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Biotopverbund informierte im Neuen Schloss Kißlegg

Argenbühl, Kißlegg, Vogt und Wolfegg arbeiten zusammen



Foto: Julian Aicher
Sie stellten die Biotopvernetzung in den vier Gemeinden Argenbühl, Kißlegg, Vogt und Wolfegg vor. Links im Bild Tanja Westernacher vom Landschaftserhaltungsverband (LEV), rechts daneben Christoph Mozer, Biotopverbundmanager aus Kißlegg. Der Zweite von rechts ist Steffen Wolf vom Institut für Naturschutz und Landschaftsanalyse (INULA) in Freiburg.

Kißlegg – Die Gemeinden Argenbühl, Kißlegg, Vogt und Wolfegg. Sie haben sich zu einem „Biotopverbund” zusammengetan. Ziel: „Räume” dort zu schaffen „wo sich die Natur entwickeln kann”. So die Erklärung dazu von Kißleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher. Er begrüßte am 4. Februar im Neuen Schloss etliche Interessierte, die von Fachleuten mehr dazu hören wollten. Offenen Ohrs waren dabei auch seine Bürgermeisterkollegen Roland Sauter aus Argenbühl, Peter Smigoc aus Vogt und Peter Müller aus Wolfegg.

Chefsache: Die Biotopvernetzung in den vier Gemeinden Argenbühl, Kißlegg, Vogt und Wolfegg liegt den vier Bürgermeistern Dieter Krattenmacher (Kißlegg), Peter Müller (Wolfegg), Roland Sauter (Argenbühl) und Peter Smigoc (Vogt) am Herzen. Foto: Julian Aicher

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Der Biotopverbund wird ein „Maßnahmenkonzept” erarbeiten. Es soll im Winterhalbjahr 26/27 öffentlich vorgestellt werden. Es betrifft „430 Hektar Kernflächen” in den Argenbühl, Kißlegg, Vogt und Wolfegg. Und zwar „außerhalb bestehender Schutzgebiete”. So Steffen Wolf vom damit beauftragten Institut für Naturschutz und Landschaftsanalyse (INULA) Freiburg. Ziel: die Artenvielfalt zu erhalten und stärken. So erläuterte es Tanja Westernacher vom Landschafts-Erhaltungs-Verband (LEV) im Kreis Ravensburg.

Damit das Ganze „aus der Gemeinde ‘raus” mit vertrauten Leuten „vor Ort” entwickelt werde, haben die Rathäuser Argenbühl, Kißlegg, Vogt und Wolfegg zusammen den Forstökologen Christoph Mozer vom Bau- und Umweltamt Kißlegg zum „Biotopverbundmanager” bestellt. Der „recht breit gefächerte” Fachmann spiegelt dort „meine Erfahrung in verschiedenen Landesbehörden”. In dieser Form wohl eine „einzigartige Stelle” in Baden-Württemberg. Christoph Mozer: „Es sollen sämtliche Biotope kartiert werden.” Ergebnisse dieser Forschung würden dann „nach oben weitergegeben”. Also Richtung Stuttgart und Tübingen. Die Erhebung an sich solle das Freiburger Institut INULA ausführen. Dieses kenne die Gegend schon seit den 1990er Jahren. INULA habe unter anderem dort die Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH) vorgeschlagen.

Die Biotopvernetzung soll unter anderem verhindern, dass sich Lebensräume von natürlichen Pflanzen und Tieren immer mehr verkleinern. Verbindungsachsen zwischen solchen Räumen würden dabei helfen, sie zu bestärken. LEV-Geographin und -Umweltingenieurin Tanja Westernacher erläuterte beim Treffen in Kißlegg, dabei gehe es um „Offenflächen“ – also weniger um Wald.

Mozer nannte Beispiele

Was damit genauer gemeint sei, schilderte der Kißlegger Biotopverbundmananger Christoph Mozer anhand von Beispielen. Etwa am Beispiel des inzwischen wieder in kurvigen Linien daherfließenden Mollenbachs in Vogt. Dank eines Brückenbaus dort zeigten sich sowohl Landwirte als auch der Straßenbau angetan davon. Ebenfalls in Vogt sei der Kiebitz aus dem Baugebiet Damooserweg umgesiedelt worden. In einem Gewässer dort habe man „Mönche“ eingebaut – um das Nass dort zu halten (Mönch = Staubauwerk mit Ablass-Vorrichtung; Anm. d. DBSZ-Redaktion). Ins Wolfegger-Ach-Ufer wurden Bäume gepflanzt. Wolfegg selbst sei vom „Ausgleichskonzept Biberpark” beglückt worden. Im Bereich Kißlegg stelle der „Bürgerwald Immenried” „so eine Art Waldbiotop” dar. Ebenfalls in Kißlegg sei der Schlingseegraben verlegt worden. Als weitere Arbeiten nannte Mozer den „Ausgleich Annabach” und 300 Meter Gewässerlauf des Gießbachs Argenbühl. Mozer stellte das gesamte Gebiet der genannten vier Gemeinden als Landschaft mit „sehr vielen Moorflächen, fließenden Gewässern, Niedermooren und Seen” dar.

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„Nur zusammen mit den Landwirten“

Mehrmals betonte Kißleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher, dass all die Maßnahmen nur zusammen mit der Landwirtschaft ins Werk gesetzt werden würden. Christoph Mozer versicherte ebenfalls, dies geschehe „alles im Bereich Freiwilligkeit”. Landschaftserhalterin Tanja Westernacher: „Wir können auch keinen dazu zu zwingen.” Die Planarbeiten selbst sollen zu 90 Prozent vom Land bezahlt werden.

Biotop-Beratung in Neuen Schloss. Foto: Julian Aicher

Text und Fotos: Julian Aicher

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