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Die BBOA konzertierte in St. Peter Bad Waldsee

Brass-Sound – authentisch und mitreißend!



Foto: Peter Lutz
Bernhard Reifer und ein Teil des BBAO.

Bad Waldsee – Auf ihrer Neujahrstournee machte die Brass-Band Oberschwaben-Allgäu auch Station wie jedes Jahr in der Stiftskirche St. Peter in Bad Waldsee. Die gegenüber musikalischen Ereignissen stets aufgeschlossenen Pfarrer öffnen dazu gerne die Kirchentüren. Seit über 30 Jahren begeistert die BBOA Freunde des original britischen Blechbläserstils.  Das dreißig Köpfe zählende Auswahlorchester war in Deutschland eine der ersten Bands dieser Art und gehört seitdem zu den angesehensten Ensembles in der süddeutschen Blechbläserszene. Sein Südtiroler Leiter, Bernhard Reifer, ist stets offen für Neues und hat auch diesmal wieder ein Programm aus britischen Originalkompositionen und Werken bekannter Komponisten zusammengestellt. Das sehr zahlreich erschienene Publikum begleitete das Ensemble mit lang anhaltendem Applaus durch das höchst anspruchsvolle Konzert.

Harald Stumpp (Bild), Cornet und Sprecher, begrüßte die Gäste und stellte die Neuen vor. Er dankte Pfarrer Werner für die freundliche Unterstützung und freute sich auf die Einladung der Musiker zum Christbaumloben im Pfarrhaus nach Ende des Konzerts.

Auftakt des Konzerts war „Through the Flames“ von Paul Lovat-Cooper. Der rasant rhythmische Titel bot allen Registern beste Gelegenheit, ihre Virtuosität zu demonstrieren. Besonders gefielen Cornet, tiefes Blech und Percussion. Alle vereinten sich schließlich zu einem strahlenden Finale. Dirigent Reifer moderierte durch das Programm.

Das von Rieks van der Felde arrangierte „Händel Spectacular“ führte passend zum barocken Ambiente in Händels Wirken im 17. Jahrhundert. Dieses Arrangement gilt als besonders schwierig. Mit Freude und mutig kündigte Reifer diesen Titel an. Er werde voller Schwung und Energie sein. Mit scheinbarer Leichtigkeit spielte die BBOA das Händel-Stück, wahrlich eindrucksvoll ganz im Stil der hohen Brass-Schulen.

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Cornets hinter dem Hochaltar

Mit „The Old Chalet“, ein traditionelles Schweizer Volkslied, kam ein etwas ruhigeres Stück zur Aufführung. Schöne Natur, frische Luft, stille Landschaften und grüne Almen mögen die Musiker vermitteln, versprach Reifer. Dazu gingen die Solo- und Backrow-Cornets hinter den Hochaltar und erzeugten so Klänge von Ferne, vielleicht wie Echo aus benachbarten Tälern? Langsam fügten sie sich Cornet spielend wieder auf ihre Registerplätze. Tatsächlich gelangte man auch mit Kuhglockengeläut flugs in diese Bilder. Zum Genießen war der musikalische Ausflug in die Bergwelt, wobei imponierende Soli am Cornet (Markus Elser) und am Althorn (Corinna Biedermann) höchsten Ohrenschmaus schenkten.

Corinna Biedermann.

Mit „Festive Fireworks“ kündigte Reifer das Zünden eines wahren Feuerwerks an, das Kraft und Helligkeit für das ganze 2026 spenden würde. Klar, dass dazu das üppig instrumentierte Schlagwerk eine glänzende Rolle spielen durfte. Auch brillante Soli am Euphonium (Alex Jauch) und am Cornet (Markus Elser) gehörten dazu.

„St. Florian Choral“ strömte Ruhe und Tiefe aus. Die Brass-Band präsentierte eine Komposition, die Thomas Doss als Verneigung vor seinem österreichischen Landsmann und Vorbild  Anton Bruckner schuf. Wunderschön und gefühlvoll einstudiert und geleitet war der Choral doch fast sinfonisch.

Auch „Tallis Variations“ (Philip Sparke) führten aus einer zurückliegenden Epoche, nämlich der Renaissance, in die heitere Welt des Brass. Dieses Werk intonierte die Band gleichsam in einer Art Powerplay und zeigte damit die Zeitlosigkeit früheren Musikschaffens. Alle Register spielten leise oder wuchtige Passagen, wobei vom hohen bis tiefem Blech wechselnd auch Dämpfer eingesetzt wurden, womit eine wohlige Atmosphäre entstand. Höchstes Können verriet der Vortrag dieses Titels.

Das Publikum wurde weiter verwöhnt mit Christopher Tins „Sogno di Volare“, eigentlich ein Traum. Reifer beschrieb den Titel als Zukunftsvision, als Aufbruch ins neue Jahr, der uns durchs ganze Jahr tragen möge. Kräftige wie melodiöse Passagen wurden auch damit wieder vorgetragen  und richteten so die Blicke nach vorne.

Vor dem letzten Titel griff Harald Stumpp zum Mikrofon. Er dankte dem Publikum für die motivierende Begleitung, der Kirchengemeinde und natürlich dem Ensemble selbst. Er hoffe, das Konzert habe die Herzen geöffnet und man komme so wieder befreit zurück in den Alltag.

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Joachim Weiss mit grandiosem Solo

Joachim Weiss, vorne, spielte mit seiner Posaune ein großartiges Solo.

Das danach folgende „Große Tor von Kiew“ sollte mit monumentaler Strahlkraft das Programm beschließen und das tat es wahrlich. Alle Register und das bebende Schlagwerk schufen das Monumentale dieses Werkes. Besonders schön erklangen die Posaunen, in denen Joachim Weiss ein grandioses Solo spielte.

Nicht enden wollender Applaus belohnte das äußerst anspruchsvolle Konzert und erbat fällige Zugaben. Das BBOA bot denn auch zwei sehr ansprechende Zugaben. Es waren Maria Müllers Pop-Ballade „By your Side“ und sehr passend zum Konzertraum und als endgültigen Ausklang ein musikalisches Vaterunser, das auf Suaheli „Baba Yetu“ heißt und aus der Feder von Christopher Tin stammt. Es enthält eine Mischung aus afrikanischer Rhythmik und orchestralen Elementen. Dieser fast feierliche Abschluss des Konzerts in St. Peter war sicher auch stille und gelungene Anregung zum Besuch weiterer Auftritte der so wunderbar britisch geprägten BBOA.

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Das Posaunenregister, rechts Joachim Weiss, Solist (Leiter der Stadtkapelle Bad Waldsee), links Pius Bucher (Bad Waldsee).

Das Hornregister, rechts Corinna Biedermann (Solistin).

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Bernhard Reifer, Dirigent.

Links Markus Elser (Solist, Kornett), rechts Harald Stumpp (Cornet)

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Alex Jauch (Solist, Euphonium).

Tobias Birk (Solist, Flügelhorn).

Text und Fotos: Peter Lutz 

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