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Regionales Energieforum Isny

REFI informiert über Photovoltaik auf Frei- und Agrarflächen



Isny – Das Regionale Energieforum Isny (REFI) hat sich der Information über erneuerbare Energien verschrieben. Insbesondere die Nutzung in Isny und auch das Anstoßen von Projekten hier liegt dem Verein am Herzen. Vereinsmitglieder haben sich in das Thema allgemein und im Speziellen eingearbeitet. Vereinsvorsitzender Dr. Guntram Fischer referierte nun im Energiehaus des Gymnasiums über die Möglichkeiten von solarer Nutzung auf Freiflächen, insbesondere aber die kombinierte Nutzung von landwirtschaftlich genutzter Fläche und PV.

Freiflächenanlagen, also Flächen, die nur für die Stromerzeugung genutzt werden, waren anfangs nur entlang von Autobahnen und Bahnlinien und auf minderwertigerem/vorbelastetem Land erlaubt. Seit 2017 wurde die Flächenkulisse ausgeweitet auf sogenannte „benachteiligte“ Gebiete. Benachteiligt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Landwirtschaft unter erschwerten Bedingungen erfolgt. Im Allgäu, auch um Isny, gehören sehr viele Flächen dazu.

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Fischer erläuterte ausführlich die unterschiedlichen Agri-PV-Anlagen von aufgeständerten Systemen, unter denen Sonderkulturen oder auch Nutztiere gute Bedingungen finden, bis zu vertikalen Anlagen, zwischen denen mit Maschinen gefahren und geerntet werden kann. Also eine kombinierte Nutzung, die in Hofnähe zu den baulich privilegierten Anlagen im Außenbereich zählt. Die Module bieten mehr Vorteile als nur die Stromgewinnung. Denn sie können Schutz vor Hagel, Starkregen, Wind und intensiver UV-Strahlung bieten. Wie Untersuchungen ergeben hätten, könne die Wasserverdunstung unter diesen Anlagen um bis zu 30 Prozent reduziert werden. „Angesichts des Klimawandels ein nicht zu unterschätzender Punkt“, sagte Fischer.

Wenn die PV-Anlage nicht mehr als 15 Prozent der Fläche benötige – in der Regel seien es sogar weniger – bleibe dem Landwirt die GAP-Förderung erhalten, führte Fischer aus. Er verschwieg jedoch auch nicht, dass die Anlagen für Landwirte Einschränkungen bedeuten. Maschinenbreiten müssten angepasst und die Fahrgeschwindigkeit reduziert werden. Überdies muss der Streifen unter der Anlage, der als Blühstreifen der Biodiversität zugutekommt, einmal jährlich gemäht werden. Darüber gab es auch eine Diskussion mit einer anwesenden Landwirtsfamilie. Andererseits kann eine PV-Anlage aber eine gute zusätzliche Einnahmequelle sein, wenn sie auf eigenem Grund steht.

Info: Interessenten finden zu Energiethemen weitere Unterlagen auf www.energieforum-isny.de.

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