CDU mit 30,3 % knapp vor der AfD (28,2 %)
Aulendorf (rei) – Ein atypisches Ergebnis hat die Landtagswahl im Bereich Aulendorf erbracht. Mit 28,2 Prozent liegt die AfD hier fast zehn Prozentpunkte über ihrem Landesergebnis (18,8 Prozent). Und der im Wahlkreis so starke CDU-Kandidat Raimund Haser, der in Bad Wurzach (49,6 Prozent), Kißlegg (48,6 %), Leutkirch (46,4 %) und Bad Waldsee (43,3 %) über 40 Prozent der Erststimmen für sich verbuchen konnte, erreichte in Aulendorf “nur” 35,1 Prozent – was aber immer noch deutlich über dem Aulendorfer Ergebnis seiner Partei liegt (30,3 Prozent; 8,5 Prozent Zuwachs gegenüber 2021). Die AfD-Kandidatin Carmen Haug, wohnhaft in Bad Waldsee, erreichte in Aulendorf ein Erststimmen-Ergebnis von 29,2 Prozent. Auf der Landesliste der AfD auf Platz 8 platziert, zieht sie in den Landtag ein (die AfD holte insgesamt 35 Mandate, davon 34 Listenmandate). Die GrünenKandidatin Petra Krebs büßte im Vergleich zu 2021 11,4 Prozentpunkte ein. Auch sie war über die Landesliste abgesichert und bleibt Landtagsabgeordnete.
Hier das Ergebnis der Landtagswahl in Aulendorf (Zweitstimmen = Parteienwahl; in Klammern der Unterschied zu 2021):
CDU: 30,3 Prozent (+ 8,5)
Grüne: 24,0 Prozent (- 8,2)
AfD: 28,2 Prozent (+ 14,6)
SPD: 4,1 Prozent (- 7,0)
FDP: 3,3 Prozent (- 6,3)
Linke: 3,3 Prozent (+ 0,5)
BSW: 1,6 Prozent (nicht angetreten)
Nachstehend das Ergebnis bei den Erststimmen (Personenwahl):
Raimund Haser, CDU: 35,1 Prozent
Petra Krebs, Grüne: 20,8 Prozent
Carmen Haug, AfD: 29,2 Prozent
Rosa Hübner, SPD: 5,4 Prozent
Daniel Derscheid, FDP: 4,6 Prozent
Sophie Heiß, Linke: 5,0 Prozent
Raimund Haser (CDU) gewann das Direktmandat im Wahlkreis Wangen-Illertal (WK 68) und holte das Mandat damit von Petra Krebs (Die Grünen) zurück, die vor fünf Jahren gesiegt hatte (Haser war damals als stimmenstarker Verlierer über die Zweitauszählung in den Landtag eingerückt). Vor zehn Jahren war das Duell Haser – Krebs zugunsten des CDU-Politikers ausgegangen. Damals war Petra Krebs über die Zweitauszählung in den Landtag eingezogen.
Die Aulendorfer Wahlbeteiligung lag mit 66,8 Prozent unter dem Landesschnitt (69,6 Prozent)












