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Unter dem Motto „Zwischen Traum und Wirklichkeit”

Jahreskonzert der Musikvereine Dietmanns und Molpertshaus fand in der Friedrich-Schiedel-Halle statt



Foto: Ulrich Gresser

Dietmanns – Zusammen mit dem Musikverein Molpertshaus lud der Musikverein Dietmanns zu diesem abwechslungsreichen Konzertabend unter dem Motto „Zwischen Traum und Wirklichkeit” in die Friedrich-Schiedel-Halle in Dietmanns ein.

Petra Kibler aus dem Vorstandsteam des gastgebenden Musikvereins Dietmanns konnte zahlreiche Ehrenmitglieder und Abordnungen von Musikvereinen aus benachbarten Gemeinden begrüßen. Besonders begrüßte sie auch Walter Engeser aus dem benachbarten Ellwangen – u.a. auch in seiner Funktion als stellvertretender Vorstand des Blasmusikkreisverbandes Biberach. Kibler betonte auch die enge Verbindung zwischen den beiden Vereinen, hatten sie 2010 doch schon einmal konzertiert und 2012 hatte es mit der Musiker-Hochzeit von Martina und Stefan Waibel ein weiteres Highlight in der Beziehung untereinander gegeben. Martina Waibel spielte dann auch an diesem Abend bei beiden Vereinen die Oboe.

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Eröffnung durch den MV Molpertshaus unter dem Dirigat von Natalie Kiekopf

Unter der musikalischen Leitung von Natalie Kiekopf eröffnete der MV Molpertshaus das Konzert mit dem kurzen Konzertwerk „Ceremonic Festival“ von Martin Scharnagl. Das symphonische Konzertwerk war eine Auftragsarbeit für den Musikverband Silz in Tirol und wurde 2021 uraufgeführt. In typischer Scharnagl-Manier verband der Komponist einmal mehr Tradition und Moderne. „Ceremonic Festival“ ist eine festliche Eröffnungsmusik voller Glanz und Dynamik. Choralartige Passagen stehen filmmusikalischen Themen gegenüber; traditionell konzipierte Melodien werden in erfrischend-moderne harmonische Gewänder gekleidet.

Das Musical „Elisabeth” ist ein Drama-Musical von Michael Kunze (Libretto) und Sylvester Levay (Musik), dessen Uraufführung am 3. September 1992 im Theater an der Wien stattfand. Das Stück erzählt nicht nur die Lebensgeschichte der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sissi). Sie erzählt auch den inneren Kampf einer Frau, die gefangen ist in Glanz, den Erwartungen an sie und ihrem eigenen Traum von Selbstverwirklichung.

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In Liedern wie „Ich gehör nur mir“ oder „Der letzte Tanz“ verschmelzen Traum und Wirklichkeit zu einer emotionalen Reise, einer Begegnung mit der Sehnsucht nach Leben, wie die beiden charmanten Ansagerinnen des MV Molpertshaus Larissa und Leonie Lerch in ihrer Einführung erklärten.

„Klangfusion” von Armin Kofler ist ein Stück, das hineinführt in die Welt zwischen Traum und Wirklichkeit, das die Zuhörer mitnimmt hinein in die Welt zwischen Fantasie und Realität. Dieses anspruchsvolle Werk entstand ebenfalls als Auftragskomposition für ein Gemeinschaftskonzert dreier Musikvereine, das im Jahre 2014 aufgeführt wurde. Das Stück ist eine Fahrt durch verschiedene Stimmungen und Klangwelten: Mal ruhig und verträumt, dann wieder energiegeladen und voller Lebensfreude. Eine Verschmelzung von Emotion, Bewegung und Klang und damit aus Traum und Wirklichkeit.

Mit dem einfühlsamen Baba Yetu (Vater Unser auf Swahili) hat die junge Dirigentin Nathalie Kiekopf ein perfektes Kontrastprogramm auf die Setliste gestellt. Die Musik stammt ursprünglich vom Computerspiel Civilization IV, das im Jahr 2011 einen Grammy als beste instrumentale Begleitung eines Sängers erhalten hat. Komponist Christopher Tin verbindet in seinem Werk afrikanische Rhythmik und die Klangvielfalt des Orchesters. Das Ergebnis ist eine ergreifende Hymne über Glaube, Hoffnung und Menschlichkeit.

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Der Konzertmarsch SYMPATRIA wurde für den Wettbewerb „Best of Blasmusik“ komponiert und im November 2017 in Linz uraufgeführt. Der Titel des Stückes ist Programm: Er setzt sich aus den lateinischen Lehnwörtern „sym“ (lat. zusammen) und „Patria“ (lat. Heimatland) zusammen und thematisiert auf musikalische Weise, dass Heimat weniger eine Frage der räumlichen Herkunft, sondern viel mehr der sozialen Zugehörigkeit ist: Heimat ist dort, wo wir uns wohlfühlen.

