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Aitrach - Der Spatenstich mit u.a. Volksbank Allgäu-Oberschwaben Vorstand Josef Hodrus, Aitrachs Bürgermeister Thomas Kellenberger, OSB Geschäftsführer Axel Müller, Julius Fassnacht vom Ingenieurbüro Fassnacht sowie der Architektin Silvia Elison-Keib, war ein ganz besonderer: Der Gemeinderat Aitrach hatte das Projekt nämlich mit einer Zeitspanne von nur einem Jahr vom Aufstellungsbeschluss bis zum Satzungsbeschluss in neuer Rekordzeit auf den Weg gebracht.

 

Möglich wurde dies durch die kompetente und zielgerichtete Zusammenarbeit von Bürgermeister Thomas Kellenberger, den Stadtplanern Merle Rehmann und Annabell Rohm von Sieber Consult, den Fassnacht Ingenieuren Timo Frauenhoffer und Ralf Quednau mit ihren jeweiligen Teams, berichtet Hermann Müller, Projektverantwortlicher seitens der VBAO-Projektentwicklung. „Und natürlich den Anwohnern und Angrenzern für das Verständnis für unser Bauvorhaben.“

Die Chronologie dazu: Im April 2021 wurde der Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes bei der Gemeinde Aitrach gestellt und es erfolgte der Abschluss eines städtebaulichen Vertrages. Im Mai 2021 erfolgte der Abschluss des Kaufvertrages zwischen der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu, der VBAO-Projektentwicklung und der OSB Immobilien GmbH über 11.940 Quadratmeter Bauerwartungsland in Aitrach.

Es folgte die Vergabe des Planungsauftrages an Sieber-Consult und Fassnacht Ingenieure und in enger Abstimmung mit dem Gemeinderat und den Fachbehörden die weiteren Genehmigungs- und Planungsschritte. Im Oktober 2021 konnte noch ein weiteres Grundstück mit 994qm von privater Seite dazugekauft werden.

Im April 2022 erfolgte der Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes „Storchengässle 2. Erweiterung“ durch den Gemeinderat Aitrach. Im selben Monat schrieb das Büro Fassnacht Ingenieure die Erschließungsarbeiten aus, die im Mai an den günstigsten von fünf Bietern, die Fa. Kutter vergeben wurden. Im Juni 2022 schließlich wurde der Erschließungsvertrag mit Grundbesitzübergang beim Notar abgeschlossen. Die jetzt begonnenen Erschließungsarbeiten „Stockäcker 1-7“ sollen im September abgeschlossen werden.

Das Baugebiet umfasst vier Einfamilienhausbauplätze und ein Bauquartier, auf dem drei mehrgeschossige Gebäudeteile in KFW 40 Bauweise gebaut werden. Diese werden mit Erdwärme beheizt. Seitens der OSB Immobilien GmbH wird dafür das Nachhaltigkeitszertifikat angestrebt.

Josef Hodrus, Vorstandssprecher der Volksbank Allgäu-Oberschwaben konkretisierte die Entwicklung des Baugebiets, das im Regelverfahren entwickelt wurde, was auch einen naturschutzrechtlichen Ausgleich für den Eingriff zur Folge hat. Aus den eingegangenen Stellungnahmen sei auch die Bemerkung des Regionalverbandes bezüglich der zukünftig immer zu beachtenden Bruttowohndichte bemerkenswert: „Aus diesem Grund wird der geplante Geschosswohnungsbau im Gebiet begrüßt.“ Einen ganz besonderen Dank richtete er an Bürgermeister Kellenberger wegen der hervorragenden Zusammenarbeit bei dem Projekt. Ein Lob ging auch an die Adresse von VBAO Geschäftsstellenleiter Alois Ebert und an Hermann Müller, „den wichtigsten Mann für das Projekt.“

Der Aitracher Bürgermeister Thomas Kellenberger sagte: „Die Bewohner dieses Baugebietes werden wie im Urlaub leben.“ Angrenzend an ein Naturschutzgebiet und unweit eines Badesees, deren Entstehung auf den ehemaligen Kiesabbau zurückzuführen seien. Er sehe auch die Dynamik, mit der Aitrach wachse: „Allein in den letzten Jahren hat Aitrach 300 Einwohner dazugewonnen. Dafür müssen wir uns z.B. bei den Kindergärten mächtig strecken.“ Die Leute zögen bis aus Berlin und sogar aus dem europäischen Ausland hierher, wenn sie hier Arbeit fänden.

Klassische Einfamilienhäuser gingen einfach nicht mehr, „weil uns in der Realität der Platz ausgeht.“ Daher lobte auch er den Geschosswohnbau, der in dem Baugebiet realisiert wird.

Das Schlusswort setzte VBAO Chef Josef Hodrus: „Der Satz im Fußball: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel gilt auch für die Entwicklung von Baugebieten.“

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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