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Leserbrief

Das Biosphärengebiet ist eine Chance, Wirtschaft und Heimat zu stärken



Zum Leserbrief “Warum Bad Wurzach kein Biosphärengebiet braucht” (DBSZ am 11. Oktober)

Im Leserbrief “Warum Bad Wurzach kein Biosphärengebiet braucht” wurde betont, dass wir vor großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen stehen. Das stimmt – genau deshalb sollten wir das geplante Biosphärengebiet als Chance begreifen. Es kann uns als Modellregion helfen, Wirtschaft, Umwelt und Tourismus zusammenzudenken und unsere Heimat zukunftsfest zu machen.

Ein Biosphärengebiet ist kein starres Behördenprojekt, sondern wird von unten entwickelt – mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Kommunen, Landwirte, Unternehmen und Vereine. Ziel ist nicht mehr Verwaltung, sondern bessere Zusammenarbeit: Gemeinsam werden nachhaltige Lösungen
für regionale Wertschöpfung entwickelt und umgesetzt. Erfahrungen aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb zeigen, dass dies gelingt – dort hat das Konzept Tourismus, Handwerk und Direktvermarktung gestärkt. Die Region soll nun sogar erweitert werden: 
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/biosphaerengebiet-schwaebische-alb-soll-wachsen-100.html

Gerade jetzt ist wichtig, im Gespräch zu bleiben. Viele Bürgerinnen und Bürger wissen noch wenig über das, was ein Biosphärengebiet tatsächlich bedeutet. Der laufende Prüfprozess soll genau diese Fragen klären – offen, transparent und gemeinsam. Ein voreiliger Ausstieg würde uns die Chance nehmen, sachlich zu prüfen, wie wir Bewährtes erhalten und gleichzeitig unsere Region zukunftsfähig gestalten können. Wer Verantwortung für die Heimat übernehmen will, sollte diese Chance nutzen, statt sie vorschnell abzulehnen.
Lukas Häfele, Ziegelbach




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