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11. Juli

Zum Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach kommt Bischof Dr. Klaus Krämer



Foto: DRS
Bischof Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart) kommt am 11. Juli zum Heiligblutfest nach Bad Wurzach.

Bad Wurzach – Zum Heiligblutfest am Freitag, 11. Juli, in Bad Wurzach kommt der neue Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Klaus Krämer. E wird die Blutreiter segnen und das Pontifikalamt auf dem Gottesberg halten. Als politische Ehrengäste empfängt die Stadt von der Kanalinsel Jersey den Deputy Bailiff Mr. Robert MacRae sowie Bürgermeister Simon Crowcroft (St. Helier) – auch anlässlich des kürzlichen 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs.

Bei der seit 1928 stattfindenden Reiterprozession werden wieder rund tausend Reiter und mehrere tausend Wallfahrer erwartet, die die Heilig-Blut-Reliquie verehren. Die Relique stammt aus dem Privatbesitz von Papst Innozenz XII., der diese 1693 einem deutschen Rompilger geschenkt hatte. Das Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach ist die zweitgrößte Reiterprozession in Mitteleuropa.

Die Prozession beginnt um 7.00 Uhr mit der Abholung der Heilig-Blut-Reliquie in der Stadtpfarrkirche St. Verena. Am Beginn des acht Kilometer langen Prozessionswegs durch die Stadt und die umliegenden Fluren wird dieses Jahr Dr. Klaus Krämer, neuer Bischof von Rottenburg-Stuttgart, die erste Abteilung der Reiter mit der Reliquie segnen. Der Bischof wird dann später nach der Segnung der zweiten Abteilung auf dem Gottesberg dort auch das feierliche Pontifikalamt um 10.30 Uhr halten. Das Fest findet seinen Abschluss mit der Bergpredigt an gleicher Stelle ab 14.30 Uhr, die in diesem Jahr von Monsignore Heinrich-Maria Burkard, Heiligkreuztal, halten wird.

Seit 1764

Die Heilig-Blut-Reliquie befindet sich seit gut 250 Jahren auf dem Gottesberg. 1764 brachten Paulanerbrüder die Reliquie, die Papst Innozenz XII. 1693 dem deutschen Rompilger Martin Denzer aus Albrechts bei Obergünzburg überlassen hatte, nach Wurzach. Die Verehrung der Reliquie nahm bereits damals ihren Anfang und ließ den Gottesberg in der Folge zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Region werden. Nachdem die Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts längere Zeit für eine Unterbrechung der Wallfahrten gesorgt hatte, wurde die Verehrung der Reliquie mit dem Einzug des Salvatorianerordens auf dem Gottesberg wenige Jahre zuvor 1924 wieder aufgenommen und 1928 erstmals als Reiterprozession mit damals rund 350 Reitern gefeiert.

„Als Pilger der Hoffnung mit Christus unterwegs“

Seither hat sich die Prozession zu einem festen und wichtigen Bestandteil des Jahreskreises in Bad Wurzach und als Beispiel gelebten Glaubens entwickelt. „Gerade in Zeiten, in denen die Welt immer dunkler zu werden scheint, ist das Heilig-Blut-Fest ein lebendiges Zeugnis der Hoffnung“, betont Bischof Klaus in seinem Grußwort zur diesjährigen Festschrift. Sein Leitwort für das diesjährige Heiligblutfest lautet: „Als Pilger der Hoffnung mit Christus unterwegs.“

Als politische Ehrengäste kann die Stadt Bad Wurzach in diesem Jahr Deputy Bailiff Robert MacRae von der Kanalinsel Jersey sowie Bürgermeister Simon Crowcroft aus der Partnerstadt St. Helier begrüßen – als besonderes Zeichen und Ausdruck der Verbundenheit anlässlich des 80. Jahrestags des Kriegsendes und der Befreiung der im Wurzacher Schloss internierter Bewohner von der Kanalinsel.

Zur Geschichte des Bad Wurzacher Heiligblutfestes

Im Mittelpunkt steht die Verehrung der Heilig-Blut-Reliquie. 1763/64 kam das blutgetränkte Tuchstücklein auf den Gottesberg und wurde in eine kleine, vergoldete Monstranz eingefügt. Ab diesem Zeitpunkt wallfahrten Leute zum heiligen Blut, das am Blutfreitag zum Küssen dargereicht wurde. Im Verlauf der Säkularisation wurde das Bruderhaus 1806 aufgehoben und die Wallfahrt verfiel allmählich.

