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Aus den Verwaltungs- und Sozialausschuss

50 Jahre Eingemeindung! Das wird im Herbst gefeiert



Bad Wurzach – Als die Haushaltsplanung im vergangenen Herbst angegangen wurde, stand den Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung für das 50-jährige Jubiläum der Eingemeindung ein ähnlicher Betrag wie bereits 2015 beim 40-Jährigen vor Augen.  Doch nachdem eine entsprechende Orga-Gruppe ihre ersten Treffen für die Planung absolviert hatte, wurde rasch klar, dass die damals angesetzten 10.000. € für eine adäquate Feier bei weitem nicht ausreichen würden. Bürgermeisterin Alexandra Scherer sieht in den 50 Jahren der Eingemeindung eine Erfolgsgeschichte.

Martin Tapper erläuterte in seiner Funktion als Leiter der Geschäftsstelle des Gemeinderates die Gründe, mit der im Herbst 1968 die Reform in Angriff genommen wurde. Die Gemeindereform wurde mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden eingeleitet, das am 7. März 1968 vom Landtag von Baden-Württemberg verabschiedet wurde, um gleichwertige Lebensverhältnisse für die Bürger zu schaffen und Interessengegensätze zwischen Ge­meinden – entstanden aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung – abzubauen. Aus da­mals noch 3379 Gemeinden wurden durch Zusammenschlüsse und Eingemeindungen bis 1975 schließ­lich die heutigen 1101 Gemeinden in Baden-Württemberg. Unterste Ebene sollten grundsätzlich Ge­meinden mit mindestens 8000 Einwohnern werden. Die Mindestanzahl wurde damit begründet, dass erst ab dieser Größe den gestiegenen Bedürfnissen der Bevölkerung – nach Schulen, Kindergärten, Freizeiteinrichtungen, Altenheimen, Sport- und Schwimmanlagen, Kultur- und Sozialeinrichtungen – ent­sprochen werden könne.

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Auf diesem Weg entstand aus den zuvor selbstständigen Gemeinden Arnach, Dietmanns, Eintürnen, Gospoldsho­fen, Haidgau, Hauerz, Seibranz, Unterschwarzach und Ziegelbach gemeinsam mit der Stadt Bad Wurzach der Zusammenschluss zur heutigen Gesamtgemeinde. Dieser Prozess wurde mit der Eingemeindung von Unterschwarzach und Seibranz zum 1. Januar 1975 abgeschlossen. Jubiläen wurden demnach auf das Jahr des Abschlusses terminiert. So wurde die Eingemeindung in Leutkirch bereits 1972 abgeschlossen, daher hatte Leutkirch dieses Jubiläum bereits 2022 gefeiert.

Die Gemeindereform war ein einschneidendes Ereignis für die gesamte heutige Großgemeinde. Im Hinblick auf die damalige Situation und die seither noch deutlich weiter fortgeschrittene Entwicklung in Sachen Bürokratie, Digitalisierung und Ansprüche/Erwartungen der Bürgerschaft wären die heutigen Anforde­rungen bei der Größe der damaligen Verwaltungseinheiten nicht mehr leistbar. Durch die dadurch entstandene Infrastruktur mit Hallen, Grundschulen und Kindergärten konnte aber auch eine lebendige Vielfalt erzielt werden, welche die Dezentralität der Gemeinde insgesamt dokumentiert.

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Tapper berichtete, dass man im Herbst von einer pauschalen Planung wie beim 40-jährigen Jubiläum ausgegangen war. Doch dies sei nicht mehr haltbar gewesen, um eine entsprechende Darstellung der zusammengewachsenen Gemeinde zu erhalten.  Als die Projektgruppe dann ihre Arbeit aufnahm, seien die Haushaltsplanungen bereits abgeschlossen gewesen.

Am 10. und 12. Oktober sowie im November

Die Feierlichkeiten sehen drei Teile vor: Am Freitag, 10. Oktober, soll in einem Festakt im Kurhaus/„Torfstecher“ der Zusammenschluss gewürdigt werden. Am 12. Oktober erfolgt nach einem Festgottesdienst der Zug der Fahnenabordnungen der Vereine zum Bad Wurzacher Rathaus, wo auf einer Bühne mit einem Tagesprogramm gefeiert wird. Im November soll es eine Veranstaltung für die Jugend geben, deren Termin noch nicht endgültig feststeht.

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Bis dahin sollen Video-Beiträge erstellt werden, die aufzeigen, wie die Ortsteile mittlerweile zusammengewachsen sind und wie diese Gemeindereform die Weiterentwicklung der Gemeinde ermöglicht hat. Nach den mittlerweile erfolgten Planungen und aufgrund konkreter Angebote werden für die gesamten Maßnahmen mit einem Kostenrahmen von 50.000 € gerechnet. Hierin enthalten sind die Kosten der Erstellung der Video-Beiträge, die auch längerfristig zur Bewerbung der Gemeinde und der Ortsteile genutzt werden können. Außerdem ist ein Zuschussbeitrag für eine Band für die Veranstaltung im November im Kurhaus einge­plant, die über die Kurhaus-Kulturschmiede organisiert werden soll. Trotzdem hoffe man, den finanziellen Rahmen nicht ganz ausschöpfen zu müssen.

Zeitzeugen sollen zu Wort kommen

„Die Filme sollen ein Zeitdokument werden, bei dem Zeitzeugen und die Macher der Eingemeindung zu Wort kommen“, erklärte Bürgermeisterin Scherer.

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Wortmeldungen im Ausschuss

Kurt Miller (Freie Wähler) gab zu, anfangs skeptisch gewesen zu sein, inzwischen sehe er aber, dass viel erreicht wurde.

Rainer Deuschel (Grüne) wollte von der Verwaltung eine Aufschlüsselung, wofür das Geld jeweils verwendet werden soll. Bürgermeisterin Scherer antwortete ihm, wie bereits erwähnt für den Festakt, die Filme sowie für Organisatorisches.

Manfred Braun (Freie Wähler) sah Bad Wurzach bisher auf einem guten Weg, aber über die Turmdiskussion habe man viel Renommee und bei der Tourismusentwicklung etwa 15 Jahre verloren, ja man werde von den Nachbargemeinden ausgelacht. Dies sei eine erste Maßnahme und Chance, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. „Und wir müssen viel Geld ausgeben, für das was verpasst wurde.“

Die Bürgermeisterin sagte, die vergangenen 50 Jahre seien eine Erfolgsgeschichte gewesen, das sei ein Grund zum Feiern. „Wir wollen ein schönes Fest feiern, von dem man noch lange spricht.“

Rainer Deuschel kritisierte noch einmal, dass es keine Kostenaufschlüsselung gebe. Kurt Miller widersprach ihm: „Ich habe kein Problem damit, da wir ein Kostenobergrenze festgelegt haben und eben noch keine konkreten Zahlen vorliegen.“

Der Ausschuss stimmte der überplanmäßigen Ausgabe im Bereich Stadtmarketing  von 40.000 € (zusätzlich zu den bisher angesetzten 10.000 €) bei zwei Enthaltungen (Rainer Deuschel und Franz- Josef Maier) zu.
Uli Gresser




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