Narrensprung in Aitrach
Aitrach – Getreu dem diesjährigen Motto der Aitracher Fasnet „Auf dem Bauernhof“ präsentierten sich am Samstag viele Fußgruppen der heimischen Narrenzunft beim traditionellen Narrensprung in der Illertalgemeinde. Mehr als 3000 Mitwirkende in 75 Gruppen sorgten für Hochstimmung beim zweistündigen Umzug. Hästräger von 35 Narrenzünften der alemannischen Fasnet, dem bayerischen Fasching, Prinzenpaare und Gardemädchen, Lumpenkapellen, Fanfarenzüge, Schalmeien und Blaskapellen begeisterten die zahlreichen Besucher.
Höhepunkte und absolute Hingucker beim Aitracher Gaudiwurm waren die heimischen Fußgruppen und Wagenbauer, welche die Landwirtschaft, aber auch aktuelle politische Themen der Gegenwart in Stadt und Land bunt und fantasievoll präsentieren.
Leider konnte die Affenfamilie Ankenreute Ihr Versprechen was das Wetter anbetrifft nicht halten, auch wenn diese ihre Affen steigen ließen.

Der heimische Fanfarenzug führte den Gaudiwurm an, gefolgt von den Aitracher Narrenzunftgruppen den Roi- und Kellaweible, den Prinzenpaaren Prinzessin Sophia und Prinz Mexx I und Martha und Lian sowie den Gardemädchen. Mit dabei auch der Kindergarten Arche Noah. In bunter Folge bewegte sich der Narrenzug auf der Ortsdurchfahrt und präsentierte sich in ausgelassener Stimmung trotz des Regenwetters dem begeistert mitgehenden Publikum. Abwechslungsreiche, spektakuläre und sportliche Darbietungen der Maskenträger, der insgesamt 14 Musikgruppen und nicht zuletzt von den fantasievollen Fußgruppen wurden geboten, und für die kleinen Besucher gab es vielfältige Süßigkeiten zum Aufsammeln. Bei der typischen Aitracher Dorffasnet finden Fasnet, Fasching und Karneval aus Württemberg und Bayern zusammen. Es wurden Pyramiden gebaut und Kunstspringen gezeigt.
„Gruber und Freunde“ erinnerten auf dem Bauernhof, was macht Spaß: „Schaun das Schaf“. Die Bannwald Narren Vogelscheuchen, Stroh im Kopf, der „Royale Freundeskreis “Steck da Kopf it en da Sand – d`Straußa send omanand“. Der „Förderverein der glückseligen Fasnet“ bedauerte Löwen ade – Hirsch Juhee. Die Aitracher Fußballer als FC Allstars „Ackerbau und Viehzucht und Biogasanlage. MV Aitrach und Freunde – Aitracher Stallfliegen „Fluiga Dätschr“.
Aber auch die Bayern waren stark vertreten: Faschingswagen, Fuß-, Musik- und Maskengruppen aus Memmingen und Ronsberg, sowie Illerbeuren, Volkratshofen, Legau und Memmingerberg bereicherten den närrischen Gaudiwurm. Die Landjugend Volkeratshofen hatte einen Barbie-Wagen mit dem aktuellen Thema „Bauer sucht Barbie”.

Nicht mehr weg zu denken sind Waltraud und Mariechen aus dem benachbarten Aichstetten mit dem depperten Depp aus USA.
Ein großes Kompliment gilt allen Maskenträgern und Gruppen für das disziplinierte Verhalten während des Umzuges bei solchen Witterungsverhältnissen – das gilt besonders für die Gardemädchen, die trotz leichter Bekleidung ihre Tänze zeigten, aber auch für die Hexen, die trotz Nässe und Kälte ihre Pyramiden bauten.
Zunftmeisterin Susa mit ihrem Tannheimer Kollegen Markus Arnold, Eva Lautenbacher am Rössle sowie Michael Weinmann, besser bekannt als der „Moser“ hielten die teils durchnässten Zuschauer bei bester Laune.
Terxt und Fotos: Josef Hanns
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