Im 20. Jahrhundert erweckten geschichtliche Studien und Bemühungen von Stadtpfarrer Fricker den Wallfahrtsgedanken wieder. 1912 kam das Gottesberg-Heiligtum durch Schenkung des Fürsten von Zeil an die Kirchengemeinde Wurzach. 1921 führten Bemühungen der Wurzacher um eine Belebung der alten Wallfahrt sowie der Einzug der Salvatorianer auf dem Gottesberg dann zum Erfolg. Ab 1924 führten die Patres wieder die feierliche Verehrung des kostbaren Blutes ein, indem sie jährlich einmal die Blutreliquie dem Volk zur Verehrung aussetzten. Am 13. Juli 1928 wurde das erste Heilig-Blut-Fest mit 350 Reitern abgehalten. Nach Ausbruch des Krieges wurde die Feier im Freien verboten. Am 22. Juli 1945 fand wieder das erste Blutfest nach Kriegsende in aller Öffentlichkeit statt. 1946 genehmigte das bischöfliche Ordinariat in Rottenburg das Heilig-Blut-Fest auf Dauer. Mehr als 1000 Blutreiter nahmen im Jahre 1952 beim 25. Heilig-Blutfest und 1977 beim 50. Heilig-Blutfest teil. Zeitweise zählte man sogar fast 1500 Reiter.

Fest- und Gottesdienstordnung

Sonntag, 6. Juli, 21.00 Uhr
Prozession von der Stadtpfarrkirche zum Gottesberg („Lichterprozession“)

Donnerstag, 10. Juli, 19.30 Uhr
Gottesdienst für die Blutreiter und Wallfahrer auf dem Gottesberg

Freitag, 11. Juli
Feier des Heilig-Blut-Festes mit Reiterprozession
6.30 Uhr: Aufstellung der Reiter
7.00 Uhr: Beginn der Prozession – Abholung der Heilig-Blut-Reliquie in der Stadtpfarrkirche St. Verena; Übertragung der Reliquie zum
1. Stationsaltar am Schlossportal (Segnung der 1. Reiterabteilung) in der Marktstraße
Der Prozessionsweg führt durch die Schlossstraße, Mühltorstraße, Achbergstraße zum
2. Stationsaltar beim Josenhof, dann weiter zum
3. Stationsaltar in Truschwende, durch das Feld zum
4. Stationsaltar in Reinstein.

Von dort kehrt die Reiterprozession zurück zum Gottesberg, an dessen Wegkreuz die zweite Reiterabteilung gesegnet wird.

10.30 Uhr: Feierliches Pontifikalamt mit Dr. Klaus Krämer, Bischof von Rottenburg-Stuttgart
14.30 Uhr: Bergpredigt mit Monsignore Heinrich-Maria Burkard, Heiligkreuztal

Anzahl Reiter und Wallfahrer

ca. 1000 Reiter
geschätzt ca. 4000 bis 5000 Wallfahrer und Besucher

Vergleich zum Heilig-Blut-Fest in Weingarten

In Bad Wurzach wird das Heilig-Blut-Fest jährlich am 2. Freitag im Juli gefeiert, in Weingarten jedes Jahr am Tag nach Christi Himmelfahrt. In Weingarten handelte es sich bis 2022 um eine reine Männerwallfahrt, in Bad Wurzach hingegen reiten schon seit den 1970er Jahren auch Frauen mit.

Die Heilig-Blut-Reliquie wird in Bad Wurzach in einem vierspännigen Wagen gefahren (in Weingarten trägt Blutreiter das Reliquiar hoch zu Ross).  Der Wagen wird von zwei Reitknechten in altwürttembergischen Uniformen gelenkt und von sechs Aloisiuspagen mit den Leidenswerkzeugen auf schwarzsamtenen Kissen sowie sechs Schweizergardisten mit Hellebarden begleitet.

Die Reiterprozession in Weingarten ist mit knapp zweitausend Reitern die größte Reiterprozession Mitteleuropas, die Prozession in Bad Wurzach die zweitgrößte. Der Weingartner Blutfreitag hat eine Tradition, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht.

Unter „Downloads“ haben wir die diesjährige Festschrift hinterlegt



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