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Leutkirch - Das ursprüngliche „Mayer-Café“ am Eingang der Marktstraße in Leutkirch wird nun zum „Mayerling“ und erstrahlt in neuem Glanz.

Das Gebäude, am Eingang zur Leutkircher Altstadt, war in die Jahre gekommen und das Bäckercafe im Erdgeschoss nicht mehr zeitgemäß. Nach den ersten Gesprächen zwischen Hausbesitzerin Sonja Emmerich-Götz, der Firma SRG in Bad Wurzach und der Familie Mayer aus Isny, wurde schnell klar, mit oberflächlichen Schönheitsreparaturen ist es nicht getan, schlussendlich wurde eine Komplettsanierung, nach neuesten energetischen Baustandards, durchgeführt. Der Abschluss und die bevorstehende Wiedereröffnung konnte nun mit allen Beteiligten gebührend, mit einer ausgiebigen Brotzeit, gefeiert werden.

Melanie Ciesinski und Elena Suschko vom Büro SRG betreuten das Bauvorhaben, das von zuverlässigen und hochqualifizierten Handwerkern aus der Region umgesetzt wurde. „Ein Altbau birgt immer Überraschungen, aber alles war lösbar“, wusste Peter Mangler, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens in Leutkirch zu berichten. Von der Firma Holzbau Dangel aus Bad Wurzach bis zum Sanitärinstallateur Christ und Wietprecht aus Isny; die einzelnen Gewerke arbeiteten Hand in Hand, so dass die Firma Hack und Streim aus Engstingen zügig mit dem Innenausbau des gewerblichen Teils beginnen konnte. Gemütlich ist es geworden, fast so, wie die gute Stube zuhause. „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren mit der Familie Mayer zusammen, da kennt man die Wünsche und Vorlieben ganz genau“, beschreibt Roland Hack die Zusammenstellung der Ausstattung. Für die Umsetzung wurden nur natürliche Materialien verwendet, massives Holz und warme Farben sorgen für den Allgäu-Look, der ganz ohne Kitsch, Kuh und Geweih auskommt, der eine einladende Atmosphäre zaubert und für den alle Einrichtungsgegenstände individuell angefertigt wurden.

Gebhard Mayer und seine Schwester Lukretia Kottmann-Mayer haben die Geschicke des „Mayer-Bäcks“ aus Isny im Januar diesen Jahres an die nächste, die fünfte Generation übergeben. „Ich kann, wenn ich will, muss aber nicht und werde noch viel freundlicher behandelt, als früher“, freute sich Gebhard Mayer über den Fortbestand des Familienbetriebes. Die Geschäfte führen nun Bernadette Mayer, Seraphine Mayer-Wagner und Andreas Mayer. An den Qualitätsstandards wird sich nichts ändern, versicherte der Bäckermeister im Ruhestand. „Wir machen alles selber und unser Brot erfährt noch richtige Handarbeit“ sagte Mayer. Für dieses Vorgehen benötige er zwar einen Bäcker mehr im Betrieb, aber das Endprodukt gewinne dabei deutlich an Qualität. Man habe sich nicht nur dem Handwerk verschrieben, sondern lege auch großen Wert auf Regionalität. Die Zusammenarbeit mit dem Erdbeerhof Sauter in Ziegelbach erstrecke sich nicht nur auf die Erdbeerlieferungen, auch einen Großteil des verwendeten Dinkels stamme von den Feldern der Familie Sauter.

In seinen Grußworten dankte Gebhard Mayer Sonja Emmerich-Götz dafür, dass sie als Investor die Visionen mitgetragen habe, allen Handwerkern, die die Herkulesaufgabe des Umbaus bewältigt haben, der Baubetreuung durch das Büro SRG und seinem langjährigen Mitarbeiterstab in der Filiale.

 

Bericht und Fotos: Christine Hofer-Runst

 

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