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Leserbrief

Windkraft ist kein Feind der Natur



Zum Artikel Deutschlandweites Filmprojekt zur Gefahr durch Windkraft (DBSZ am 13. Januar)

Mit Interesse habe ich den Beitrag über das Filmprojekt zur Windkraft gelesen. Ich möchte jedoch die verunsicherten Bürgerinnen und Bürger beruhigen. Die Situation ist nicht so dramatisch, wie Windkraftgegner, darunter auch Frau Dr. Carmen Pöhl, behaupten.

Als das Handy eingeführt wurde, hatten viele Menschen Angst vor Strahlen. Heute nutzt jeder selbstverständlich Handy und WLAN. Die befürchteten Gefahren sind ausgeblieben. Ähnlich ist es bei der Windkraft. Neue Technologien lösen Unsicherheit aus, doch mit der Zeit zeigt sich, dass sie unser Leben erleichtern und uns helfen. 

Im Artikel ist von bis zu 70 geplanten Windkraftanlagen die Rede. Verglichen mit den über 20.000 Windkraftanlagen, die es bereits in Deutschland gibt, stellt diese Zahl für mich keine Gefahr dar. In vielen Regionen stehen seit Jahren zahlreiche Anlagen, ohne dass die Natur oder die Lebensqualität der Menschen darunter gelitten hätten. Auch in Norddeutschland, wo besonders viele Windräder stehen, ist es nicht trockener geworden und die Menschen profitieren wirtschaftlich an dieser Form der Energiegewinnung.

Dass hier in unserer Gegend bisher noch keine Windkraftanlagen stehen, erklärt, warum viele Menschen skeptisch sind. Man ist es einfach nicht gewohnt. Besonders ältere Menschen tun sich mit neuen Entwicklungen oft schwer, weil sie an das Vertraute gewöhnt sind. Das ist völlig normal und verdient Respekt. Trotzdem möchte ich dazu ermutigen, den Veränderungen offen zu begegnen, die Ängste nicht unnötig zu vergrößern und die Bewohner dadurch zu verunsichern.

Andere Länder wie China bauen konsequent Windkraftanlagen, um ihre Wirtschaft zu stärken und unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu werden. Auch Deutschland profitiert davon. Jede einzelne Windanlage schafft Arbeitsplätze beim Bau und Betrieb, erhöht unsere energetische Unabhängigkeit und macht uns weniger abhängig von Ressourcen aus dem Ausland.

Die Region rund um das Wurzacher Ried gehört zu den windreichsten Gebieten in Baden-Württemberg, liegt in einer Höhenlage um etwa 650 m über dem Meeresspiegel und eignet sich daher sehr gut für die Nutzung von Windkraft. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Windkraftanlagen nicht für eine Austrocknung von Mooren verantwortlich sind. Der Wasserhaushalt wird vor allem durch Niederschläge, den Grundwasserstand und die zunehmende Erwärmung durch den Klimawandel beeinflusst.

Windkraft ist kein Feind der Natur, sondern ein wichtiger Teil der Energiewende und kommt uns Menschen zugute.
Ulrich Kazmaier, Bad Wurzach (Vorstand Energiebündnis Bad Wurzach / Bad Waldsee)

Anm. d. DBSZ-Red.: Leserbriefe sind Meinungsäußerungen. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.

Bevorzugt veröffentlichen wir Leserbriefe zu lokalen und regionalen Themen. Aber auch Meinungsäußerungen zu allgemeinen Themen, die die hiesige Leserschaft bewegen, werden gerne entgegengenommen.



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Leserbrief

Deutschlandweites Filmprojekt zur Gefahr durch Windkraft

Viele Menschen in Deutschland fühlen sich von Windkraftprojekten übergangen – so auch bei uns. Unsere Sorgen um Heimat, Natur und Gesundheit finden bisher kaum Gehör. Zu sehen ist der Widerstand jedoch nun überall – Banner mit Hinweisen wie „zu nah, zu viele“ oder „Windindustrie trocknet Moore aus“ tauchen im Haistergau, in Mühlhausen, in Aulendorf, in Diepoldshofen und an vielen weiteren Orten auf.
von Carmen Pöhl
veröffentlicht am 13. Januar 2026

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