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Windkraft

In Diepoldshofen regt sich Widerstand



Diepoldshofen – 38 Hektar groß ist das Vorranggebiet „Diepoldshofener Wald“, in dem gemäß der Regionalplanung bis zu vier Windkraftanlagen Platz finden sollen. Das Gebiet zerfällt in eine Vielzahl kleiner Parzellen im Eigentum örtlicher Landwirte und von Erben, die zum Teil auswärts leben. Große Besitzer sind die Stadt Leutkirch mit 7,75 Hektar und die Diözese Rottenburg mit einem namhaften Anteil. Während die Stadt am 13. Oktober 2025 einer Verpachtung ihrer Flächen an die Windkraftfirma RES zugestimmt hat, hielt sich die Diözese bisher bedeckt.

Die Linie der Diözese in dieser heiklen Frage war bisher so, dass, wenn nicht ein Großteil der betroffenen Bevölkerung vor Ort, es heißt: mehr als 70 Prozent, hinter einer solchen Maßnahme steht und diese befürwortet bzw. mittragen kann, man keinen Nutzungs- bzw. Gestattungsvertrag mit einem Projektierer oder Betreiber abschließen werde. Das erfuhr die Bildschirmzeitung „Der Leutkircher“ im Juni 2025 auf Anfrage im Ordinariat in Rottenburg.

Um ein belastbares Stimmungsbild zu gewinnen, hat in den vergangenen Tagen und Wochen die „Interessensgemeinschaft gegen Windkraft im Diepoldshofener Wald“ in Diepoldshofen und der nahen Umgebung Unterschriften gesammelt. Die Liste dieser Proteststimmen – es sind 312 – wurde am vergangenen Montag, 24. November, per Mail nach Rottenburg an die Diözesanleitung geschickt. Die Pfarrgemeinde Diepoldshofen hat 460 Mitglieder (vom Kind bis zum Greis).

Auf Nachfrage bei den Unterschriftensammlern wurde deutlich, dass die Unterschriften zum ganz überwiegenden Teil aus dem Bereich der Pfarrgemeinde Diepoldshofen stammen und zu einem kleinen Teil aus nahen Weilern jenseits der Pfarreigrenzen.

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„Irreführend“

Aus dem Kreis der Diepoldshofer WKA-Gegner werden Aussagen im Offenen Brief von drei Leutkircher Gemeinderatsfraktionen an Bischof Klaus Krämer als irreführend gerügt; der Brief war von der Bildschirmzeitung „Der Leutkircher“ am Mittwoch, 26. November, veröffentlicht worden. In dem Offenen Brief der Fraktionen werde die Einwohnerzahl von Diepoldshofen mit „ca. tausend Einwohnern“ angegeben, was deutlich zu hoch sei, moniert eine Bürgerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Die politische Teilgemeinde Diepoldshofen (Kernort mit Wohnplätzen außerhalb) habe 690 Einwohner. Durch die zu hohe Prämisse von angeblich 1000 Einwohnern werde im Offenen Brief der Fraktionen eine zu niedrige Betroffenheit suggeriert.

„Damals nur halb so hoch“

Weiter kritisiert die Bürgerin die Argumentation im Offenen Brief der Fraktionen mit dem 2012 vom Leutkircher Gemeinderat festgelegten Leitbild „Nachhaltige Stadt“, in dem der Bau von sieben Windkraftanlagen auf Leutkircher Gemeindegebiet als Ziel benannt wurde. „Die Windkraftanlagen, die man damals vor Augen hatte, waren nur halb so groß wie die heutigen.“ In der Tat hatten die Windkraftanlagen in Deutschland im Jahre 2012 im Schnitt eine Nabenhöhe von rund 110 Metern bei einem Rotordurchmesser von etwa 88,4 Metern, also eine Gesamthöhe bis zur Flügelspitze von 154,2 Metern. Die von RES jetzt im Jahre 2025 beantragten WKA haben eine Nabenhöhe von ca. 180 Metern und einen Rotordurchmesser von 175 Metern, also eine Gesamthöhe von 267,5 Metern. „Im Brief an den Bischof werden Äpfel mit Birnen verglichen“, sagt die Bürgerin.

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Offener Brief von drei Leutkircher Gemeinderatsfraktionen an Bischof Dr. Klaus Krämer

Wir bitten darum, dass die Diözese verpachtet

Die Fraktionen Freie Wähler/FDP, Die Unabhängigen und Grünes Bürgerforum im Leutkircher Gemeinderat haben einen Offenen Brief an Dr. Klaus Krämer, den Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, gerichtet, in dem sie darum bitten, dass die Diözese Grundstücke für Windkrafterschließung im Diepoldshofer Wald bereitstellt. Die Bildschirmzeitung „Der Leutkircher“ veröffentlicht den Brief auf Bitten der Fraktionen nachstehend im vollen Wortlaut:

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