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Bürgermeister Dieter Krattenmacher zieht Bilanz

2025 – Rückblick und Ausblick



Foto: Gemeinde
Dieter Krattenmacher ist seit 20 Jahren Bürgermeister von Kißlegg.

Kißlegg – Das Jahr 2025 neigt sich langsam seinem Ende zu. Beim folgenden Rückblick auf einige Geschehnisse und Entwicklungen in unserer Gemeinde kann wieder festgestellt werden, dass vieles im Wandel, aber auch vieles gelungen ist und erhalten werden konnte. Beim Blick in die Statistik zeigt sich, dass die Gemeinde weitergewachsen ist. Anfang Dezember wurde erstmals die Marke von 9700 Einwohnern erreicht. Während die Zahlen an unseren Kindergärten und Schulen insgesamt noch steigen, sind die Geburtenzahlen nun etwas rückläufig. Rückläufig ist inzwischen auch die Zahl von geflüchteten Menschen in den kommunalen Unterkünften. Stabil geblieben ist die Zahl der Arbeitsplätze in der Gemeinde.

Einige Themen haben die Kommunalpolitik und viele Menschen sehr beschäftigt. Nachfolgend einen kurzen Überblick.

Breitbandversorgung

Der Breitbandausbau steht als sichtbares Zeichen für den „Megatrend“ der Digitalisierung. Nicht nur im Rathaus werden Vorgänge digitalisiert, sondern in beinahe jeder Lebenslage lösen digitale Medien das Papier ab und verändern Vorgänge.

Insgesamt sollen in der Gemeinde in sechs Ausbauabschnitte rd. 35. Millionen € in den Breitbandausbau investiert werden. Der erst Abschnitt im Gewerbegebiet Zaisenhofen ist nahezu fertig und wird in den kommenden Monaten angeschaltet. Erfreulich ist, dass die Planungen für das „Weiße-Flecken-Programm“ nun auch Dank der konstruktiven Mitwirkung der Grundstückseigentümer im Außenbereich (fast) abgeschlossen sind und im Jahr 2026 in allen Gemeindeteilen gebaut wird. In Kißlegg-Ort könnte es 2026 zu einem weiteren Breitbandausbau eines privaten Unternehmens kommen.

Kommunale Einrichtungen

Die wohl schönsten Maßnahmen 2025 waren die Schlossparksanierung mit dem Springbrunnen, das runderneuerte DRK-Heim sowie das Landjugendheim in Immenried. Fotos: Gemeinde Kißlegg

Sanierung des ehemaligen Gasthauses „Löwen“ und Umnutzung zum künftigen Bürgerhaus

Das Bürgerhaus „Löwen“ ist das ambitionierteste Sozialprojekt der Gemeinde für die kommenden Jahre und wird zusammen mit dem Engagement von „Bürger für Bürger e.V“, der Nachbarschaftshilfe sowie der dort angesiedelten „Herz und Gemütstelle“ zum zentralen Treffpunkt der Generationen in der Gemeinde und für einige Mitbürgerinnen und Mitbürger zum neuen Zuhause. Die Eröffnung ist im September 2026 geplant.

Kläranlage Zaisenhofen

Nicht ganz so sichtbar ist das „Millionenprojekt“ Kläranlage. In der Kläranlage Zaisenhofen wird gerade für knapp 2 Mio. € ein neues Abwasser-Belebungsbecken in den miserablen Untergrund gebaut. Mit der Inbetriebnahme dieses „Herzstücks der Kläranlage“ im Jahr 2026 ist die Abwasserentsorgung wieder für die heutigen und künftigen Umweltanforderungen gerüstet. Auch bei der anderen Kläranlage bei Dürren wurde ein sechsstelliger Betrag in die Technikerneuerung investiert. Dies bildet dort zugleich den Auftakt für ein mehrere Millionen Euro umfassendes mehrjähriges Sanierungsprogramm.

Strandbad Obersee

Im Schwimmbad am Obersee kann nun wieder nach Herzenslust geschwommen, getaucht und geplanscht werden. Nachdem das Becken neu ausgekleidet und die Reinigungstechnik erneuert wurde, sind die Badeanlagen nun wieder für viele Jahre betriebsbereit.
Übrigens: Für „Eisbären“ und Erholungssuchende sind Teile des Strandbads nun auch im Winterhalbjahr geöffnet.

Ortsentwicklung

Derzeit ist eine Rekordzahl an Bebauungsplänen im Rathaus in Bearbeitung. Dies wird die Gemeinde in den kommenden Jahren nicht nur verändern, sondern auch zukunftsfähiger machen und vor allem zu mehr Wohnraum führen. Diese Bebauungspläne betreffen u.a. die Erweiterung der Becherhalde III (Wohnungsbau), der Käserei und GLW, Brenters bei Immenried, die Neuordnung des OMIRA-Areals (Wohnungsbau), die Abrundung und baurechtliche Sicherung von Bärenweiler, das Gewerbegebiet Waltershofen-Nord und das IKOWA. Andere laufende Planungsverfahren beschäftigen sich mit der Südspange, der Bahnunterführung, der Flurbereinigung Rempertshofen, der Innensanierung der Sporthalle Kißlegg, dem Anbau des St.-Hedwig-Kindergartens, einem Radwegebau bei Burg und der „Fahrradstraße Löhle“. Erste Bauplätze werden im kommenden Jahr angeboten werden können.

