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Fulminanter Auftakt in die Fasnet 2026

Häsrichten begeistert Aulendorf



Foto: NZ Aulendorf e.V.
Die Macher beim Häsrichten 2026 (von links): Carina Baur alias Frau Bäurle, Sandra Nägle als S‘ Nägele, Conny Hörnle als Fräulein Kreszenzia, Maria Arnold alias Traudl Prosecco, Britta Wekenmann-Arnold alias Hausmeister Bruno, Gisela Weggenmann alias Frau Abele, Tina Heinemann alias Stuagertere und Irene Steinhauser als Frau Stoi

Aulendorf – Mit einem stimmungsvollen und traditionsreichen Häsrichten ist die Narrenzunft Aulendorf am Samstagabend, 24. Januar, fulminant in die Fasnet gestartet. In der gut gefüllten Stadthalle erlebten die Besucher einen Abend voller Humor, Musik, Tanz und närrischer Seitenhiebe – ganz im Zeichen der schwäbisch-alemannischen Fasnet.

Den Auftakt des Abends gestaltete der Aulendorfer Fanfarenzug gemeinsam mit seinen Fahnenschwingern. Mit drei kraftvollen Stücken brachte er die närrische Stimmung in die Halle. Das Publikum dankte mit großem Applaus – ein gelungener Start für die erste Ballveranstaltung der Fasnet 2026.

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Zunftmeister Florian Angele (Bild) begrüßte anschließend in gewohnt launiger Manier die zahlreichen Gäste, darunter Abordnungen befreundeter Narrenzünfte, die Plätzlerzunft aus Weingarten, die Nachtwächtergruppe aus Bad Waldsee sowie Vertreter der Stadtverwaltung. Mit einem dreifachen „Was saischt au?“ und „Eckhex hui!“ war die närrische Stimmung in der Halle endgültig entfacht.

Tanz, Musik und beste Stimmung

Nach dem schwungvollen Auftakt durch den Fanfarenzug sorgten die Hofpagen (Bild) für die erste tänzerische Abwechslung auf der Bühne. Zu „Auf die Stühle“ klatschte und feierte das Publikum begeistert mit, forderte lautstark eine Zugabe und brachte die Stimmung weiter zum Kochen.

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Schaurige Inszenierung zum Auftakt

Ein erster Höhepunkt des Abends folgte mit der Entführung der Masken zum geheimen Verbannungsort. Maskenmeister Michael Weissenrieder entführte das Publikum in eine düstere, mystische Szenerie: Elf Glockenschläge, gedämpftes Licht und der Zauberberg mit dem Aulendorfer Schloss im Hintergrund sorgten für Gänsehaut. Das eindrucksvolle Auftreten der Masken Eckhex, Fetzle, Schnörkele, Tschore und Rätsch ließ die Zuschauer zwischen Spannung und Begeisterung schwanken. Mit feierlichen Worten kündigte der Maskenmeister den baldigen Beginn des Maskenspuks an – ein Ritual, das Tradition und Emotion gekonnt verband.

Maskenmeister Michael Weissenrieder waltet seines Amtes.

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Spitzer Humor und lokale Seitenhiebe

Der zweite Teil des Abends stand ganz im Zeichen des traditionellen Häsrichtens. Mit dem Häsrichterlied eröffneten Maria Arnold alias Traudl Prosecco, Conny Hörnle als Fräulein Kreszenzia, Sandra Nägle als S’ Nägele, Tina Heinemann als die Stuagertere, Irene Steinhauser als Frau Stoi, Carina Baur als Frau Bäurle und Britta Wekenmann-Arnold alias Hausmeister Bruno ihr Programm. Für besondere Freude sorgte der überraschende Auftritt von Gisela Weggenmann, die viele Jahre Teil der Häsrichtergruppe war.

Die Häsrichtergruppe.

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Gise Weggenmann, ehemalige Häsrichterin (rechts), leistet einen Beitrag. Der natürlich fotografisch dokumentiert wird.

Auf der Bühne, die wie der Kirchenraum der Pfarrkirche St. Martin gestaltet war, spielten die Häsrichter humorvoll die größten Pannen und Missgeschicke des Jahres 2025 in Aulendorf nach – treffsicher, liebevoll und erstmals musikalisch begleitet von Ede Butscher an der Gitarre. Ob urkomische Beweisfotos oder kabarettistische Szenen: Das Publikum lachte, sang mit und fühlte sich bestens unterhalten.

Die Stadtspitze im Visier

Natürlich blieben auch prominente Persönlichkeiten nicht verschont. Bürgermeister Matthias Burth geriet gemeinsam mit drei weiteren hochrangigen Aulendorfern ins Visier der närrischen Chronisten: Beim diesjährigen Stadtjubiläum versuchten diese auf der Bühne, die inoffizielle Aulendorfer Hymne „I be an Auladorfer“ zum Besten zu geben. Doch trotz Textblatt in der Hand gelang der Vortrag nicht wie geplant – das Quartett verhaspelte sich derart, dass der Auftritt abgebrochen und kurzerhand von vorne begonnen werden musste. Eine Szene, die nun beim Häsrichten für schallendes Gelächter sorgte.

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Brigitte Thoma von der Stadtverwaltung, deren Hauptamt viel mit der Fasnet zu tun hat und die auch selbst ein Herz für das Brauchtum hat, erhält einen Fasnestorden. Der “Zunfte” (rechts) und sein Vize gratulieren.

Gruppe E?

Auch die geliebte Nachbarstadt Bad Waldsee bekam ihr Fett weg: Dort wurde über Soziale Medien nach der äußerst seltenen Blutgruppe E gesucht – offenbar fließt in Bad Waldsee ganz besonders edles Blut.

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Zum Schluss der Narrenmarsch

Nach rund zwei Stunden voller Gesang, Gelächter und närrischer Höhepunkte endete das Häsrichten mit dem traditionellen Narrenmarsch und der feierlichen Vergabe der Jahresorden an alle Beteiligten. Der langanhaltende Applaus zeigte deutlich: Das Publikum war begeistert.

Das Fazit des Abends fiel eindeutig aus: Aulendorf nimmt sich selbst nicht zu ernst – und genau darin liegt der besondere Charme des Häsrichtens. Ein rundum gelungener Start in die Fasnet 2026.
Text: Vanessa Rösch / Fotos (6): Peter Herbst




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