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Leutkirch - In einem offenen Brief, gerichtet an die Kultusministerin Susanne Eisenmann, Justizminister Guido Wolf, MdL Raimund Haser und das Salvatorkolleg Bad Wurzach prangert der über die Grenzen hinaus bekannte Maler und Künstler Manfred Scharpf die Demonstration aktionistischer Unfähigkeit der Regierenden an. Tochter Sophia wird mit der aktuellen Masken- und Belüftungsanordnung der Präsenzunterricht versagt.       

Masken und andere Schikanen lehnt Manfred Scharpf ebenso ab wie das Errichten von Mauern. Er wertet dies als Ausdruck totalitärer Regierungen und als Demonstration aktionistischer Unfähigkeit. Den Mangel an Fähigkeit entnimmt Manfred Scharpf der Tatsache, dass Reisende aus Risikogebieten beherbergt werden dürfen, einen Tag später aber alle Kinder in Baden Württemberg dauerhaft maskiert werden sollen.

Manfred Scharpf bezeichnet diese Anordnung als menschenverachtende und sogar verbrecherische Maßnahme. Dabei nimmt er nicht nur die Politik, er nimmt die Eltern in ihrer Gesamtheit in die Pflicht sich gegen irreparable gesundheitliche und psychosoziale Folgen zu stellen. Dafür will sich Manfred Scharpf in Zukunft nicht nur persönlich, sondern auch mit seiner künstlerischen Arbeit mit aller Macht werben.

 

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Manfred Scharpf

 

Bericht Wolfgang Weiß
Bild Manfred Scharpf (Tochter Sophia mit den Titel Winterrose)

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Der offene Brief von Manfred Scharpf

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich hätte mir gewünscht mich aus dem aktuellen Thema Nr.1 heraushalten zu können und nicht in die diversen Fallen allgemeiner Diskussionen zu laufen. Nun erinnert mich die Situation mehr und mehr an Shakespeares Drama Macbeth – eine Missetat wird mit einer neuen überlagert in der Hoffnung die erste zu tilgen und vergessen zu machen. Meine Zurückhaltung hat deshalb ein Ende gefunden.

Ich möchte hiermit gegen die neuerlichen und verschärften Maßnahmen, besonders gegen einen maskierten Unterricht bei offenen Fenstern und Türen in dieser Jahreszeit protestieren. Masken oder andere Schikanen lehne ich ebenso ab wie das Errichten von Mauern die sonst, weit abseits ihrer Schutzfunktion der Ausdruck totalitärer Regierungen sind und nichts als aktionistische Unfähigkeit demonstrieren. Das wissen Sie ebenso gut wie ich. Alles andere wäre geistige Blockade und einer solchen will ich Sie nicht bezichtigen. Der Mangel an Fähigkeiten tritt im Augenblick wieder zu Tage, indem zwar Reisende aus Risikogebieten beherbergt werden dürfen – und ein Tag später alle Kinder in BW dauerhaft maskiert werden sollen. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Für uns ist die Fürsorgepflicht der Schulen durch die Maßnahmen mehr als in Frage gestellt.

Weil wir unserer Verantwortung als Eltern gerecht werden wollen, wird Sophia deshalb so lange nicht am Unterricht teilnehmen bis der den Menschen nachgesagte Verstand und eine wirkliche Empathie für die Kinder, den unserer Meinung nach menschenverachtenden und sogar verbrecherischen Maßnahmen ein Ende bereiten. Dafür werde ich in Zukunft nicht nur persönlich, sondern auch mit meiner künstlerischen Arbeit mit aller Macht werben. Immerhin bietet sich für mich die Motivation ein großformatiges dokumentarisches Sittenbild mit Akteuren zu schaffen, das sicher eines Tages ebenso viel Beachtung finden wird, wie meine früheren „Altäre der Neuzeit“. Denn wie Sie wissen, meine gemalten Prognosen erfuhren (leider) allzuoft im Nachhinein ihre Bestätigung.

Ich mache alle die sich freiwillig und ohne Not den Verordnungen fügen mitverantwortlich für die irreparablen gesundheitlichen und psychosozialen Folgen die unsere Kinder in Zukunft zu tragen haben. Unwissenheit der Entscheidungsträger und der Befolger schützt ja bekanntlich vor Strafe nicht. Und jetzt schon bin ich gespannt auf den Tag, an dem wieder einmal die dümmste und hilfloseste Frage der Geschichte gestellt wird: „Wie konnte es geschehen?“ Welche Rechtfertigungen müssen wir uns dann gefallen lassen?
Es tut mir Leid dass wir schon zu Beginn des Unterrichts im Salvatorkolleg, für uns die beste und optimalste Wahl einer Schule für Sophia, einen solchen Brief zu schreiben gezwungen sind. Die Konsequenz daraus ist, Sophia wird unter diesen Bedingungen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, sondern per Fernunterricht.

Manfred Scharpf

 

winterrose 578

 

 

 

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