Skip to main content
Wichtig beim Schneiden, immer eine scharfe Schere verwenden.

Der Gehölzschnitt sollte erledigt sein, schon damit brütende Vögel nicht gestört werden. Doch die alte Faustregel gilt noch: Sobald die Forsythien ihre gelben Blüten zeigen, können die Rosen geschnitten werden. Was wiederum nicht so einfach ist. Verlangen doch Beetrosen einen anderen Schnitt als Kletterrosen oder Strauchrosen. Auch Rosensorten, die nur einmal im Jahr blühen, werden anders geschnitten als solche, die mehrmals blühen.

Warum sollen Rosen eigentlich geschnitten werden? Weil sie sonst „vergreisen“, wie der Gärtner sagt. Setzt man die Schere an, werden die sogenannten Augen angeregt, kräftig auszutreiben. Je stärker der Rückschnitt ist, desto kräftiger treibt die Rose neu aus. Außerdem bekommen die Pflanzen durchs Schneiden der Kronen mehr Licht. Keine Sorgen: Rosen gelten als schnittverträglich und verzeihen die Fehler des unerfahrenen Gärtners. Ein paar Grundregeln sollte man beachten: Erst mal die abgestorbenen, kranken und beschädigten Triebe entfernen. Der Schnitt sollte rund einen halben Zentimeter oberhalb einer Knospe verlaufen und leicht schräg ansteigen. Edel- und Beetrosen, die mehrmals blühen, darf man auf 15 bis 20 Zentimeter herunterschneiden. Strauchrosen hingegen werden weniger stark geschnitten als Beetrosen. Einmalblühende Strauchrosen schneidet man erst im Sommer. Auch bei einmalblühenden Kletterrosen sollte man im Sommer die Schere ansetzen. Und immer ein scharfe Schere! Quetscht man die Triebe oder reißt sie ab können Krankheitserreger leichter eindringen. 

ANZEIGE

Was in keinem Staudenbeet und schon gar nicht im Bauerngarten fehlen sollte, ist der Rittersporn (Delphinium). Es gibt mehr als 300 Arten sowie zahlreiche durch Züchtung entstandene Sorten. Klassischerweise ist Rittersporn blau und setzt vor allem neben Rosen gepflanzt Akzente. Seine Blütezeit beginnt wie bei Rosen im Juni. Wer an  Bienen, Hummeln und andere Insekten denkt, sollte auf Pflanzen mit gefüllten Blüten verzichten, bieten sie doch den Tieren keine Nahrung. Nur sogenannte ungefüllte Blüten enthalten Pollen und Nektar. Gefüllte Blüten dagegen sind das Ergebnis gezielter Züchtungen. Die  besonders üppige, dekorative Blüte ist für bestäubende Insekten weitgehend wertlos.

Rittersporn benötigt einen feuchten, tiefgründigen, nährstoffreichen und eher lehmigen Gartenboden an einem sonnigen Standort. Werden verblühte Pflanzenteile etwa zehn Zentimeter über dem Boden abgeschnitten, blüht die Pflanze im selben Jahr ein zweites Mal. Der Acker- oder Feldrittersporn ist übrigens Blume des Jahres 2026. Um auf den dramatischen Artenschwund in den Agrarlandschaften aufmerksam zu machen, hat die Loki Schmidt Stiftung den Acker- oder Feldrittersporn zur Blume des Jahres 2026 gekürt, stellvertretend für eine Vielzahl von Ackerwildkräutern, die durch die Intensivierung der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgedrängt worden sind. Der Feldrittersporn wird in allen Bundesländern auf der Roten Liste geführt.

ANZEIGE

Gemüsebeete können bearbeitet werden, sobald der Boden etwas abgetrocknet ist, Im März werden ausgesät Rote Rübe, Petersilie, Möhren, Spinat, Chicorée und Zwiebeln. Kopfsalat, Topinambur, Steckzwiebeln, Dicke Bohnen und Rhabarber kann man ins Freie pflanzen. 

