Hochkarätiger Big-Band- Workshop am Studienkolleg St. Johann
Blönried – Wenn der Chefdirigent des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg und ein renommierter Jazzsaxophonist gemeinsam in der Aula des Studienkollegs St. Johann stehen, dann liegt etwas Besonderes in der Luft. Am Montag, den 19. Januar, erlebte die schuleigene Big Band einen Workshop-Tag, der weit über die gewöhnliche Probenarbeit hinausging und die jungen Talente nachhaltig inspirierte.
Profis am Werk: Rückkehr und Premiere
Mit Prof. Stefan Halder kehrte ein bekanntes Gesicht an seine einstige Schule zurück. Der ehemalige Blönrieder Schüler, heute Professor an der Musikhochschule in Trossingen und Chefdirigent des Landespolizeiorchesters, brachte nicht nur fachliche Exzellenz, sondern auch eine spürbare Verbundenheit mit seiner alten Heimat mit.
An seiner Seite: Peter Lehel, einer der renommiertesten Jazzsaxophonisten Deutschlands aus Karlsruhe, der mit seiner Expertise im Bereich Improvisation und Jazz-Phrasierung neue Horizonte eröffnete.
Vom Klangkörper zur Einheit
Im Zentrum der Arbeit mit Stefan Halder stand die Klangentfaltung des Orchesters. Gemeinsam mit dem Ensemble arbeitete er mit den einzelnen Registern an einem einheitlichen Klangbild und der richtigen Farbmischung. Dabei ging es nicht nur um die richtigen Töne, sondern vor allem um die Haltung: Mutiges Spielen und eine konstante innere Spannung waren die Schlagworte. Halder vermittelte eindrucksvoll, dass Musik erst dann entsteht, wenn alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung für den Gesamtklang übernehmen.
Blues, Energie und der Mut zur Improvisation
Peter Lehel vertiefte derweil die rhythmische und solistische Komponente. Ein besonderes Highlight war die Einheit zum Thema Improvisation. In einem packenden „Call and Response“Dialog zwischen Lehel und dem regulären Leiter der Big Band, Severin Hänsler (Trompete), wurde Theorie lebendig. Inspiriert durch dieses Vorbild konnte die Schülerschaft im Anschluss selbst aktiv werden: In einer vereinfachten Version probierten sich die Jugendlichen an eigenen „Antworten“ im Call-and-Response-Stil aus. Dabei lernten sie nicht nur die Grundlagen von Harmonielehre und Blues-Tonleitern, sondern vor allem, wie man musische Begeisterung auf die Bühne bringt. Lehel und Halder zeigten auf, wie wichtig die eigene Energie ist, um den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen.
Ein Dank an die Möglichmacher
Ein Tag dieser Intensität ist nur durch eine starke Gemeinschaft möglich. Ein herzlicher Dank gilt den Dozenten Stefan Halder und Peter Lehel für ihre leidenschaftliche Arbeit. Ebenso gebührt dem Organisationsteam um Andrea Zeller, Daniel Zeller und Michael Thaler sowie Severin Hänsler Anerkennung für die Vorbereitung. Ein besonderes Dankeschön geht an den Förderverein des Studienkollegs, der dieses außergewöhnliche pädagogische und künstlerische Erlebnis finanziell ermöglicht hat und an die Schulleitung des Studienkollegs St. Johann.

















