Fragwürdige Sehnsucht nach dem „Wurzacher Turm”
Zum Artikel „Stadt muss den Kurbetrieb mit 1,5 Millionen Euro stützen” (DBSZ am 28.1.)
Die Sitzung des Gemeinderats von Bad Wurzach am 26. Januar scheint, zumindest was das Statement des „Mir Wurzachers” F.J. Maier betrifft, neben der defizitären Schieflage der Kurbetriebe mit 1,5 Millionen Miese, ein absolutes Highlight gewesen zu sein. So beschreibt Maier unsere Riedstadt als kleines unscheinbares Nest, das abseits des Allgäu-Tourismus als Kurstadt und Moorheilbad dümpelt.
Eine Lösung wäre aus seiner Sicht neben dem Biosphären-Gebiet „Wurzacher Ried” der Erlebnis-Turm im Europa-Moor gewesen als Initial-Zündung im aktuellen deutschen Tourismusboom.
Da muss man direkt mal Luft holen. Denn an den Turm als eine Einnahme- und Popularitäts-Explosion zu glauben, ist weit hergeholt und weckt rückblickend eher satirische Gefühle. Bad Wurzach kann eher froh sein darüber, den Turm nicht als zweites Finanzloch bewältigen zu müssen in Anbetracht der mit Sicherheit immensen Folge- und Instandhaltungskosten.
Die Sehnsucht nach dem Turm ist bizarr und unverständlich. Er hätte die finanziellen und organisatorischen Defizite im Kurbetrieb mitnichten wettgemacht und auch nicht die vielen anderen Baustellen in Bad Wurzach saniert.
Den Gemeinderat kann man nur ermutigen, in Zukunft kreativer zu werden, wenn es um die Attraktivität des kleinen unscheinbaren Nestes und der Kuranlagen geht.
Erhard Hofrichter, Bad Wurzach
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