Wer vergessen hat vor dem Winter Duftveilchen, Hornveilchen, Narzissen und andere Blumenzwiebel-Pflanzen einzusetzen kann dies jetzt noch nachholen. 

Der März ist für viele Gemüsesorten der richtige Zeitpunkt zum Vorziehen. Paprika und Chili haben eine besonders lange Keimdauer. Man sollte sie bereits im Haus aussäen und vorziehen. Bei Tomaten wartet man vorsichtshalber bis Ende März. 

Autorin: Andrea Reck



NEUESTE BLIX-BEITRÄGE

Editorial BLIX März 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser, vor einem Jahr war die Wahl zum Bundestag. Heraus kam die Schwarz-Rote-Koalition mit Kanzler Merz (CDU) an der Spitze. Sie quält sich über die Runden, hat man den Eindruck. Wenngleich sie mit einem Paukenschlag begann.

„Liebe oberschwäbische Landsleute“

Biberach – Jede Menge Prominenz trat beim 30. Politischen Aschermittwoch der Grünen auf die Bühne. Special Guest war Ex-Außenminister Joschka Fischer, der schon 1996 mit seinem Auftritt in der Biberacher Stadthalle Furore machte.

Was bleibt?

Die Grünen mit ihrem Frontmann Winfried Kretschmann sind dabei, die Sensation perfekt zu machen: an Ostern 2011 verhandeln die Ökos mit den Sozis über einen Koalitionsvertrag, der zur ersten Grün-Roten-Landesregierung in Baden-Württemberg führen wird und beendet damit die unendlich scheinende Nachkriegsära der CDU. Heute wissen wir, dass damit die Ära von Winfried Kretschmann und seinen Grünen begann. 15 Jahre und damit länger als jeder seiner Amtsvorgänger regierte der grüne Realo völlig ska…

Wahl im Umbruch

Wenn in Baden‑Württemberg am 8. März ein neuer Landtag gewählt wird, entscheidet sich mehr als nur die politische Richtung der kommenden fünf Jahre. Es ist die erste Wahl nach einer umfassenden Reform des Landeswahlrechts – ein Systemwechsel, der das politische Gefüge im Südwesten spürbar verändern dürfte.

Wald in Frauenhänden

Kreis Biberach – Der Wald ist für viele ein Sehnsuchtsort mit vielen Ansprüchen, das bringt auch Konflikte mit sich. Beispielhaft im Altdorfer Wald, wo ökonomische Interessen mit ökologischem Schutz kollidieren, wo es neben Kiesabbau auch um Windkraft geht, wo es um Wasser- und Klimaschutz geht. BLIX hat schon häufig darüber berichtet, weil Wald ein Gradmesser für das Befinden von Natur und Umwelt und damit existenziell wichtig ist. Frauen sind die Hälfte, nicht so in der Forstwirtschaft, dor…

Drei gegen einen

Ravensburg – Vier Bewerber dürfen offiziell für das Oberbürger­meisteramt in Ravensburg kandidieren. Der Gemeindewahlausschuss hat für die Wahl am Sonntag, 8. März, die Bewerber Daniel Rapp, Roman Urban, Umut Bulut und Samuel Bosch zugelassen. Wahlberechtigt sind am Sonntag, 8. März, rund 39.000 RavensburgerInnen. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen kann. Sollte dies keinem Bewerber gelingen, wird am 22. März erneut gewählt. Auf den Stimmz…

Nicht jammern

Aulendorf – Aufbruch statt Resignation war die Haltung  der Teilnehmenden einer „Post-Biosphärenkonferenz“, die auf Einladung des BUND am 7. Februar in Aulendorf stattfand. Der Kreis, rund 30 Personen, bestand aus „einer Koalition der Willigen“ aus dem gescheiterten Biosphärenprozess, erklärten Martin Bachhofer, Landesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, und Maike Hauser, Regionalgeschäftsführerin BUND Bodensee-Oberschwaben, bei der abschließenden Pressekonferenz.

