Kressbronn/Bodenseekreis (ots) - Der 31-jährige nigerianische Tatverdächtige, der im Verdacht steht, gestern Abend in einer Asylbewerberunterkunft in Kressbronn einen 38-jährigen Syrer getötet und fünf weitere Menschen schwer verletzt zu haben, sitzt in Untersuchungshaft.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg wurde der Mann heute am Spätnachmittag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, welcher den Untersuchungshaftbefehl in Vollzug setzte.

Bei den bislang bekannten fünf Verletzten handelt es sich um vier Frauen im Alter zwischen 28 und 34 Jahren sowie einen 37-jährigen Mann. Von diesen befindet sich eine Person nach wie vor in einem kritischen Gesundheitszustand.

Nach bisherigem Kenntnisstand waren alle Beteiligten bis auf ein Opfer Bewohner der Unterkunft in der Argenstraße.

Zur Aufklärung des Tatablaufs hat die Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen eine 25-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Personen, die sich zur tatrelevanten Zeit in der Unterkunft befanden, werden befragt und die gesicherten Spuren zur Auswertung an das Landeskriminalamt übersandt.

Zur Klärung der genauen Todesumstände wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg vom Amtsgericht außerdem die Obduktion des 38-Jährigen angeordnet, welche am Dienstagmorgen stattfinden soll.

Bereits am 10. Mai dieses Jahres soll der Tatverdächtige in derselben Unterkunft randaliert und Bewohner mit einem Messer bedroht haben (wir berichteten am 11.05.22, 15.08 Uhr, "Meldungen aus dem Bodenseekreis", Presseportal).

Der 31-Jährige war seinerzeit aufgrund seines auffälligen Verhaltens von der Polizei in eine Fachklinik gebracht worden. Das damals ebenfalls eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung und der Sachbeschädigung ist aktuell noch nicht abgeschlossen.

 

Oberstaatsanwältin Christine Weiss, Tel. 0751/806-1337

Erster Polizeihauptkommissar Oliver Weißflog, Tel. 0751/803-1010

 

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

­