Den Mut haben, Falsches zu korrigieren
Die Bürgerrunde Haistergau tritt auf verschiedenen Ebenen für ihr Anliegen ein. So hat sie jüngst bei Wahlkampfveranstaltungen den Kontakt zu Spitzenpolitikern gesucht. Darüber und über weitere Bemühungen hat uns die Bürgerrunde Folgendes mitgeteilt:
Ende des Jahres wurden an diverse Bundes- und Landespolitiker, Regionalverbandsmitglieder (RVBO), Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie an die Stadtverantwortlichen ein Informationsschreiben zur aktuellen Planung der Windkraftanlagen inklusive Videolink versandt. Das Video zeigt auf sehr eindrückliche Weise, was um uns herum in der Gesamtheit geplant ist und geschieht. Selbst denjenigen, die zu dieser Entscheidung ihre Hand gehoben haben, war das Ausmaß nicht bewusst. Das verdeutlichen einige Rückmeldungen der Angeschriebenen. Leider war es der Stadt Bad Waldsee auf der offiziellen Seite nicht möglich, den Videolink online zu stellen, bei Interesse finden Sie diesen jedoch auf unserer Webseite
www.buergerrunde-haistergau.de
Nicht von ungefähr sprießen um uns herum Bürgerrunden aus dem Boden, die, ebenso wie wir, faktenbasierte, nachprüfbare Informationen über eine offene Kommunikation weiterzugeben als Grundprinzip der Vereinigung verankert haben. Diese demokratische Vorgehensweise hat der Bürgerrunde wichtige Türen geöffnet. Es hat sich gelohnt, frühzeitig und auf Vertrauen basierenden Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern aufzubauen. Ja, wir werden gehört und ja wir können und werden etwas bewegen.
Aber klar ist auch, wir machen das nicht des Händeschüttelns wegen. Wir sind präsent, weil wir wie, viele andere auch, Anwohner sind, die sich wehren gegen zu viele und zu nah in unseren Lebensraum gebaute WKA.
Wir sind keine Windkraftgegner, mittlerweile reift jedoch auch bei den Entscheidern die Einsicht, dass das, was hier geplant wird, der Bevölkerung nicht vermittelbar ist und deutliche Gegenwehr provoziert. Nun, manch einer glaubt, dass hier alles schon gelaufen ist. Wir können ihnen nach vielen Gesprächen versichern, dass dem nicht so ist und auch unsere Lösungsvorschläge, die wir an die Entscheider weitergereicht haben, durchaus in die weiteren Überlegungen einfließen. Es geht um Lösungswege und um Korrekturen manch falscher Vorgabe.
So hat am 3. Januar 2026, anlässlich der CDU-Veranstaltung in Bärenweiler, ein persönliches Gespräch der Bürgerrunde mit dem Spitzenkandidaten der CDU für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Manuel Hagel, und dem Landtagsabgeordneten Raimund Haser stattgefunden. Die Rückmeldung stufen wir als positiv ein.
Ebenso waren wir am 17. Januar 2026 in Weingarten mit Cem Özdemir, dem Spitzenkandidaten der Grünen bei der Landtagswahl, im persönlichen Gespräch. Auch hier konnten wir im direkten Gespräch unsere Punkte vorbringen. Insbesondere die Hinweise, dass sich eine andere Partei zunehmend dieser Thematik annimmt, wurde von beiden Kandidaten aufmerksam registriert.
Sowohl an Herrn Hagel als auch Herrn Özdemir wurden Informationen über den aktuellen Planungsstand der WKA, die seitens der Anwohner bemängelten Punkte, wie massive Überlastung durch zu viel und zu nah, aber auch Lösungsmöglichkeiten dieser Problematik im persönlichen Gespräch inklusive schriftlicher Zusammenfassung übergeben. Dass diese gelesen wurden, zeigen die Rückmeldungen.
Verantwortung zu übernehmen, aber auch Entscheidungen, die nicht richtig sind, mutig zu korrigieren, war eine der Kernbotschaften unseres eingangs erwähnten Schreibens an die für die Entscheidung verantwortlichen Personen. Die jüngsten Informationen deuten an, dass sich hier etwas bewegt.
Wir sind aktiv, auch wenn man eine zeitlang weniger von uns hört. Es stehen weiterhin vielfältige Termine an. Unser Fokus liegt auf einem für alle Anwohner akzeptablen Ergebnis. Am besten informiert sind verständlicherweise jene Personen, die über unserer WhatsApp-Gruppen mit uns verbunden sind. Man kann sich jederzeit gerne melden.
Karl Merk, Osterhofen (für die Bürgerrunde Haistergau)
Anm. d. DBSZ-Red.: Stellungnahmen von Akteuren mit zielgerichteter Interessenslage – wie im vorliegenden Fall – enthalten in aller Regel Meinungsbestandteile. Die Redaktion der Bildschirmzeitung akzeptiert ein breites Spektrum an Meinungen. Nicht veröffentlich werden extremistische, persönlichkeitsverletzende oder offensichtlich wahrheitswidrige Äußerungen.
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