Mit Freude am Schaffen

Riedlingen/Ehingen – Rebecca Harnau erzählt begeistert von ihrer Kindheit auf dem Land, geprägt von Familie und Freunden, vom Heimwerken und der Hobby-Landwirtschaft mit familieneigenem Traktor. 2022 folgte das Abitur am Kreisgymnasium Riedlingen mit sprachlichem Profil, Spanisch – nicht etwa Naturwissenschaft und Technik. Das erstaunt, denn die Riedlingerin wurde im Dezember 2025 zur besten Industriemechanikerin Deutschlands gekürt. Grund genug, die 23-Jährige an ihrem Arbeitsplatz bei Liebh…

„Da ist Leben in der Bude“

Ulm – Das kleine Naturmuseum Ulm und das große Museum Ulm wachsen zusammen. Hochmotivierte Teams wollen noch mehr Menschen jeden Alters Natur erlebbar machen. 

Göttinnen-Dämmerung im Kloster

Bad Schussenried – Aus ihrem reichen Fundus zeigt die Sammlerin Hansi Schmehle-Knöpfler Frauenfiguren und weibliche Darstellungen aus vielen Epochen. Und sie erläutert in der Sonderausstellung, wie Rollenbilder sich geändert haben. 

Musik für alle

Biberach – Unbestritten: Musizieren aktiviert das Gehirn, fördert die Koordination und schafft Gemeinschaft. Dies gilt auch für Menschen mit Behinderung. Für sie ist in Musikgruppen und Vereinen aber meist kein Platz, es bedarf spezieller Angebote. Ganz besonders, wenn sie dem Schulalter entwachsen sind. 

Schneiden und säen im Frühjahr

Der Gehölzschnitt sollte erledigt sein, schon damit brütende Vögel nicht gestört werden. Doch die alte Faustregel gilt noch: Sobald die Forsythien ihre gelben Blüten zeigen, können die Rosen geschnitten werden. Was wiederum nicht so einfach ist. Verlangen doch Beetrosen einen anderen Schnitt als Kletterrosen oder Strauchrosen. Auch Rosensorten, die nur einmal im Jahr blühen, werden anders geschnitten als solche, die mehrmals blühen.

Achtsam sein

Wie oft sind wir wirklich voll und ganz im Moment? Nehmen bewusst wahr, was gerade um uns herum ist, ohne schon in Gedanken bei der nächsten Aufgabe zu sein? Und brauchen wir dafür die Hilfe der Künstlichen Intelligenz?

Kaffeeklatsch mit Künstlicher Intelligenz

Bücher für Senioren wecken gerne sentimentale Erinnerungen an alte Zeiten. Manche ermutigen aber auch, sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen.

Riedlingen is(s)t gesund

Riedlingen – In der Donaustadt dreht sich vom 9. bis 15. März alles um die Gesundheit. Unter dem Motto „Riedlingen is(s)t gesund – Gesund leben, lecker genießen!“ steht die Stadt ganz im Zeichen von Ernährung, Bewegung, Achtsamkeit und Gemeinschaft. Die 7. Riedlinger Gesundheitstage bieten ein pralles Programm: Von praktischen Mitmachaktionen über fachliche Vorträge bis hin zu einem verkaufsoffenen Sonntag mit großer Gesundheitsmesse in der Stadthalle. Ein Überblick.

ANZEIGEN

BLIX-NEWSLETTER

VERANSTALTUNGEN

ALLGÄU-OBERSCHWABEN

Vogt – Die Waldbesetzung im Altdorfer Wald besteht seit genau fünf Jahren. Vom 25. Februar bis 2. März finden dort Sk…
Leutkirch / Kißlegg – Eine frohe Meldung kommt von Musiker, Buchautor und Hobbykoch Reinhold Kraft. Die Künstler-Agen…
Ravensburg – Bundeskanzler Friedrich Merz kommt am 6. März nach Ravensburg. Hier die Mitteilung von Seiten der CDU:
Wangen – Am Donnerstag, 26. Februar, ist das Landestheater Schwaben aus Memmingen mit dem Klassiker „Die Odyssee“ zu …
Wangen – Zehn Tage vor der Landtagswahl, am Freitag, 27 Februar, kommt auf Einladung des Allgäuer Landtagsabgeordn…