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Ausführllcher Bericht mit vielen Bildern

Jubiläumskonzert des Musikvereins Aichstetten – kurzweilig bis Mitternacht



Foto: Hans Reichert
Der Musikverein Aichstetten unter der Stabführung von Josef Möslang. Bei diesem Stück als Solist am Alt-Saxophon: Hans Merk.

Aichstetten – Wenn die Musikkapelle Aichstetten zum Jubiläumskonzert lädt, dann weiß man im Dorf: Da wird’s gemütlich, klangvoll und lang – und bestimmt nicht langweilig. Seit stolzen 222 Jahren halten die Musikerinnen und Musiker aus Aichstetten ihre Leidenschaft für die Blasmusik lebendig, und das mit spürbarem Herzblut.

In der vollbesetzten Mehrzweckhalle zeigte sich eindrucksvoll, was den Verein so besonders macht: Gemeinschaft, Freude am Musizieren und ganz viel Bodenständigkeit. Dirigent Josef Möslang führte charmant durchs Programm, mit Witz, Wissen und Liebe zur Musik. Vorstand Klaus Franzesko dankte den vielen früheren Musikern, Dirigenten und Vorständen, aber auch den Ehrengästen und begrüßte Pfarrer Ernst-Christof Geil, Bürgermeister Hubert Erath und den zahlreichen Ehrenmitgliedern, die als wahres Fundament des Vereins gelten.

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Spanisches Temperament und bekannte Melodien

Den Auftakt machte eine spanische Ouvertüre, die mit Kastagnetten und feurigem Rhythmus südliches Temperament ins Allgäu brachte. „Wir sind heute vielfältig unterwegs“, versprach Möslang – und hielt sein Wort. Das Programm führte quer durch die Musikgeschichte: von den gefühlvollen Melodien aus der Stummfilmzeit von Charlie Chaplin bis hin zum charmanten „Paris sera toujours Paris“ und einem Lieblingsstück des früheren Dirigenten Sepp Schad: „Cordilleras de Los Andes”

Mit der „West Side Story“ zündete die Kapelle endgültig den musikalischen Funken – kräftige Paukenschläge, lebendige Bläsersätze und schwungvolle Bongos rissen das Publikum mit. Für echte Aha-Momente sorgte das anschließende Medley bekannter Fernsehmusiken – wer da nicht mitsummte, kannte wohl doch zu wenig Fernsehklassiker.

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Heribert Meyer geehrt

Ein besonders rührender Moment war die Ehrung von Heribert Meyer. Klaus Franzesko würdigte ihn als Vorbild, Freund und Motor für die Jugendarbeit. Seit 57 Jahren hält Meyer den Takt mit, hat dreißig Musikerinnen und Musiker ausgebildet und entscheidend dazu beigetragen, dass die Kapelle heute so lebendig ist. Der langanhaltende Applaus sprach Bände – Aichstetten dankte einem seiner Besten.

Mit den festlichen „Jubelklängen“ verabschiedete sich die Musikkapelle in die Pause – und das Publikum summte zufrieden mit. Ein Konzertabend, wie man ihn im Allgäu liebt: bodenständig, herzlich und mit Musik, die mitten ins Herz geht.

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Zweiter Teil mit Witz, Überraschung und Showtalent

Nach dem konzertanten und feierlichen ersten Teil ging es im zweiten Teil des Abends deutlich lockerer und unterhaltsamer zu. Verschiedene Ensembles der Musikkapelle zeigten, was musikalische Vielfalt und Spielfreude in Aichstetten bedeuten – mit einer bunten Mischung aus Show, Humor und musikalischem Können.

Den Anfang machten die jungen Talente des „BBQ“-Quartetts. Die vier Buben – allesamt Schüler von Heribert Meyer – zeigten, wie frisch und frech moderne Volksmusik auf Blasinstrumenten klingen kann. Mit sichtbarer Freude und feinem Humor spielten sie sich rasch in die Herzen des Publikums – köstlich, wie sie mit Tempo, Takt und einem Augenzwinkern ihre Stücke präsentierten.

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Wenn Witwen plötzlich shoppen gehen

Für viele Lacher sorgten dann die „Schrillen Musikperlen“. Als trauernde Witwen kamen sie auf die Bühne, wandelten sich jedoch rasch zu lebenslustigen Damen, denen das Leben (und die Männerwelt) wieder Spaß macht – besonders, wenn man beim Onlinehändler des Vertrauens gleich den passenden Partner mit Rückgaberecht finden könnte. Das Publikum kringelte sich vor Lachen, und der Applaus wollte gar nicht enden.

Blasmusik in Tracht und mit Humor

Weiter ging’s in alpenländischer Manier: Ein Blechquintett brachte den „Walzer für Irmi“ zu Gehör, in der Mitte die Tuba – stattlich und klangvoll. Danach folgte das Stück „Für Bastl“, natürlich stilecht in Tracht. Heimatklang pur.

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Dann wurde es modern: Die Formation „6-5-4-3-2-1“ kombinierte Musik und Show mit viel Schwung. Es folgten junge Musiker mit punkigem Sound, die für frischen Wind sorgten. Besonders in Erinnerung blieb das Duo mit seinem Stimmakrobatik-Hit rund um den Zungenbrecher vom „Rhabarberkuchen der Barbara“. Was für eine Leistung – und was für ein Spaß.

Finale mit Lichtern und Emotionen

Zum Abschluss brachte die Egerländer-Formation die Halle noch einmal zum Beben. Mit Klassikern wie der „Luftballon-Polka“ und dem stimmungsvollen „Bis bald, auf Wiedersehn“ (gesungen von Dirigent Josef Möslang gemeinsam mit Jasmin Waldmann) verabschiedete sich die Kapelle von ihrem Publikum.

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Als beim großen Finale die Handylichter in der dunklen Halle aufleuchteten, lag eine besondere Stimmung in der Luft – ein Moment für die Herzen, voller Dankbarkeit und Freude. So endete ein unvergesslicher Konzertabend, der einmal mehr zeigte: Musik verbindet – und in Aichstetten ganz besonders.

Kann stolz sein auf ein großartiges Konzert: Dirigent Josef Möslng.

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Solist an der Klarinette: Markus Kuhlmann.

Trompeter Armin Rünz.

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Vorstand Patrick Krattenmacher, neues Ehrenmitglied Heribert Meyer, Vorstand Klaus Franzesko (von links).

Ehrendirigent Sepp Schad, Vorstand Klaus Franzesko.

Pius Fleck, Paul Langegger, Ben Langegger, Felix Waldmann = Ensemble „BBQ“.

„Die schrillen Musikperlen“.

Annika Kling, Sophie Frener, Sandra Spöcker, Christa Heinz, Elisabeth Möslang-Haas, Jasmin Waldmann, Margit Bärtle, Andrea Kuhn, Martina Haller, Sandra Buck.

Michael Langegger, Hermann Langegger, Cornelius Heine, Sebastian Heine, Patrick Krattenmacher, Oskar Meyer.

Die jungen Pop-Punkrocker.

Michael Langegger.

Cornelius Heine, Michael Langegger =  „Duo Wahnsinn“

Jasmin Waldmann und Josef Möslang.

Jürgen Steinhauser, Cornelius Heine, Georg Hau.

Michael Langegger, Sebastian Heine, Cornelius Heine, Markus Kuhlmann, Patrick Krattenmacher.

Der Musikverein Aichstetten am Schluss des großartigen Jubiläumskonzerts.

Text und Fotos: Hans Reichert




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