Natürlich durften die Molpertshauser Musiker nicht ohne Zugabe ihre Reise zwischen Traum und Wirklichkeit beenden. Was wäre dafür besser geeignet als „Viva“ von den Fäaschtbänklern. Im Text heißt es da unter anderem: Viva, was kann es schöneres geben als hier zu sein. Dem ist nichts hinzuzufügen!

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Musikverein Dietmanns unter Leitung von Florian Renz

Im zweiten Teil des Konzertabends nahm der Musikverein Dietmanns unter der Leitung von Florian Renz das Publikum musikalisch mit in die symphonische Wolkenfabrik „Imaginarium“ von Randall D. Standridge. Es ist eine musikalische Meditation über einen kreativen Pozess in vier Teilen inklusive der Traumfabrik, einem Platz der unbegrenzten Möglichkeiten. Bereit für alle Eventualitäten waren sowohl die beiden, immer eine besondere Show abliefernden Ansagerinnen Delena Tannner und Franka Riss vor dem nächsten Stück „When the nature strikes back”. Im Ostfriesen-Nerz kündigten sie dieses dem Klimawandel und seinen Folgen gewidmeten Musikstück des österreichischen Komponisten Otto M. Schwarz an, während sich die Kapelle mit Regenschirmen vor den Wetterunbillen schützen wollte. Fazit der beiden Ansagerinnen mit Blick auf die auch in diesem Jahr wieder äußerst gelungene Dekoration: „Es ist fünf vor zwölf.“ Genau davon handelt nämlich dieses Stück: Denn in einer Zeit, in der der Mensch immer tiefer in die Natur eingreift, erinnert dieses Werk eindrucksvoll daran, dass sich die Erde zu wehren weiß. Schwarz hat damit eine bildgewaltige Klanglandschaft geschaffen und beschreibt darin die gewaltigen Naturkräfte.

Nach diesem mit eindrucksvollen Instrumentierungen arbeitenden Werk zeigte das nächste Stück vom US-Amerikaner Philip Sparke im Jahr 2000 geschrieben „To a new dawn” mit seinem positiven Ansatz genau diametral in die entgegengesetzte Richtung. Es geht um Neuanfang, Hoffnung und Aufbruch und deutet damit an, dass auch danach, wie in Wirklichkeit, ein neuer Tag erwachen kann.

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„Take on me“ war 1985 die Debüt-Single der norwegischen Pop-Band A-HA und begründete deren Weltruhm. Was sicher auch an dem seiner Zeit um einiges vorauseilenden phantastisch umgesetzten Musikvideo lag. Dass dieser Ohrwurm auch heute noch nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat, zeigte das „Vorspiel“ der beiden Ansagerinnen, die vorab schon einmal mit der ganzen Halle den Gesangspart „übten“. Der Konzertmarsch „Impuls“ aus der Feder von Martin Scharnagl, bekannt durch seine Gruppe Vierablech, stammt aus dem Jahr 2021. Mit IMPULS präsentiert Martin Scharnagl einen Konzertmarsch. In seiner einprägsamen musikalischen Handschrift kreierte der Tiroler Komponist zwei ausdrucksstarke Themen mit gegensätzlichem Charakter: Das erste Thema ist spielerisch-leicht, das zweite hingegen gesanglich und erhaben. Beide werden jedoch durch ein harmonisches Umfeld vereint, das durch zahlreiche kreative Wendungen überrascht. Auch das Bass-Solo, das die rhythmischen Elemente des Hauptthemas aufgreift und in gekonnter Manier weiterverarbeitet, ist von eben dieser harmonischen Raffinesse gekennzeichnet.

Nach den Danksagungen an die beiden Dirigenten, die Gastmusiker und Debütanten blieb auch noch Zeit für eine stürmisch geforderte Zugabe. Florian Renz hatte dafür den 80er Jahre Hit „Can´t stop believin“ der Gruppe Journey ausgesucht, der vor kurzem bei der amerikanischen Fernsehserie Glee als Titelmelodie wieder ein riesiges Comeback feierte.

Als Fazit für das gesamte Konzert lässt sich sagen: Beide Kapellen schafften es, das Publikum mit Bürgermeisterin Alexandra Scherer, Pfarrer Stefan Maier und der Leiterin der Jugendmusikschule, Eva Maria Oberleiter musikalisch in diese Sphäre zwischen Traum und Wirklichkeit zu versetzen.
Text und Bilder: Uli Gresser

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Fotos: Ulrich Gresser

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