Ravensburg (ots) - Eine weitestgehend positive Bilanz zieht die Polizei zum Ende des diesjährigen Rutenfestes. Dem Polizeirevier Ravensburg wurden bislang 28 Straftaten im Zusammenhang mit dem Veranstaltungsbetrieb bekannt, ein Wert, der deutlich unter dem des letzten Rutenfestes im Jahr 2019 liegt, bei welchem 41 Straftaten angezeigt wurden.

 

Wie bereits in den Vorjahren war der Großteil der Delikte der veranstaltungstypischen Kriminalität zuzuordnen, so wurden beispielsweise Körperverletzungen, Beleidigungen oder Nötigungen bekannt, begangen zumeist von alkoholisierten Beteiligten. Aber auch mehrere Verstöße gegen das
Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz wurden durch die eingesetzten Polizeikräfte festgestellt. Erfreulich ist, dass es lediglich bei einem Einsatz zu Widerstandshandlungen gegenüber den einschreitenden Polizeibeamten kam.

Die Einhaltung der jugendschutzrechtlichen Bestimmungen war auch in diesem Jahr ein wesentlicher Bestandteil der polizeilichen Einsatzstrategie. Daher waren an jedem Tag des Rutenfestes polizeiliche Jugendschutzteams in Zivil auf dem Festgelände unterwegs, die in 16 Fällen aufgrund der starken Alkoholisierung von betroffenen Jugendlichen deren Aufenthalt auf dem Festgelände beendeten, im Regelfall die Erziehungsberechtigten verständigten und überdies das kommunale Präventionsprojekt HaLT - Hart am LimiT - über die jeweiligen Sachverhalte in Kenntnis setzten.

Besonders positiv bewertet die polizeiliche Einsatzleitung die in diesem Jahr erstmals eingesetzte Videoüberwachung des Festgeländes. Die Bildübertragung in die Einsatzzentrale des Polizeireviers Ravensburg erlaubte es der Einsatzleitung, das Festgeschehen im Ganzen im Blick zu behalten.

So hätten beispielsweise kritische Situationen wie übermäßige Besuchergedränge auf dem Festgelände oder Personenansammlungen, die auf eine bevorstehende größere Auseinandersetzung hingedeutet hätten, frühzeitig erkannt werden können, um darauf dann unmittelbar zu reagieren. Glücklicherweise gab es in diesem Jahr jedoch keine Lage, die ein derartiges Eingreifen erfordert hätte.

Polizeioberrat Michael Weber, Leiter des Polizeireviers Ravensburg, bilanziert: "Das diesjährige Rutenfest war aus polizeilicher Sicht ein weitestgehend friedliches und stimmungsvolles Volksfest mit verhältnismäßig wenig bekanntgewordenen Straftaten, wozu die angemessene polizeiliche Präsenz sicherlich auch ihren Teil beigetragen hat."

 

Polizeipräsidium Ravensburg

 

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