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Es hatte etwas Magisches

Ein lila Licht für die Krebskranken in Ravensburg und der Region



Foto: Mona Lippisch/OSK
Im Bild: Ärzte, Pfleger und Mitarbeitende des Pankreaszentrums der OSK vor dem leuchtenden Konzerthaus.

Ravensburg – Es hatte etwas Magisches. Als das Konzerthaus am Donnerstag (20.11.) zur Dämmerungszeit um 17.00 Uhr plötzlich in lilafarbenem Licht erstrahlte, schien die Ravensburger Winternacht ein wenig wärmer zu werden. Die Oberschwabenklinik und Oberbürgermeister Daniel Rapp als Schirmherr hatten in einer gemeinsamen Aktion veranlasst, dass das vielleicht schönste Gebäude der Stadt in den Farben des Weltpankreaskrebstags schimmerte. Jedes Jahr am 20. November soll das Bewusstsein für eine der gefährlichsten Krebsarten global geschärft werden.

Wie herausfordernd die Krankheit ist, die oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, darüber dozierten führende Ärzte der OSK später im St. Elisabethen-Klinikum vor mehr als 100 Zuhörern. Dr. Gerhard Fischer, Leiter des Onkologischen Zentrums der OSK, erklärte: „Pankreaskrebs ist eine der aggressivsten Krebsarten, aber Medizin und Forschung machen große Fortschritte, etwa im Bereich der Immun- und Antikörpertherapie oder bei Krebsimpfungen. Noch haben die Forscher nicht den richtigen Schlüssel, um Pankreaskrebs wirklich zu knacken, aber das war einst beim schwarzen Hautkrebs ähnlich. Heute können wir ihn deutlich erfolgreicher behandeln. Wir hoffen, eines Tages auch beim Pankreaskrebs so weit zu sein.“

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„Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist die Kompetenz und interdisziplinäre Zusammenarbeit in einem zertifizierten Pankreaszentrum“, betonte Prof. Dr. Karolin Thiel, Chefärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie und Leiterin des Viszeralonkologischen Zentrums. „Das frühzeitige Erkennen der Erkrankung durch hochmoderne Diagnostik ist entscheidend für eine erfolgreiche Operation“, ergänzte Prof. Dr. Peter Klare, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am EK. Sotirios Emmanouilidis, Oberarzt in der Chirurgie und Pankreasoperateur, demonstrierte anschaulich, dass auch durch den Einsatz roboter-assistierter Chirurgie und dank großer Erfahrung der Operateure anspruchsvolle Pankreas-Operationen selbst bei älteren Patienten durchgeführt werden können.

Prof. Dr. Martin Müller, neuer Chefarzt der Inneren Medizin am Westallgäu-Klinikum in Wangen und zuvor Leitender Oberarzt der Uniklinik Ulm, fasste zusammen: „Im Pankreaskrebszentrum der OSK können wir unseren Patienten Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau anbieten.“




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