Ravensburg - Integration von Norbert Merkels Talentwerkstatt – AZS startet in das zweite Ausbildungsjahr - Azubis dringend gesucht. Mehr denn je suchen Handwerk und Industrie händeringend nach Fachkräften, denn die Auftragsbücher sind voll.

Doch sichere und zukunftsorientierte Berufe scheinen bei jungen Menschen noch immer wenig Anklang zu finden - viele Ausbildungsstellen waren zum diesjährigen Ausbildungsstart Anfang September noch unbesetzt. Umso erfreulicher ist es, dass sich mit dem AZS Ausbildungszentrum Schussental in der Ravensburger Schwanenstraße ein Ort etabliert hat, an dem junge Leute gefördert und gezielt auf die Anforderungen im Bereich der Metall-, Installations- und Elektrofachberufe vorbereitet werden.

Und das AZS wächst weiter: Zum 1. September ist das Ausbildungszentrum „Norbert Merkels Talentwerkstatt“ aus Bermatingen in das AZS übergegangen. Die beiden Ausbildungsmeister Norbert Merkel und Lukas Waldraff bringen von dort nicht nur viel Erfahrung mit, auch die bisherigen Partnerunternehmen und Auszubildenden finden im AZS hervorragende Bedingungen für die Vielfalt der Ausbildung. „Ich bin sehr froh, dass wir im AZS unsere Arbeit erfolgreich fortsetzen können.

Da uns in Bermatingen die Räumlichkeiten leider gekündigt wurden, war der Wechsel nach Ravensburg genau der richtige Schritt“, erklärt Norbert Merkel, der Gründer der Talentwerkstatt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Lukas Waldraff finden sie nun im AZS eine neue Heimat. „Wir freuen uns, dass sich unsere Azubis hier gut auf ihre Prüfung vorbereiten können“, so Lukas Waldraff. Auch bisherige Partnerunternehmen der Talentwerkstatt nehmen den neuen Lern- und Übungsraum an und sind froh, dass die gute Arbeit an neuer Stelle weitergeführt wird.

Was fehlt sind die Auszubildenden. „Dieses Jahr konnten wir zwei Ausbildungsplätze im Bereich Anlagenmechanik leider nicht besetzen“, berichtet
Anton Buck, kaufmännischer Leiter der TWS. „Wir möchten die Energiewende gemeinsam voranbringen, doch dazu braucht es auch die entsprechenden Fachkräfte“. Gemeinsam mit der Firma Franz Lohr gründete der Energiedienstleister im Frühjahr 2021 das AZS Ausbildungszentrum Schussental. Mittlerweile hat sich viel getan.

„Für die Nachwuchskräfte aus den Berufen im Bereich der Mechanik, Installation und Elektrotechnik haben wir in der Ausbildungswerkstatt in der Schwanenstraße auf zwei Etagen die besten Voraussetzungen für die praktischen Arbeiten. Mit dem AZS machen wir auch ganz bewusst anderen Firmen ein Angebot. Unser Ziel ist es die Ausbildungsqualität in den technischen Berufen stets auf hohem Niveau zu halten“, informiert Nico Brombeis, Geschäftsführer der Franz Lohr GmbH.

Dieser Schulterschluss hilft den jungen Menschen beim Einstieg in das Berufsleben und sichert zudem ein hohes Niveau der Ausbildung. Aktuell lernen Auszubildende von insgesamt 20 Unternehmen aus der Region im AZS Ausbildungszentrum Schussental für die fachliche Praxis.

Auch angehende Ingenieurinnen und Ingenieure können von Anfang an das handwerklich erforderliche Verständnis erlangen – das zahlt sich später im Planungsbüro oder auf der Baustelle aus. Bereits vier Partnerunternehmen schicken ihre Studierenden an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) für sechs bis fünfzehn Wochen zum fachpraktischen Lernen ins AZS.

 

Text: Philipp Seidel

 

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