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Zahlreiche Zunft-Mitglieder präsentierten ein tolles, sportliches Programm

Der Jubiläums-Bürgerball



Foto: Carmen Notz
Bei der Feuershow wurde auch die Zahl “70” dargestellt – weil die Narrenzunft heuer 70-jähriges Bestehen feiert.

Leutkirch – Nicht nur der Narrenwurm am Sonntag (15.2.) war ein Umzug der Superlative, auch der Bürgerball war alles andere als gewöhnlich, schließlich konnte die Narrenzunft Nibelgau 70-jähriges Bestehen feiern. Die Zunft hat viele engagierte Mitglieder, die nicht nur in rund 1000 (!) ehrenamtlichen Stunden die Festhalle toll dekoriert hatten; zahlreiche „eigene Leut“ führten sportliche, akrobatische, lustige und närrische Programmpunkte auf, sehr zur Freude des Publikums, das viel Applaus spendete. Ein besonderer Dank ging an das Technik- und Deko-Team der Zunft, ohne die so ein Ball nicht stattfinden könnte (Namen am Ende des Artikels).  

Freddy führt seit 29 Jahren durchs Programm

Allen voran ist wie immer Moderator und Sänger Freddy Holzmüller (Bild), der seit sage und schreibe 29 Jahren durchs Bürgerball-Programm führt, Stimmung macht und singt, meistens zusammen mit Tochter Franzi.

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Freddy und Franzi.

„Elvis“ rockt seit 30 Jahren

Ein besonderes Jubiläum konnte der Leutkircher Elvis-Sänger Oliver Peidl feiern. Vor genau 30 Jahren trat er als 18-jähriger „Bua“ auf und mimte erstmals den berühmten Elvis im typischen weißen Nietenanzug, sang mit dieser unverwechselbaren Stimme weltbekannte Elvis-Lieder und schwang die Hüften. Er durfte am Samstagabend (14.2.) nicht fehlen, begeisterte so sehr (auch ohne Elvis-Outfit), dass mehrere Zugaben fällig waren. Passend zum Valentinstag agb es auch Liebeslieder. Im Hintergrund waren über Beamer Fotos von früher eingeblendet, ein Elvis-Tänzer aus dem Publikum kam spontan auf die Bühne, beide rockten zusammen den Saal.

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Ein Star des Abends – Oli Peidl als Elvis-Sänger: Er bekommt ein Foto als Geschenk: Es zeigt ihn vor 30 Jahren, beim ersten Auftritt beim Bürgerball.

Prinzengarde, TSG-Turnerinnen und Schlumpf-Oldies

Es folgte Highlight auf Highlight, nachdem Präsident Thomas Blum, das Prinzenpaar Sabrina und Nino sowie der ganze Nibelgauer Hofstaat die närrischen Gäste in der ausverkauften Halle begrüßt hatten. Die Prinzengarde zeigte mehrere Garde- und Showtänze, nach Choreografien von Saskia Müller, die seit Jahrzehnten die Prinzengarde anleitet. Die TSG-Turnerinnen traten in sportlicher Manier auf, um ihr Können zu demonstrieren. Räder, Salti, akrobatische Sprünge und Formationen zu fetziger Musik waren geboten. Die Showtanzgruppe der Narrenzunft bot zwei Tänze, zum Jubiläum im Häs der Leutkircher Narrengruppen inklusive Maske, was wirklich nicht einfach ist. Sie ernteten viel Applaus.

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Auch die Narrenzunft-Oldies bestreiten jedes Jahr einen Programmpunkt, was sehr gut ankommt, immerhin sind die meisten 50 plus. Als Schlümpfe verkleidet, mit Papa Schlumpf, unterhielten sie das Publikum mit einem Nibelgaulied. Auch Freddy und Franzi luden immer wieder zum Mitsingen ein, Bella Napoli schallte durch die Halle, es wurde geschunkelt und zwischendurch gab es zur Auflockerung eine Tanzrunde.

Die Grünen Hexen gibt es seit 66 Jahren

Ein besonderer optischer Leckerbissen war wieder der Auftritt der Green Boys mit etlichen jungen Männern aus der Gruppe der Grünen Hexen, die 2026 ein närrisches Jubiläum feiert: 66 Jahre jung sind sie. Das Publikum klatsche und feierte die Jungs, die einen toll einstudierten Tanz zeigten, unter anderem zum Song „Umbrella“. Auch hier war eine Zugabe fällig, und das entblößte Hinterteil mit rotem String-Tanga war nach der letztjährigen Vorstellung fast ein Muss. Prinzessin Sabrina verteilte nach fast jedem Auftritt Narren-Orden an die Akteure.

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Die Green Boys.

Guggenmusik Isny reißt das Publikum vom Hocker

Es ging Schlag auf Schlag, schon waren die Trommeln der Guggenmusik Isny zu hören. Bereits der Einmarsch ist ein Erlebnis, dann formieren sich die exzellenten Musiker mit Trompeten, Posaunen und den mächtigen Sousaphonen auf der Bühne, alle Schlagwerke sind vor der Bühne. Erkennungsmerkmal ist keine Fahne, sondern ein riesiger Sonnenschirm in den Farben der Kostüme rot-grün. Dirigent Christian hatte mit Trillerpfeife und alle Hände voll zu tun, doch er hat ja ein wahrlich eingespieltes Team vor sich, das viele Fasnetsumzüge begleitet, am Dienstag (17.2.) auch in Isny. Alle Narren machten mit, klatschten, sangen, standen auf Stühlen, gaben begeistert Applaus.

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Die Guggenmusik aus Isny heizt ein.

Die Feuershow

Der letzte Höhepunkt beim Bürgerball war die Feuershow der Wangener Künstlerin Mancucela. Sie zeigte eine wunderbar-feurige Performance, schwang in atemberaubender Geschwindigkeit die Feuerschalen und –fackeln zu monumentaler Musik. Am Schluss wurde die Zahl 70 entzündet, passend zum Jubiläum der Narrenzunft.

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Beeindruckend: die Feuershow.

Freddy Holzmüller holte zum großen Finale alle Künstler, Tänzer und Akteure auf die Bühne zum gemeinsamen Schlusslied.

Das Finale: Freddy mit allen Mitwirkenden.

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Dann ging es für die kreativ verkleideten Ballbesucher zum Tanzen oder in die Bars. Die Tanzband „Wild Chucks“ ist seit Jahren das musikalische Zugpferd beim Bürgerball, sie heizten dem närrischen Volk ordentlich ein, die Tanzfläche war gut gefüllt, bekannte Fasnets-Songs wurden mitgesungen. „Die Helden der Kindheit“ genossen eine lange Ballnacht in der Festhalle, während draußen die Schneedecke immer höher wuchs.

Thomas Blum (Mitte) und die ganze Zunft können stolz sein auf den so gelungenen Bürgerball.

Infos zur Narrenzunft: www.narrenzunft-nibelgau.de

Häs- und Maskenausstellung noch bis 22. Februar

Eine Häs- und Maskenausstellung ist noch bis 22. Februar in der Stadtbibliothek und in der KSK zu sehen, zu den jeweiligen Öffnungszeiten.

Für Technik und Deko verantwortlich waren …

Zunftrat für die Hallentechnik ist Alexander Notz, das Technik-Team sind Stefan Mösle, Jonas Notz, Patrick Fritz, Kilian Janz, Leo Briechle und Peter Maier. Für die Hallendeko sind Gerhard Stangl und Oliver Kanzian verantwortlich.
Text und Fotos: Carmen Notz

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Fotos: Carmen Notz

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