das wichtigste Projekt für das kommende Jahr wird die Bildung des Aktivenrates sein. Rainer Deuschel (Grüne) fragte an, ob sich dafür bereits Jugendliche gemeldet hätten, und Kurt Miller (Freie Wähler) fragte, wie dieser aussehen könnte. Arazar bejahte dies. Er habe auch schon ein Konzept erarbeitet, wie sich dieser zusammensetzen könnte. Von jeder Schule sollen zwei Schüler dabei sein, die von Externen ergänzt werden. Insgesamt soll der Aktivenrat aus 15 bis 16 gleichberechtigten Jugendlichen bestehen.
Bürgermeisterin Alexandra Scherer zeigte sich sehr zufrieden, „wie das bisher angelaufen ist.“
Gisela Brodd (CDU) fragte, wie das Hausaufgaben-Angebot angenommen werde. Arazar sagte, dass bisher noch nicht so viele gekommen seien, aber das Angebot stehe auf jeden Fall.
Manfred Braun (Freie Wähler) meinte, man müsse die Jugendlichen aich mal machen lassen, müsse sie ihre Ideen umsetzen lassen. Auf seine Anregung, auch Schnittstellen zu den Teilorten zu bilden, denn auch dort gebe es viele Jugendliche, die daran Interesse hätten, sagte Arazar: „Es kommen bereits jetzt viele Jugendliche von auswärts zu uns.”
Franz-Josef Maier (MirWurzacher) fragte, ob es Konflikte gäbe, weil ja der Jugendtreff auch als Mensa für die Grundschule diene. Nachdem Arazar darauf hingewiesen hatte, dass dies erst ab dem nächsten Schuljahr 2026/2027 der Fall sei, schaltete sich der zuständige Dezernent Ulrich Möllmann ein: „Es wird dann eine Doppelnutzung geben, dann müssen die beiden Gruppen danach jeweils aufräumen.“
Bürgermeisterin Scherer dankte Wdebat Arazar für seine Arbeit und berichtete auch von einem Gespräch von Jugendlichen mit MdL Raimund Haser im Jugendtreff. „Dieser ist am Montag normalerweise zu. Dennoch waren bei dem Gespräch mit Haser viele da und sind dafür extra gekommen.“












