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Leutkirch (sita) – … hat wieder was! Nach Jahren der Pause, auch schon vor der Pandemie, wird am 30. April ab 17.00 Uhr wieder vor der Festhalle in Leutkirch ein traditionelles Maibaumstellen stattfinden.

Zuletzt gab es das im Mai 2013, also war fast zehn Jahre Maibaum-Pause in der Allgäu-Stadt. Ab 2014 fand sich niemand mehr, der die Organisation übernehmen wollte und aus Erfahrung und Sicherheitsgründen auch konnte. Dank engagierter Bürger, die mit ihren Vereinen die Planung und Durchführung bereits 2020 vorhatten, können Interessierte dieses schöne Brauchtum nun wieder miterleben, vorausgesetzt es schüttet nicht in Strömen.

Die begeisterten Hauptinitatoren mit Maibaum-Erfahrung sind Valentin Wagegg und Florian Mayer vom Leutkircher Fanfarenzug, die allerdings nicht Musik machen, sondern tatkräftig mithelfen. Ebenso sind es Martin Schmuck, Vorsitzender der Leutkircher Kolpingfamilie, der Gebirgstrachtenverein „Almarausch“ und Peter Feuerstein, Leiter des Leutkircher Bauhofs. „Nicht jeder kann und darf das Maibaumstellen übernehmen. Es ist eine große Verantwortung, besonders wenn man mit Holzscheren arbeitet. Etliche Männer setzen ihre ganze Muskelkraft ein, um langsam den Baum hochzustemmen, der an einem Stahlseil am Traktor gesichert ist“, erklären Wagegg und Mayer. Spontane Helfer können sich noch bei Valentin Wagegg unter Tel. 0176/7699 8978 melden. Für die Helfer gibt es Freibier, spendiert vom Stadt-Marketing (Tobias Pflug).

Ein stattlicher Tannenbaum mit rund 30 Metern Höhe aus dem Stadtwald bei Adrazhofen liegt bereits seit Anfang 2020 bereit und ist nun gut getrocknet. Im Rahmen eines kleinen Festes mit Bewirtung gibt es volkstümliche Musik durch das Ensemble „Duranand“ mit Petra Hartl, die am Akkordeon auch den Auftritt der „Schella-Fehla“ begleitet, die einige Stücke beitragen werden. Sie feiern dieses Jahr noch ihr Zehnjähriges und alle Musiker freuen sich riesig auf einen Auftritt beim Leutkircher Maibaumstellen 2022. Die Hockete mit zünftiger Musik und Bewirtung ist am Platz vor dem Festhallen-Eingang.

„Es ist eine schöne Aufgabe, aber auch eine sehr personalintensive Veranstaltung mit viel Vorbereitung“, sagt Valentin Wagegg, der die nötigen Vereine und Helfer schon 2019 für Mai 2020 motivieren konnte (was dann wegen Corona nicht stattfinden konnte). Als Vorsitzender des Fanfarenzugs Leutkirch sowie als Gemeindearbeiter in Wuchzenhofen (Bauhof) hat er die früher beteiligten Vereine sowie Zimmermannsmeister Georg Gegenbauer angesprochen.

Mitglieder der beteiligten Vereine kranzen den Baum mit Buchszweigen ein und schrauben die historischen Wappen an. Diese zeigen Berufe und Vereine, die es in Leutkirch gibt. An der Spitze wird ein kleiner und taufrischer Tannenbaum mit bunten Bändern angebracht und mit einem Rohr gesichert. Am 30. April wird der gekranzte Baum zur Festhalle gebracht, langsam hochgestemmt und in der Halterung fixiert. Gerne können noch starke Männer, die so ein Erlebnis im wahrsten Sinne „mittragen möchten“ , mitstemmen. „Es ist uns ein Anliegen, dass die Große Kreisstadt Leutkirch wieder einen Maibaum hat“, sagen die Organisatoren. Alles wird ehrenamtlich getätigt, deshalb freue man sich besonders auf eine große Publikumsschar, die so etwas miterleben möchten.

 

29Mai Bild unten 2020

Im Jahre 2020 war alles vorbereitet, dann aber kam Corona. Unser Archivbild zeigt von links: Valentin Wagegg und Florian Mayer, die Vorsitzenden des Fanfarenzugs, Martin Schmuck, Vorsitzender der Kolpingfamilie, und Peter Feuerstein, Leiter des Bauhofs Leutkirch. Den Maibaum von 2020 stellen sie nun am morgigen Samstag (30. April).  Archivbild 2020: sita

 

29Mai Bild unten 2010b

2010 wurde dieser stattliche Maibaum auf dem Adenauer-Platz gestellt. Archivbild: sita

 

 

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