Kisslegg - 40 Jahre ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik, aktive Mitgliedschaft in verschiedenen Kisslegger Vereinen und immer das Wohl seiner Heimatstadt im Blick; für all diese Leistungen wurde Detlef Radke die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg, im Rahmen einer Gemeinderatssitzung verliehen.

Bürgermeister Dieter Krattenmacher entsprach dem Wunsch des Geehrten, keine Feierstunde im Kisslegger Schloss abzuhalten. „Das Schloss wurde uns überlassen, aber die Mensa im Schulzentrum wurde von der Kommune geschaffen“. In dieser Aussage spiegelten sich die Prioritäten von Detlef Radke wider, Kinder, Schulen und Bildung waren ihm stets ein Hauptanliegen und durch die konstruktive und gute Zusammenarbeit im kommunalen Gremium ist Kisslegg diesbezüglich Vorreiter in der gesamten Region. Ganz besonders hob das Stadtoberhaupt jedoch die Bedeutung der Familie hervor, denn: „Ohne Familie ist der beste Kommunalpolitiker nichts“.

In seiner Laudatio beschrieb der Baden-Württembergische Gesundheits- und Sozialminister, Manfred Lucha, den Menschen Detlef Radke. Kleine Anekdoten aus den gemeinsamen Kreistagssitzungen, in denen leidenschaftlich diskutiert wurde. Ein ganz besonderer Verdienst von Radke sei dabei auch der Einsatz für eine zukunftsfähige Gesundheitsvorsorge gewesen, als die Kliniken im Landkreis sich zum Verbund der Oberschwabenkliniken zusammenfanden. Lucha beschrieb seinen langjährigen Weggefährten als den Meister im Kompromisse finden, als einen Menschen, der stets den respektvollen und fairen Austausch gepflegt habe und der andere Meinungen akzeptieren konnte. Neben der persönlichen Medaille des Ministerpräsidenten, Winfried Kretschmann, überbrachte der Landespolitiker, dessen Dank und Glückwünsche. Herzen durfte er, aufgrund der noch geltenden Abstandsregelungen, leider nicht, versprach jedoch: „Wir holen das nach, wenn wir wieder dürfen, wenn wir geimpft sind“.

In den folgenden Grußworten der Parteikollegen und Fraktionsvorsitzenden, ermittelte Bernd Dux (FW), dass Gabi Radke, die Ehefrau des Geehrten, insgesamt zwei Jahre auf ihren Gatten verzichten musste, Friedrich Rockhoff (CDU) dankte ihm für die gute Zusammenarbeit und erinnerte an das schwierige halbe Jahr ohne amtierenden Bürgermeister, Josef Kunz (SPD) schaue bei schwierigen Entscheidungen immer zuerst in die Gesichter von Radke und Stadtkämmerer Roland Kant, denn diese verraten zumeist die richtige Einschätzung und Andreas Kolb (GoL) bedankte sich bei seinem Ratskollegen ebenfalls für das gute Miteinander.

Detlef Radke, begann seinen kurzen Rückblick auf die lange Zeit im Gemeinderat mit den Worten: „Zukunft muss man leben, Vergangenheit muss man verstehen“. Wie 1980 alles begann, als drei Gemeinderäte ihn, an der Haustür, zur Kandidatur bewegen wollten. Die Zustimmung hierfür erfolgte dann in Absprache mit seiner Frau. Er erinnerte an die schwierigen Zeiten der 80er Jahre im Gremium und betonte nochmals, dass Kinder und ein intaktes Schulwesen, für ihn ein wichtiges Gut waren und immer noch sind. In den vergangenen Jahren habe er viele Menschen kennengelernt, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können und dabei immer versucht, neue Kandidaten für das Amt des Gemeinderats zu motivieren. „Für mich war der Wahltag immer ganz schrecklich, denn die Freude der Gewählten, vermischte sich immer mit dem Mitgefühl für die Enttäuschung der Nichtgewählten“. Den Wunsch nach Fortsetzung der Bemühungen für das Kisslegger Allgemeinwohl verband Radke mit einem Zitat von Adolph Kolping „Was man im Großen nicht kann, soll man im Kleinen nicht unversucht lassen“.

 

Bericht und Bilder Christine Hofer-Runst

 

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