„So offen, so mutig, so selbstlos”
Isny – Eine Baustelle in Wangen. Ein 17-jähriger Zimmermann merkt Feuer im Nachbargebäude. Er registriert, dass in dessen Obergeschoss noch Kinder sind. Der 17-jährige rennt rauf und holt die Kinder aus der Gefahr. Bastian Prinz heißt dieser Lebensretter. Am Freitagnachmittag (30. Januar) wurde er dafür von der Thomas-Fritz-Heldenstiftung im Historischen Sitzungssaal des Rathauses Isny geehrt. Ebenso Jens Fischer. Der hatte sich in Isny mit seinem Radlader einem Amokfahrer in den Weg gestellt.

Bastian Prinz, Alltagsheld.

Jens Fischer, Alltagsheld.
„So offen, so mutig, so selbstlos.” Der stellvertretende Bürgermeister Gebhard Mayer lobt die so Ausgezeichneten als Vorbilder. Ihn freuen diese „Leute, die aus der Situation raus handeln.” Dabei behalten die beiden so Ausgezeichneten das Preisgeld gar nicht für sich. Bastian Prinz überlässt die ihm zugewandten 5000 Euro dem Jugendrotkreuz Wangen. Das findet wiederum Sandra Heine vom Jugendrotkreuz „mega”. Der 47 Jahre alte LKW-Fahrer Jens Fischer gibt sein Preisgeld an das Kinderhospiz Bad Grönenbach weiter. Großen Dank spricht von dort aus Johannes Buhmann aus.
Können sich die Geehrten an den Augenblick erinnern, als sie die Gefahr erkannten – und mutig handelten? „In dem Moment denkt man nichts”, sagt Jugend-Feuerwehrmann Bastian Prinz: „Alles ist sehr schnell gegangen.” „Man zieht die Reißleine”, ergänzt auch Jens Fischer über den Zeitpunkt, als er in den Radlader stieg, um einem Amokfahrer den Weg auf die Verkehrsstraße zu sperren.
Gebs Mayer: „Das sind Helden”
„Solche Dinge sollte man nicht vergessen”, lobt Isnys Bürgermeister-Stellvertreter Gebhard Mayer – und weist auf die Ausgezeichneten mit dem Satz: „Das sind die Helden.”
Text und Fotos: Julian Aicher