Energie

Östlich von Kißlegg sollen zwei Windkraftanalgen gebaut werden. Die Genehmigungen sind zwar inzwischen erteilt worden, aber das Ringen darum nimmt vorerst kein Ende. Unweit davon bei Schorrenhof wird gerade eine Preisland-PV-Anlage gebaut, die oben Strom und unten Viehfutter bringen soll. Auch die kommunale Wärmeplanung soll 2026 abgeschlossen werden. Erste Betrachtungen zeigen, dass Wärmenetze bei uns wohl kaum wirtschaftlich gebaut und betrieben werden können und damit jeder Gebäudeeigentümer weiterhin selbst gefordert ist, Entscheidungen für seine Wärmeversorgung zu treffen.

ÖPNV

Beim öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) sind nun weitere Angebote sichtbar: Der Kreistag hat beschlossen, dass es ab 2027 einen Schnellbus von Kißlegg ins Mittlere Schussental geben wird und das die Bahnlinie zwischen Kißlegg und Aulendorf (“Ringzug“) elektrifiziert und ausgebaut werden soll. Hier sind nun die an der Bahnlinie liegenden Städte und Gemeinden gefordert ebenfalls den Geldbeutel zu öffnen, um dieses Projekt voranzubringen. Das wird allerdings noch dauern und das Problem der verpassten Zuganschlüsse wohl noch auf Jahre weiterbestehen.

Medizinische Versorgung

2025 erfolgte die Gründung einer medizinischen Genossenschaft. Die „Praxis Kißlegg“ wurde als medizinisches Versorgungszentrum in die neugegründete Genossenschaft überführt und damit die medizinische Hausarztversorgung für unsere Gemeinde und die Nachbargemeinde Wolfegg weiter gesichert. Seither ist dieses Modell Vorbild für viele andere Städte und Gemeinden der weiteren Region. 

Finanzlage der Gemeinde

Die Finanzlage der Gemeinde ist, wie andernorts auch, inzwischen angespannter als in den vergangenen Jahren. Dies liegt einerseits an zurückgehenden Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen, andererseits an höheren Umlagen für den Landkreis (Betrieb der Oberschwabenklinik) und insgesamt steigenden Kosten. Positiv zu verzeichnen ist, dass die Gewerbesteuer noch immer gut fließt und dies auch zeigt, dass viele unserer Betriebe gut wirtschaften. Auch ist die Verschuldung der Gemeinde noch immer unterdurchschnittlich. Aber: Die in den vergangenen Jahren angesparten Rücklagen werden im Laufe des Jahres 2026 aufgebraucht und Kostenreduzierungen und Einnahmeerhöhungen zur Stabilisierung der gemeindlichen Haushaltssituation unvermeidlich sein.

Soziales Engagement

Wir alle wissen, dass das Leben nicht in Euro und Cent bemessen werden kann. Deshalb ist es gut für das Leben in unserer Gemeinde, dass wir über ein gut funktionierendes und von ehren- und hauptamtlichen Menschen getragenes soziales Netz in unserer Gemeinde verfügen. Es würde nun zu weit führen, dies alles an dieser Stelle zu erwähnen und zu würdigen.

Aber an einige Höhepunkte des sozialen Engagements soll an dieser Stelle erinnert werden:

Die Hospitalstiftung zum heiligen Geist wurde vor 450 Jahren in Kißlegg gegründet und betreibt nun seit 30 Jahren den Ulrichspark. Die OWB feierte das 50. Jubiläum seines ersten Wohnhauses. Der Hort an der Grundschule Kißlegg bietet nun seit 30 Jahren ein unverzichtbares Betreuungsangebot an und wird zusammen mit der Kernzeitenbetreuung in den kommenden Jahren zur Ganztagsbetreuung ausgebaut.

Vor 20 Jahren startete der Naturkindergarten mit dem ersten (und später abgebrannten) Bauwagen im Wald und schließlich konnte der Waldorfkindergarten und das MOBILE ihr neues Zuhause nahe der Herrenstraße beziehen. Und der von der Gemeinde und den beiden christlichen Kirchengemeinden getragene Verein „Bürger für Bürger“ hat sich unter der Führung seiner rührigen Vorsitzenden Doris Kurzhagen dazu entschlossen, den künftigen Betrieb im Bürgerhaus Löwen zu übernehmen.

Seit 20 Jahren im Amt

Vor 20 Jahren, am 2. Januar 2005 trat Dieter Krattenmacher sein Amt als Kißlegger Bürgermeister an und ist damit seit 1809 nach Franz Josef Speth (1886-1917) und Stephan Müller (1949-1975) der ausdauerndste Bürgermeister (Schultheiß) Kißleggs.

Aufzählungen haben leider immer den Makel, dass sie ein bisschen subjektiv und vor allem unvollständig sind. Die in den vorangegangenen Zeilen aufgeführten Schlaglichter sollen aber einen Einblick geben, dass 2025 wieder viel los war und durch das Zusammenwirken vieler Menschen auch einiges gelungen ist.

Der Gemeinderat, der Bürgermeister und die über 200 Bediensteten der Gemeinde Kißlegg wünschen Ihnen nun eine schöne Adventszeit und erfüllte Weihnachtstage. Wir hoffen sehr, dass Sie gesund bleiben und das kommende Jahr für Sie ein gutes wird. Wir wollen dazu unseren Beitrag leisten.
Kißlegg, Ende Dezember 2025

Mit herzlichen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen
Dieter Krattenmacher
Bürgermeister




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